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  • Wenn plötzlich die Frage kommt – War das schon alles?

    Diskussion · 66 Beiträge · 12 Gefällt mir · 1.584 Aufrufe

    Mit den Jahren verändert sich vieles.
    Man arbeitet hart, baut sich etwas auf, übernimmt Verantwortung, kümmert sich um Familie, Beruf, Alltag und oft auch noch um die Bedürfnisse anderer. Von außen betrachtet scheint vielleicht alles da zu sein: Stabilität, Erfahrung, Sicherheit – vielleicht sogar vieles von dem, was man früher einmal erreichen wollte.

    Und trotzdem gibt es manchmal diesen stillen Moment, in dem man sich fragt:

    „War das jetzt wirklich schon alles?“

    Plötzlich merkt man vielleicht:

    • Der Beruf fordert mehr Kraft als früher
    • Der tägliche Workload lässt kaum Raum zum Durchatmen
    • Freundschaften sind mit der Zeit leiser geworden oder ganz verschwunden
    • Eigene Interessen sind irgendwo zwischen Verpflichtungen verloren gegangen
    • Man funktioniert – aber lebt man auch noch bewusst?

    Viele Menschen erleben irgendwann diesen Punkt, an dem nicht mehr das „Erreichen“ im Vordergrund steht, sondern die Frage:

    „Was bleibt eigentlich von mir selbst übrig?“

    Mich würde interessieren:

    Habt ihr solche Gedanken auch schon erlebt?
    Wann habt ihr gemerkt, dass ihr euch selbst im Alltag verloren habt?
    Und wie findet man wieder heraus, was einen wirklich erfüllt?

    Ich freue mich auf einen ehrlichen Austausch.


     

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    26.04.26, 10:23 - Zuletzt bearbeitet 26.04.26, 10:37.

Beiträge

  • 26.04.26, 12:58

    Hallo Matthias.

     

    Ich versuche hier kurz dir ein paar Gedanken mit zu geben ,da ich hier bei Diskussionen keine guten Erfahrungen gemacht habe .

     

    Von dem was du beschreibst, ich finde es sehr schön das sich scheinbar immer mehr Menschen Gedanken dazu machen .

    Ich finde es ausserst wichtig .

     

    Ich habe seit ich 16 Jahre bin das Gefühl das viele Menschen das Dolche Vita in Deutschland vergessen haben .

    Sie können nur arbeiten .......

     

    Damit meine ich vor allem auch zwischen Menschliche Beziehungen und Freundschaften zu pflegen und sich selbst und eigene Interessen zu pflegen und aus zu bauen .

    Das hat Deutschland vergessen und verlernt .

     

    Mit sich selbst und mit netten Menschen Zeit zu verbringen und sich miteinander auseinander zu setzten ,sich auszutauschen ,was einen bewegt .Bedürfnisse Wünsche Vorstellungen  .....Leidenschaften usw ....

     

    Sich für sich selbst Zeit zu nehmen ,Dinge aus zu probieren.

     

    Dinge hinterfragen Natur und Kultur entdecken ....

    Sich selbst entdecken ... 

     

    Und was ich besonders wichtig finde in Deutschland herrscht so. ein fast schon Glaube ein Mensch kann nur Verantwortung übernehmen und Dinge können und er hat nur eine Daseinsberechtigung  wenn er Klassisch arbeitet und eine Ausbildung oder ein Zertifikat, Studium hat .

     

    Das ist ein fataler Irrglaube weil es nicht stimmt !

    Und ich finde es anmaßend.

     

    Außerdem lässt es sehr vielen hoch Kompetenten Menschen und einer anderen  Form von Leben und Können keinen Platz !

     

    Es gibt Menschen die Autodidaktisch, Lebenspraktisch Lernen die  Innerlich motivierte offen und neugierig sind .

     

    Die Interessen pflegen .sich Können und Kompetenzen über Jahre angeeignet haben ! Autididaktisch heisst auch das man Dinge ausprobiert ob Sie funktionieren oder nicht .

    Was auch heisst das man gewillt ist sich weiter zu bilden .

    Intrinsisch motiviert ist .

     

    Und dann kommt da noch die Prioritäten Setzung dazu 

     

    Zwischen dem was du tust (arbeitest) pflegst du Kontakte zu Freunden und zu Menschen also  dazwischen die dir wichtig sind .

    Die dich bereichern ... 

    Wo es flowt ....

    Ich glaube wenn es flowt dann macht man es so gerne, das man das abwechselt zwischen Arbeiten und sich treffen .

    So gut es geht .

    Weil man es will!

     

    Für mich ist das eine Form von Dolche Vita ,die auch Leistungen erzielen kann. Was auch heisst Wirtschaften und Geld verdienen .

    Weil das geil ist .

    Gesundes Wirtschaften .

     

    In Verbindung damit. das man Gute Kontakte dabei hält und sich auch davon Bereichern lässt, beim arbeiten .

     

    Ich schreibe hier aus eigener gelebter Erfahrung... .. und meinen Visionen ,wie ich es möchte.

    Ich bin selbst Autodidakt.

     

    Ich denke da darf in Deutschland sehr um gedacht werden .

    Ist wahrscheinlich auch mit Anstrengung und Wieder stand verbunden, wie bei jeder Veränderung .

     

    Ich finde es passiert im Schneckentempo 🙈☺️

     

    Und meine Erfahrung ist auch, die jüngere Generation hat auf dieses ungesunde Wirtschaften und leben keine Lust mehr .

    Und ich verstehe es sehr .

     

    Es ist nicht mehr Zeitgemäß und tut nicht gut .

     

    Ich hoffe du kannst damit vielleicht etwas anfangen .

    Jedenfalls will ich dich ermutigen !

     

    Grüße

    Siena 

     

     

     

     

     

     

  • 26.04.26, 12:53

    Die Frage „War das schon alles?“ kommt auf, wenn man bemerkt, wie sich Türen für immer zu schließen beginnen. Wenn Verluste eintreten oder Grenzen des Körpers, der Kräfte oder der Gesundheit spürbar werden.


     

    Es kann auch der Blick auf plötzlich um Jahre jüngere Respektspersonen sein – etwa Ärzte, Polizisten oder Beamte.


     

    Vielleicht hat man sich bei gewissen Träumen oder Ideen gesagt: „Das kann ich später noch machen.“ Und nun ist später, und irgendwie gibt es keine Möglichkeit mehr, es umzusetzen – und in Zukunft wird es nicht besser.


     

  • Wie findet man wieder heraus: Einfach mal Dinge ausprobieren. Wenn Du etwas erleben willst, was Du nich nie erlebt hast, musst Du Dinge tun, die Du noch nie gemacht hast.

     

    ...mal ehrlich: Diese Wellen im Leben gibt es doch ständig. Irgendwas ist immer, weswegen man sich neu definiert, ausrichtet. Aber wie Meresa sagt: eher "Hin zu", als darin verweilen.

     

    Good Luck!

  • 26.04.26, 12:27

    Natürlich noch nicht.

    Das Krematorium war dann schon alles...

     

  • 26.04.26, 12:13 - Zuletzt bearbeitet 26.04.26, 12:20.

    "Befreunde" und "befriede" Dich mit Deiner Vergangenheit, da die Intuition derer die Sinnerfüllung ergab und Dir Sicherheit und Kraft für Neues gibt: Nicht das Ende denken, sondern den (Neu-)Anfang auf Erfahrung gründen!

  • 26.04.26, 12:04 - Zuletzt bearbeitet 26.04.26, 12:23.

    Hier noch ein paar Gedanken dazu... 

     

    Das ist meiner Ansicht nach  eine typische Fragestellung der Midlifecrises. Es ist eine Sinnkrise. Alles erreicht und nun die letzte Lebensphase in Sicht ....

     

    Aber Hand aufs Herz, gibt es viele die sich derart verbogen haben und ein "fremdes" Leben führen? Die Frage wäre dann Warum?  Bequemlichkeit, Konfliktscheuheit und Angst vor Konsequenzen,  mangelnde Kommunikation mit seinem Umfeld, zu wenig Selbstliebe und Vorstellungskraft?

     

    Und wer hat wirklich noch ab 50 die Energie sich selbst wieder zu finden  und sich selbst neu zu erschaffen? Wer intrensisch funktioniert, hat   wahrscheinlich seine Inseln, seine kleinen Auszeiten beibehalten. 

     

    Neuer Job ab 50 , schwierig, da im Arbeitsmarkt das Alter diskriminiert wird. 

     

    Verpflichtungen -  Familie bleibt ja bestehen, auch wenn man sich trennen würde.  Finanziell wird es dann noch enger. Dann erstmal allein weiter - und was macht ihr dann wirklich? 

    Oder rein ins nervige OD?  

    Einen passenden! Partner zu finden braucht ebenfalls Zeit, wenn es denn überhaupt klappt. Das Konzept der neuen Partnerschaft gleicht wahrscheinlich nach einiger Zeit auch dem Konzept der alten. 

     

    Neue Freunde findet man nicht an der nächsten Ecke; die Pflege bestehender braucht Zeit und beiderseitiges Interesse. 

     

    Wenn es nicht nur ein Traum ist, was hindert einen, sich im jetzigen Leben neue Freiräume zu gestalten , (die nicht gegen den gemeinschaftlich vereinbarten Wertekodex verstossen).

     

    Und auch wenn man Angst vor Ablehnung hat, müsste man es halt mal kommunizieren. Vielleicht stösst man wider Erwarten auf offene Ohren ?

     

    Ich glaube bei vielen bleibt es ein diffuses Gedankenspiel, eine Idealvorstellung.  Man würde schon wollen -irgendwie, irgendwo, irgendwann- aber was ist, wenn es dann nicht so wird , wie man es sich erhofft?

     

    Und schmeisst man alles hin und hätte ein ganz neues Leben , würde man dann nicht eben nach einiger Zeit genau jene  Stabilität, Erfahrung und Sicherheit missen? 

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