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  • Ist es einer Gesellschaft würdig ...

    Diskussion · 64 Beiträge · 6 Gefällt mir · 848 Aufrufe
    Paul aus Klagenfurt

    ... dass man Menschen bewusst in Notlagen bringt? Dass man Menschen bewusst versklavt, ausgrenzt ... kurz gesagt -  unter einem offiziellen Bekenntnis zu den Menschenrechten (EMRK) entwürdigt? Dies in einem der wohlhabendsten Länder Welt, in dem das oberste Perzentil zwischen 40 und 50 Prozent und das oberste Dezil über 70 bis 80 Prozent des Gesamtvermögens verfügt. Ist das fair? Ist es gerecht? Ist es vorausschauend? Ist es "demokratisch"? Wie hängt diese "soziale Praxis" mit dem Wirtschaftssystem zusammen? In welchem Kontext sind die Menschenrechte von 1948 bzw. 1966 entstanden? Gibt es gesellschaftliche Klassen die aus den Ereignissen des 20. Jahrhunderts tatsächlich keine Lehren gezogen haben? Was ist mit "struktureller Gewalt" gemeint und was passiert, wenn man sie leichtfertig billigt? Was sagt es über uns als Menschen und Gesellschaft aus, wenn wir diese künstlich geschaffenen Verhältnisse tolerieren und uns abwenden. Wenn die einen sich um Genuss, Zerstreuung, Kunst und Kultur kümmern, währen andere untergehen und in allen Bereichen marginalisiert werden? Wenn die einen im Überfluss leben, die meisten in passiver Konformität, aber andere um ihre psychische und physische Unversehrtheit gebracht werden, obwohl es Wege gäbe, sich wie auch Betroffenen, die Würde zu wahren. Was bedeutet die Missachtung von Würde? Und um wessen Würde dreht es sich? Wann endet Frieden? Mit einem offiziellen Kriegseintritt oder bereits zuvor? Was passiert, wenn wir die Liebe aufkündigen? Und vor allem: was tritt an ihrer Stelle zutage? Ist das Recht auf Frieden nicht das grundlegendste Prinzip einer Demokratie? Aus meiner Sicht bedeutet die Erhaltung des Friedens für alle, ebenso den Zugang zu Ressourcen für alle. Ist Frieden nicht auch ein Synonym für Gerechtigkeit?

     

    Wie seht ihr das? Welchen Zugang habt denn ihr zu den Begriffen Liebe, Frieden und Gerechtigkeit? Ist die Armut und Ausgrenzung der einen mit dem Privilegienerhalt der anderen in einer Demokratie gerecht und akzeptabel?

     

     

    https://orf.at/stories/3429152/

    08.05.26, 08:47 - Zuletzt bearbeitet 08.05.26, 09:21.

Beiträge

  • 08.05.26, 17:29

     

    Gabi:

     

    Elena:

     

    Nein, das muss man nicht, aber es geht nicht darum, sondern, dass man die Möglichkeit hat es auszuwählen. Manche haben die Wahl und manche müssen einfach das nehmen, was übrig bleibt. Ich bin mir ganz sicher, die meisten würden sehr gerne in ihrem Land bleiben wollen und dort arbeiten.

    Dann musst Du das soziale/ politische System dieser Länder beklagen, nicht unseres

    Sie sind miteinander verbunden. Das heisst Neokolonialismus.

  • 08.05.26, 17:23 - Zuletzt bearbeitet 08.05.26, 17:28.

     

    Elena:

     

    Gabi:

     

    Muss denn jeder einen Traumjob ausüben? Vielleicht genügt  es auch, kleinere Brötchen zu backen, aber man kann die Familie ernähren? Hat eine Aufgabe? Kann am sozialen Leben teilnehmen? Ist zufrieden ?

    Nein, das muss man nicht, aber es geht nicht darum, sondern, dass man die Möglichkeit hat es auszuwählen. Manche haben die Wahl und manche müssen einfach das nehmen, was übrig bleibt. Ich bin mir ganz sicher, die meisten würden sehr gerne in ihrem Land bleiben wollen und dort arbeiten.

    Dann musst Du das soziale/ politische System dieser Länder anklagen, nicht unseres

  • 08.05.26, 17:19

     

    Gabi:

     

    Elena:

     

    Aber ob sie wirklich ihren Traumjob ausüben, ihren Potenzial  dadurch ausschöpfen, kann man nach diesen Beispielen nicht sagen.

    Muss denn jeder einen Traumjob ausüben? Vielleicht genügt  es auch, kleinere Brötchen zu backen, aber man kann die Familie ernähren? Hat eine Aufgabe? Kann am sozialen Leben teilnehmen? Ist zufrieden ?

    Nein, das muss man nicht, aber es geht nicht darum, sondern, dass man die Möglichkeit hat es auszuwählen. Manche haben die Wahl und manche müssen einfach das nehmen, was übrig bleibt. Ich bin mir ganz sicher, die meisten würden sehr gerne in ihrem Land bleiben wollen und dort arbeiten.

  • 08.05.26, 17:15

    Waltgeist

    Natürlich gibt es Menschen, die benachteiligt sind. Aber gerade die Schweiz verfügt bereits über ein extrem weit ausgebautes Sozial und Unterstützungssystem, durch das heute kaum noch jemand völlig durch den Rost  fällt. Genau das führt inzwischen aber auch zu enormen finanziellen Belastungen und zu einem immer größeren Bedarf an Menschen, die dieses System überhaupt noch tragen und finanzieren können ! 

    Wir haben ein gutes System, aber es hat sehr grosse Lücken für die, die Arbeiten wollen, eine faire Chance bekommen, wenn sie einmal durch das Rost gefallen sind. 
     

    Auch macht sich ein grosser Ärztemangel bemerkbar, das wer krank ist, gar keine Hilfe bekommen kann  oder noch schlimmer, nicht bezahlen kann, weil die Krankenkassenprämien so teuer sind und immer mehr Medikamente und Therapien nicht mehr übernommen werden.

     

    Versuche ein Job zu bekommen wenn du Geburtsgebrechen hast oder dein Lebenslauf wegen Krankheit Kündigungen oder Lücken aufweist. 

  • 08.05.26, 17:14

     

    Franz:

     

    Gabi:

    Muss denn jeder einen Traumjob ausüben? Vielleicht genügt  es auch, kleinere Brötchen zu backen, aber man kann die Familie ernähren? Hat eine Aufgabe? Kann am sozialen Leben teilnehmen? Ist zufrieden ?

    Ich frage mich auch, wie viele Pilotinnen und Piloten, Lokführerinnen und Lokführer braucht die Welt?

    Piloten sicher mal gerade nicht 🤭....

  • 08.05.26, 17:09

     

    Gabi:

    Muss denn jeder einen Traumjob ausüben? Vielleicht genügt  es auch, kleinere Brötchen zu backen, aber man kann die Familie ernähren? Hat eine Aufgabe? Kann am sozialen Leben teilnehmen? Ist zufrieden ?

    Ich frage mich auch, wie viele Pilotinnen und Piloten, Lokführerinnen und Lokführer braucht die Welt?

  • 08.05.26, 17:07

     

    Elena:

     

    Gabi:

     

     

    Elena, hier mal Beispiele aus meinem persönlichen Umfeld: 

    * meine Schwiegertochter in spe: weiblich,     ausländische Wurzeln, Umschulung zur Krankenschwester

    * Handwerker, mit denen ich in letzter Zeit zu tun hatte: Syrer (lebt seit 25 J. hier), Polen, Kroaten, Serben

    * meine Schwiegertochter in der Schweiz, weiblich, ausländische Wurzeln

    usw usf

    Und ich habe mit allen Gespräche geführt , sie WOLLEN arbeiten....

    Bin ich ein Einzelfall? Ist meine persönliche Wahrnehmung verzerrt? 

    Ich könnte jetzt auch viele Negativbeispiele auflisten, aber das wäre ein anderes Thema

    Aber ob sie wirklich ihren Traumjob ausüben, ihren Potenzial  dadurch ausschöpfen, kann man nach diesen Beispielen nicht sagen.

    Muss denn jeder einen Traumjob ausüben? Vielleicht genügt  es auch, kleinere Brötchen zu backen, aber man kann die Familie ernähren? Hat eine Aufgabe? Kann am sozialen Leben teilnehmen? Ist zufrieden ?

  • 08.05.26, 16:59

    Die Diskussion um den Traumberuf ist müßig.

    Wer macht die "Drecks- und Schwerarbeit" (Raumpflege, Bau etc.), wenn es keine Immigration oder Gastarbeiter geben würde? Roboter? Vielleicht!

    Wer macht sie jetzt? Immigranten, Gastarbeiter.

  • 08.05.26, 16:56

     

    Gabi:

    Menschen, die im Gesundheitswesens arbeiten, sind selbst Opfer????

    Wenn der Traumberuf zum Albtraum wird.

  • 08.05.26, 16:54 - Zuletzt bearbeitet 08.05.26, 17:03.

     

    Gabi:

     

     

    Elena:

     

    Danke liebe Karin, dass du dir die Zeit nimmst, um sich mit dieser Aussage auseinander zu setzen.

    Noch eine Ergänzung: es geht hier nicht nur um die Menschen mit Behinderungen, sondern auch um die weiteren systemisch benachteiligten Gruppen wie Frauen, Menschen ausländischer Herkunft, farbigen Menschen etc. Es gibt auch Menschen, welche privilegiert sind, können aber ihren Traumberuf im kapitalistischen Kontext nach ihren Werten/ Vorstellungen nicht ausüben. 

    Elena, hier mal Beispiele aus meinem persönlichen Umfeld: 

    * meine Schwiegertochter in spe: weiblich,     ausländische Wurzeln, Umschulung zur Krankenschwester

    * Handwerker, mit denen ich in letzter Zeit zu tun hatte: Syrer (lebt seit 25 J. hier), Polen, Kroaten, Serben

    * meine Schwiegertochter in der Schweiz, weiblich, ausländische Wurzeln

    usw usf

    Und ich habe mit allen Gespräche geführt , sie WOLLEN arbeiten....

    Bin ich ein Einzelfall? Ist meine persönliche Wahrnehmung verzerrt? 

    Ich könnte jetzt auch viele Negativbeispiele auflisten, aber das wäre ein anderes Thema

    Aber ob sie wirklich ihren Traumjob ausüben, ihren Potenzial  dadurch ausschöpfen, kann man nach diesen Beispielen nicht sagen. Viele machen ihre Jobs, weil sie für anders keinen Zugang/ Chancen haben.

  • 08.05.26, 16:52

     

    Melanie:

    Und wann ist eigentlich jemand "Arm"?

    ChatGPT:

    "Wer dauerhaft so wenig Einkommen hat, dass Miete, Energie, Essen und notwendige Ausgaben kaum gedeckt werden können und staatliche Hilfe nötig wird (Mindestsicherung/Sozialhilfe), würde gesellschaftlich meist als „arm“ gelten."

  • 08.05.26, 16:44

     

    Paul:

     

    Melanie:

    Oh ja, die Frage finde ich auch sehr interessant "Ist die Armut und Ausgrenzung der einen mit dem Privelegienerhalt der andern in einer Demokratie gerecht und akzeptabel?"

     

    Erstmal würde ich klar sagen, nein!

    Es ist überhaupt nicht in Ordnung, wenn "Reiche" ein immer größeres Vermögen anhäufen und diejenigen, die nur ein geringes Einkommen haben, noch mehr aufs Geld achten müssen.

     

    Aber wie entsteht sowas überhaupt?

    Wer ist das denn, der am Ende des Monats sehnsüchtig auf das nächste Gehalt warten muss?

    Und wann ist eigentlich jemand "Arm"?

    also ich finde das schon bisschen auch so wie Maresa es schreibt, dass keiner wirklich in Armut leben muss, wenn er sich denn bemüht. 

    Deswegen verstehe ich das auch nicht mit den vielen Leuten zB bei uns in der Innenstadt, die da auf ihren Decken sitzen, mit den Hunden an der Seite und nach Geld betteln.

    Ok, manchmal hatten die schwere Schicksalsschläge gefolgt von Depressionen und Alkohol puuuhh ja das ist schon eine schwere Variante. Aber es gibt zwei, bzw ab und zu sogar noch ein dritter/ dritte wo ich mir denke, die sehen eigentlich gar nicht wie obdachlose aus🤔

     

    Und meistens werden diese Obdachlosen böse von die/denjenigen angeguckt, die sich auf der Arbeit abrackern, Menschen die zB in Supermärkten arbeiten, (zu bestimmten Zeiten kann es da manchmal ziemlich stressig sein. Vor allem wenn Ware verräumt werden muss) oder Menschen aus dem Gesundheitswesen und noch viele andere Beispiele aus der Kategorie harte Jobs.

    Dann scheint es tatsächlich unfair zu sein, wenn man in einer Gegend rumfährt, wo man weiß "Ach, hier wohnt doch der Architekt, oder der Immobilien Makler, der sich auf den Verkauf von teuren Häusern spezialisiert hat"

     

    Doch da greift auch wieder das Thema "Jeder baut sich nach seinen Möglichkeiten sein Leben auf" 

     

    Ja und waldgeist hat auch schon über das Pflegepersonal geschrieben. Krankenhaus oder im Seniorenheim.

    Im Krankenhaus ist es selbstverständlich dass die Ärzte hoch geschätzt werden.

    Pflegepersonal konnte sich zum Glück ein etwas besseres Gehalt erkämpfen.

    Liebe Melanie! Ich hätte mir doch gerne auch Antworten auf deine von dir selbst gestellten Fragen erwartet. Ich verstehe auch nicht, ob "das böse Gucken, von denen die sich abrackern" müssen, gleichzeitig als Urteil gegenüber Menschen ohne Erwerb ist.

    Und zum Thema Gesundheitswesen und Pflege: die Menschen die dort arbeiten sind doch selbst Opfer! Und um was geht es dir propositionla, wenn du erwähnst, dass jemand "in der Gegend rumfährt"? Ich versuche zu verstehen, was du damit aussagen möchtest, aber ich sehe hier in erster Linie nur Abwertung hervorblitzen. 

    Menschen, die im Gesundheitswesens arbeiten, sind selbst Opfer????

    Was ist das denn für eine Aussage⁉️

  • 08.05.26, 16:42 - Zuletzt bearbeitet 08.05.26, 17:15.

     

    Melanie:

    Oh ja, die Frage finde ich auch sehr interessant "Ist die Armut und Ausgrenzung der einen mit dem Privelegienerhalt der andern in einer Demokratie gerecht und akzeptabel?"

     

    Erstmal würde ich klar sagen, nein!

    Es ist überhaupt nicht in Ordnung, wenn "Reiche" ein immer größeres Vermögen anhäufen und diejenigen, die nur ein geringes Einkommen haben, noch mehr aufs Geld achten müssen.

     

    Aber wie entsteht sowas überhaupt?

    Wer ist das denn, der am Ende des Monats sehnsüchtig auf das nächste Gehalt warten muss?

    Und wann ist eigentlich jemand "Arm"?

    also ich finde das schon bisschen auch so wie Maresa es schreibt, dass keiner wirklich in Armut leben muss, wenn er sich denn bemüht. 

    Deswegen verstehe ich das auch nicht mit den vielen Leuten zB bei uns in der Innenstadt, die da auf ihren Decken sitzen, mit den Hunden an der Seite und nach Geld betteln.

    Ok, manchmal hatten die schwere Schicksalsschläge gefolgt von Depressionen und Alkohol puuuhh ja das ist schon eine schwere Variante. Aber es gibt zwei, bzw ab und zu sogar noch ein dritter/ dritte wo ich mir denke, die sehen eigentlich gar nicht wie obdachlose aus🤔

     

    Und meistens werden diese Obdachlosen böse von die/denjenigen angeguckt, die sich auf der Arbeit abrackern, Menschen die zB in Supermärkten arbeiten, (zu bestimmten Zeiten kann es da manchmal ziemlich stressig sein. Vor allem wenn Ware verräumt werden muss) oder Menschen aus dem Gesundheitswesen und noch viele andere Beispiele aus der Kategorie harte Jobs.

    Dann scheint es tatsächlich unfair zu sein, wenn man in einer Gegend rumfährt, wo man weiß "Ach, hier wohnt doch der Architekt, oder der Immobilien Makler, der sich auf den Verkauf von teuren Häusern spezialisiert hat"

     

    Doch da greift auch wieder das Thema "Jeder baut sich nach seinen Möglichkeiten sein Leben auf" 

     

    Ja und waldgeist hat auch schon über das Pflegepersonal geschrieben. Krankenhaus oder im Seniorenheim.

    Im Krankenhaus ist es selbstverständlich dass die Ärzte hoch geschätzt werden.

    Pflegepersonal konnte sich zum Glück ein etwas besseres Gehalt erkämpfen.

    Liebe Melanie! Ich hätte mir doch gerne auch Antworten auf deine von dir selbst gestellten Fragen erwartet. Ich verstehe auch nicht, ob "das böse Gucken, von denen die sich abrackern" müssen, gleichzeitig als Urteil gegenüber Menschen ohne Erwerb ist.

    Und zum Thema Gesundheitswesen und Pflege: die Menschen die dort arbeiten sind doch selbst Opfer! Und um was geht es dir propositional, wenn du erwähnst, dass jemand "in der Gegend rumfährt"? Ich versuche zu verstehen, was du damit aussagen möchtest, aber ich sehe hier in erster Linie nur Abwertung hervorblitzen. Und gerade das möchte ich nicht! Das war nicht der Grund meines Diskussionsthemas!

     

    Und vor allem ist nicht zulässig einen küstlich konstruierten Gap zwischen den Erwerbstätigen und den Nicht-Erwerbstätigen zu erstellen. Gerade in Zeiten einer exorbitanten Kapital- ( und damit Eigentumskonzentration) ist es nicht angebracht zwischen Lohnabhängigen einen angeblichen Interessenskonflikt hervorzubringen, wenn dieser ganz wo anders liegt. Wenn schon, dann beleuchten wir lieber den berechtigten Antagonismus von Geld und Kapital. Das Problem ist jedoch, dass die meisten nur "Geld" kennen - also das Äquivalent ihres Arbeitseinsatzes (genauer gesagt, ihrer im Erwerbsprozess abgetretenen Lebenszeit) - aber nicht die Kapitalseite von Geld.

  • 08.05.26, 16:42 - Zuletzt bearbeitet 08.05.26, 16:47.

     

     

    Elena:

     

    Karin:

    Gabi

    Sehe ich nicht so, das war deine Interpretation. Zudem zitierte Maresa nicht ein Gesetz sondern äusserte ihre persönliche Meinung und schränkte nur ein durch Willen und Verantwortungsübernahme.

     

    Im Gesetz sind die Einschränkungen ausdrücklich ausgeschrieben.

     

    • Berufsfreiheit (Art. 12 Grundgesetz): Artikel 12 Absatz 1 GG besagt: „Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen.“ Dies schützt die freie Entscheidung, welchen Beruf man ergreifen möchte.
    • Kein Recht auf den Wunschberuf: Das Grundrecht ist in erster Linie ein Abwehrrecht gegen den Staat, also ein Schutz davor, dass der Staat einen Beruf zwangsweise vorschreibt. Es bedeutet nicht, dass der Staat dafür sorgen muss, dass jeder einen Ausbildungsplatz oder eine Stelle in seinem Wunschberuf bekommt.
    • Einschränkungen (Gesetzesvorbehalt): Die Berufsfreiheit ist nicht schrankenlos. Der Staat kann den Zugang zu Berufen durch Gesetze regeln (z.B. durch Notwendigkeit von Studienabschlüssen, Meisterbriefen oder gesundheitlichen Voraussetzungen).

     

    Danke liebe Karin, dass du dir die Zeit nimmst, um sich mit dieser Aussage auseinander zu setzen.

    Noch eine Ergänzung: es geht hier nicht nur um die Menschen mit Behinderungen, sondern auch um die weiteren systemisch benachteiligten Gruppen wie Frauen, Menschen ausländischer Herkunft, farbigen Menschen etc. Es gibt auch Menschen, welche privilegiert sind, können aber ihren Traumberuf im kapitalistischen Kontext nach ihren Werten/ Vorstellungen nicht ausüben. 

    Elena, hier mal Beispiele aus meinem persönlichen Umfeld: 

    * meine Schwiegertochter in spe: weiblich,     ausländische Wurzeln, Umschulung zur Krankenschwester

    * Handwerker, mit denen ich in letzter Zeit zu tun hatte: Syrer (lebt seit 25 J. hier), Polen, Kroaten, Serben

    * meine Schwiegertochter in der Schweiz, weiblich, ausländische Wurzeln

    usw usf

    Und ich habe mit allen Gespräche geführt , sie WOLLEN arbeiten....

    Bin ich ein Einzelfall? Ist meine persönliche Wahrnehmung verzerrt? 

    Ich könnte jetzt auch viele Negativbeispiele auflisten, aber das wäre ein anderes Thema

  • 08.05.26, 16:36 - Zuletzt bearbeitet 08.05.26, 16:36.

     

    Elena:

     

    Karin:

    Gabi

    Sehe ich nicht so, das war deine Interpretation. Zudem zitierte Maresa nicht ein Gesetz sondern äusserte ihre persönliche Meinung und schränkte nur ein durch Willen und Verantwortungsübernahme.

     

    Im Gesetz sind die Einschränkungen ausdrücklich ausgeschrieben.

     

    • Berufsfreiheit (Art. 12 Grundgesetz): Artikel 12 Absatz 1 GG besagt: „Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen.“ Dies schützt die freie Entscheidung, welchen Beruf man ergreifen möchte.
    • Kein Recht auf den Wunschberuf: Das Grundrecht ist in erster Linie ein Abwehrrecht gegen den Staat, also ein Schutz davor, dass der Staat einen Beruf zwangsweise vorschreibt. Es bedeutet nicht, dass der Staat dafür sorgen muss, dass jeder einen Ausbildungsplatz oder eine Stelle in seinem Wunschberuf bekommt.
    • Einschränkungen (Gesetzesvorbehalt): Die Berufsfreiheit ist nicht schrankenlos. Der Staat kann den Zugang zu Berufen durch Gesetze regeln (z.B. durch Notwendigkeit von Studienabschlüssen, Meisterbriefen oder gesundheitlichen Voraussetzungen).

     

    Danke liebe Karin, dass du dir die Zeit nimmst, um sich mit dieser Aussage auseinander zu setzen.

    Noch eine Ergänzung: es geht hier nicht nur um die Menschen mit Behinderungen, sondern auch um die weiteren systemisch benachteiligten Gruppen wie Frauen, Menschen ausländischer Herkunft, farbigen Menschen etc. Es gibt auch Menschen, welche privilegiert sind, können aber ihren Traumberuf im kapitalistischen Kontext nach ihren Werten/ Vorstellungen nicht ausüben. 


    Das Ist alles  sehr pauschal und oberflächlich. Man bedient damit vor allem die bekannte Erzählung vom „bösen System“ und kann sich gleichzeitig moralisch als besonders sozial oder reflektiert darstellen. Eine wirkliche Quintessenz oder ein konkreter Lösungsansatz fehlt hier allerdings ! 

     

    Natürlich gibt es Menschen, die benachteiligt sind. Aber gerade die Schweiz verfügt bereits über ein extrem weit ausgebautes Sozial und Unterstützungssystem, durch das heute kaum noch jemand völlig durch den Rost  fällt. Genau das führt inzwischen aber auch zu enormen finanziellen Belastungen und zu einem immer größeren Bedarf an Menschen, die dieses System überhaupt noch tragen und finanzieren können ! 

     

    Was mich an solchen Aussagen oft stört, ist, dass ständig Forderungen an „die Gesellschaft“ gestellt werden, während die Frage nach Eigenverantwortung und persönlichem Beitrag nahezu komplett ausgeblendet wird. Denn am Ende funktioniert kein System dauerhaft ohne Leistung, Verantwortung und Menschen, die bereit sind, es mitzutragen.

    Und wenn man das Gefühl hat, in einem der wohlhabendsten und sozialsten Länder der Welt dauerhaft benachteiligt zu sein, dann sollte man vielleicht auch hinterfragen, ob das Problem wirklich nur beim System liegt.🙋‍♂️

     


     

  • 08.05.26, 16:31

     

    Elena:

     

    Karin:

    Gabi

    Sehe ich nicht so, das war deine Interpretation. Zudem zitierte Maresa nicht ein Gesetz sondern äusserte ihre persönliche Meinung und schränkte nur ein durch Willen und Verantwortungsübernahme.

     

    Im Gesetz sind die Einschränkungen ausdrücklich ausgeschrieben.

     

    • Berufsfreiheit (Art. 12 Grundgesetz): Artikel 12 Absatz 1 GG besagt: „Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen.“ Dies schützt die freie Entscheidung, welchen Beruf man ergreifen möchte.
    • Kein Recht auf den Wunschberuf: Das Grundrecht ist in erster Linie ein Abwehrrecht gegen den Staat, also ein Schutz davor, dass der Staat einen Beruf zwangsweise vorschreibt. Es bedeutet nicht, dass der Staat dafür sorgen muss, dass jeder einen Ausbildungsplatz oder eine Stelle in seinem Wunschberuf bekommt.
    • Einschränkungen (Gesetzesvorbehalt): Die Berufsfreiheit ist nicht schrankenlos. Der Staat kann den Zugang zu Berufen durch Gesetze regeln (z.B. durch Notwendigkeit von Studienabschlüssen, Meisterbriefen oder gesundheitlichen Voraussetzungen).

     

    Danke liebe Karin, dass du dir die Zeit nimmst, um sich mit dieser Aussage auseinander zu setzen.

    Noch eine Ergänzung: es geht hier nicht nur um die Menschen mit Behinderungen, sondern auch um die weiteren systemisch benachteiligten Gruppen wie Frauen, Menschen ausländischer Herkunft, farbigen Menschen etc. Es gibt auch Menschen, welche privilegiert sind, können aber ihren Traumberuf im kapitalistischen Kontext nach ihren Werten/ Vorstellungen nicht ausüben. 

    Ich finde "Traumberuf" ist ein etwas verklärter Begriff. Auch der schönste Beruf kann nach einiger Zeit langsam etwas bitter werden.

  • 08.05.26, 16:23

    Oh ja, die Frage finde ich auch sehr interessant "Ist die Armut und Ausgrenzung der einen mit dem Privelegienerhalt der andern in einer Demokratie gerecht und akzeptabel?"

     

    Erstmal würde ich klar sagen, nein!

    Es ist überhaupt nicht in Ordnung, wenn "Reiche" ein immer größeres Vermögen anhäufen und diejenigen, die nur ein geringes Einkommen haben, noch mehr aufs Geld achten müssen.

     

    Aber wie entsteht sowas überhaupt?

    Wer ist das denn, der am Ende des Monats sehnsüchtig auf das nächste Gehalt warten muss?

    Und wann ist eigentlich jemand "Arm"?

    also ich finde das schon bisschen auch so wie Maresa es schreibt, dass keiner wirklich in Armut leben muss, wenn er sich denn bemüht. 

    Deswegen verstehe ich das auch nicht mit den vielen Leuten zB bei uns in der Innenstadt, die da auf ihren Decken sitzen, mit den Hunden an der Seite und nach Geld betteln.

    Ok, manchmal hatten die schwere Schicksalsschläge gefolgt von Depressionen und Alkohol puuuhh ja das ist schon eine schwere Variante. Aber es gibt zwei, bzw ab und zu sogar noch ein dritter/ dritte wo ich mir denke, die sehen eigentlich gar nicht wie obdachlose aus🤔

     

    Und meistens werden diese Obdachlosen böse von die/denjenigen angeguckt, die sich auf der Arbeit abrackern, Menschen die zB in Supermärkten arbeiten, (zu bestimmten Zeiten kann es da manchmal ziemlich stressig sein. Vor allem wenn Ware verräumt werden muss) oder Menschen aus dem Gesundheitswesen und noch viele andere Beispiele aus der Kategorie harte Jobs.

    Dann scheint es tatsächlich unfair zu sein, wenn man in einer Gegend rumfährt, wo man weiß "Ach, hier wohnt doch der Architekt, oder der Immobilien Makler, der sich auf den Verkauf von teuren Häusern spezialisiert hat"

     

    Doch da greift auch wieder das Thema "Jeder baut sich nach seinen Möglichkeiten sein Leben auf" 

     

    Ja und waldgeist hat auch schon über das Pflegepersonal geschrieben. Krankenhaus oder im Seniorenheim.

    Im Krankenhaus ist es selbstverständlich dass die Ärzte hoch geschätzt werden.

    Pflegepersonal konnte sich zum Glück ein etwas besseres Gehalt erkämpfen.

  • 08.05.26, 15:37 - Zuletzt bearbeitet 08.05.26, 15:41.

     

    Karin:

    Gabi

    Sehe ich nicht so, das war deine Interpretation. Zudem zitierte Maresa nicht ein Gesetz sondern äusserte ihre persönliche Meinung und schränkte nur ein durch Willen und Verantwortungsübernahme.

     

    Im Gesetz sind die Einschränkungen ausdrücklich ausgeschrieben.

     

    • Berufsfreiheit (Art. 12 Grundgesetz): Artikel 12 Absatz 1 GG besagt: „Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen.“ Dies schützt die freie Entscheidung, welchen Beruf man ergreifen möchte.
    • Kein Recht auf den Wunschberuf: Das Grundrecht ist in erster Linie ein Abwehrrecht gegen den Staat, also ein Schutz davor, dass der Staat einen Beruf zwangsweise vorschreibt. Es bedeutet nicht, dass der Staat dafür sorgen muss, dass jeder einen Ausbildungsplatz oder eine Stelle in seinem Wunschberuf bekommt.
    • Einschränkungen (Gesetzesvorbehalt): Die Berufsfreiheit ist nicht schrankenlos. Der Staat kann den Zugang zu Berufen durch Gesetze regeln (z.B. durch Notwendigkeit von Studienabschlüssen, Meisterbriefen oder gesundheitlichen Voraussetzungen).

    Gabi:

     

    Karin, 

     Bei der Aussage 

    " Jeder kann alles werden..."

     setze ich in Gedanken  dazu  

    " .... nach seinen gesundheitlichen und geistigen Fähigkeiten" .

    Und ich denke, irgendwo steht der Wortlaut  auch so geschrieben ( also gesetzlich verankert).

    Ich habe nur keine Lust, Wiki, KI oder sonstwas zu fragen, aber dafür gibts ja hier Experten.

     

     

     

    Danke liebe Karin, dass du dir die Zeit nimmst, um sich mit dieser Aussage auseinander zu setzen.

    Noch eine Ergänzung: es geht hier nicht nur um die Menschen mit Behinderungen, sondern auch um die weiteren systemisch benachteiligten Gruppen wie Frauen, Menschen ausländischer Herkunft, farbigen Menschen etc. Es gibt auch Menschen, welche privilegiert sind, können aber ihren Traumberuf im kapitalistischen Kontext nach ihren Werten/ Vorstellungen nicht ausüben. 

  • 08.05.26, 15:09

    Gabi

    Sehe ich nicht so, das war deine Interpretation. Zudem zitierte Maresa nicht ein Gesetz sondern äusserte ihre persönliche Meinung und schränkte nur ein durch Willen und Verantwortungsübernahme.

     

    Im Gesetz sind die Einschränkungen ausdrücklich ausgeschrieben.

     

    • Berufsfreiheit (Art. 12 Grundgesetz): Artikel 12 Absatz 1 GG besagt: „Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen.“ Dies schützt die freie Entscheidung, welchen Beruf man ergreifen möchte.
    • Kein Recht auf den Wunschberuf: Das Grundrecht ist in erster Linie ein Abwehrrecht gegen den Staat, also ein Schutz davor, dass der Staat einen Beruf zwangsweise vorschreibt. Es bedeutet nicht, dass der Staat dafür sorgen muss, dass jeder einen Ausbildungsplatz oder eine Stelle in seinem Wunschberuf bekommt.
    • Einschränkungen (Gesetzesvorbehalt): Die Berufsfreiheit ist nicht schrankenlos. Der Staat kann den Zugang zu Berufen durch Gesetze regeln (z.B. durch Notwendigkeit von Studienabschlüssen, Meisterbriefen oder gesundheitlichen Voraussetzungen).

    Gabi:

     

    Karin:

    Gabi

     

    Maresas Aussage:

    die du ja zu 100% zustimmst sagt aus, dass z.B. Jede(r) Pilot werden kann, wenn er will und die Verantwortung für sein Leben übernimmt. Aber wer eine Brille braucht oder rot und grün nicht unterscheiden kann, weil angeboren, wird niemals Pilot auch wenn noch so will und er die Verantwortung für sein Leben übernimmt. Und es gibt viele weitere solche Berufe, die man gewisse körperliche oder geistige Voraussetzungen braucht um überhaupt die Ausbildung dazu machen zu können.

     

    Auch ein Unfall zerstört solche Pläne. 

     

    Die Aussage von Maresa ist nun einmal einfach nicht wahr. Wenn stehen würde manche statt alle hätte ich nicht reklamiert.

     

    Und ich kann der Spruch nicht mehr hören, den er impliziert, jeder der nicht seinen Traumberuf nachgeht ist selber Schuld, hat halt einfach zu wenig Verantwortung für sich übernommen.


     

     

     

     

    Karin, 

     Bei der Aussage 

    " Jeder kann alles werden..."

     setze ich in Gedanken  dazu  

    " .... nach seinen gesundheitlichen und geistigen Fähigkeiten" .

    Und ich denke, irgendwo steht der Wortlaut  auch so geschrieben ( also gesetzlich verankert).

    Ich habe nur keine Lust, Wiki, KI oder sonstwas zu fragen, aber dafür gibts ja hier Experten.

     

     

     

  • 08.05.26, 14:55

    Wie schön, so ein herzerfrischender Artikel, danke Franz. 
    Auch wenn sie ein Flugzeug fliegen kann, wird sie nicht als Pilotin arbeiten können.

    Franz:

    Erfordert außerordentliche Willenskraft sowie ganz "normale" Erziehung durch die Eltern von Geburt an.

    Was macht eigentlich Jessica Cox? - Barrierefrei - Das Online-Magazin

     

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