Hallo zusammen,
am Sonntag war ich in Sankt Anton am Arlberg. Der Tag begann unspektakulär: Ich wollte raus, Neues ausprobieren, und sehen, was mir im alpinen Gelände zwischen die Finger kommt. Das Wetter war passabel, nur die dunklen Wolken blieben hartnäckig in der Nähe, als würden sie nur auf ihren Moment warten. Gegen Abend, als ich von der Bergstation der Kapallbahn hinüber zur Kuchenspitze blickte, grollte es immer wieder. Blitze irgendwo weit hinten. Eine besondere Stimmung, die gleichzeitig aufmerksam machte.
Mein Versuch am Jahnturm war… na ja. Ich weiß selbst nicht, was mich da geritten hat. Von unten sah die Platte mit den Rissen machbar aus, aber aus der Nähe wirkte das neben den Abstürzen einfach nur noch ungut. Ich saß auf einem kleinen Absatz, schaute kurz in die Landschaft und wusste: Weiter geh ich hier nicht.
Der Abstieg war dann nicht so ohne. Ich war konzentriert und meine Bewegungen präzise, und froh, als ich unten war. Und noch froher, dass niemand gesehen hat, wie vorsichtig ich da war. Kurz darauf begann es zu tröpfeln. Nicht schlimm, aber genug, um daran erinnern zu werden, dass in Gelände wie diesem das Zuviel ist.
Der Vallugagrat hingegen war nach meinem Geschmack. Ich stieg ihn das erste Mal direkt an der Kante entlang, ein aussichtsreicher, spannender Grat, je nach Linie T5(+)/II(+). Es fühlte sich richtig gut an.
Oben auf der Valluga nahm ich auch noch einen Grat mit. Die Bewegung tat gut, und ich war ausgeglichen.
Im Abstieg zum Valfagehrjoch sah ich eine Spur unterhalb der Felswände des Lindwurms. Neugier ist manchmal ein schlechter Ratgeber, aber an dem Tag war sie hartnäckig. Ich folgte ihnen und kam an einer steilen Altschneerinne vorbei. Auch diese sah von unten wie ein möglicher Zustieg aus, und tatsächlich stand ich bald vor einem Drahtseil, das aus dem Schnee ragte. Der Rest lag verborgen. Ich wollte nicht aufgeben und suchte mir meinen Weg zwischen der rutschig, bröseligen Felsrippe und dem steilen Schnee. Erst mittendrin wurde mir bewusst, dass das wahrlich kein Ort ist, an dem ich verbleiben möchte.
Weiter oben wechselte ich auf das Schneefeld, das sich etwas zurückgelehnt hatte. Immer noch steil, aber weniger abschüssig. Am Turm hing ein altes, dünnes Drahtseil herab, die Litzen am Ende hatten sich bereits geöffnet - ein Relikt der Lawinensprengseilbahn?
Ich kletterte daran hoch, nahezu senkrecht, eine Hand am Fels. Als der Aufschwung kurz weniger steil wurde, blieb ich stehen: 17:30 - Schluss jetzt, genug der Experimente. Ich drehte um, meine Aufmerksamkeit war nun auf die wirklich steile Altschneerinne gerichtet und begann, Tritte nach unten zu schlagen. Unten angekommen waren meine Hände eiskalt, und als das Gefühl langsam zurückkehrte, brannte es unangenehm.
Auf dem restlichen Abstieg war ich allein. Wiesen voller Delphinium elatum standen da, als hätten sie nur auf mich gewartet. Gegen 21 Uhr war ich müde am Parkplatz der Galzigbahn. Es war ein wunderbar ereignisreicher Tag.
Liebe Grüße
Eine ganz besondere Bergwanderung auf die Zinkwand (2442 m)
Schon seit Jahren wollte ich unbedingt auf die Zinkwand. Nicht weil der Ausblick soll toll sein soll, sondern weil man einen Bergwerkstollen durchqueren muß.
Die Entscheidung viel dann endlich spontan.
Ab dem Weißpriachtal ging es flotten Schrittes in Richtung Zinkwand.
Das Schöne an den Tauern: es gibt überall Wasser und es ist im Gebirge nicht so warm, wie im reinen Felsengebirge.
Auf 2240 Hm gibt es noch einmal eine tolle Quelle, bevor es zum Bergwerkstollen geht.
Taschenlampe darf nicht fehlen.
Fette Rucksäcke können im Stollenbereich hinderlich sein. Im Stollen ist es kühl. An heißen Tagen also angenehm. Man geht gefühlt schon einige Zeit durch den Berg.
Beim Ausgang bedarf es der Hocke.
Wichtig: Nach dem Ausgang geht es zirka 150 Meter weiter und dann rechts auf Eisentritten zum Bergsteig Zinkwand.
Denn der Weg ist nicht wirklich ausgeschildert.
Auf dem Gipfel der Zinkwand gibt es eine großartige Aussicht mit zum Großglockner usw. Nebenan ist gleich der Hochgolling und viele andere Gipfel.
Nach einer Pause mit einem kleinen Gewitter und etwas Regen ging es ebenfalls einen unmarkierten Weg wieder hinab. Bei Nässe sind die Steine Schmierseife.
Dieser unmarkierte Weg führt einem dann wieder zum Hauptweg und damit zum Ausgangspunkt zurück.
Für mich der Höhepunkt meiner bisherigen langjährigen Wanderungen, der Weg auf die Zinkwand.
Ich empfand die Begehung des Stollens großartig und als etwas ganz besonderes. Ein Erlebnis erster Klasse!
Sicherlich werde ich diese Wanderung nochmals in diesem Jahr unternehmen. Bei Interesse gerne melden.
Strecke: 15 km, 1200 Hm
Da lugt ja die Vordere Jamspitze hervor, und rechts hinten andere Spitzen, die sich am Ende des Bieltals befinden. SCHÖN! :-D
Schönfeldspitze
Aufstieg über Schönegg und Wurmkopf 🥾⛰️☀️ Als Belohnung gibt es ein einzigartiges Gipfelkreuz und ein geniales Panorama ☀️🤩🍀
Wow. Kompliment
Was soll ich sagen!?🤸🏼♀️ Perfekte Tour für den ersten Urlaubstag meinerseits 🤟🏼🍀🌞🙌🏼!
Daaaanke an meine super fiten Begleiter für den schönen Bergtag!
Hochreichhart übern Schmähhausrücken, Brandstätterkogel und Maierangerkogel, übern Vorwitzsattel zurück zum PP!
☺️⛰️⛰️⛰️
Wander-Tour ab Muotathal via Chinzig Chulm nach Eggberge. Von dort entweder zu Fuss oder - etwas bequemer - mit der Gondel nach Flüelen.
Auch an sehr heissen Tagen geeignet, wenn man früh startet —> die ersten 3 Stunden des Aufstiegs vorwiegend im Schatten, und dann hat man schon eine Höhe erreicht, wo die Temperaturen erträglich sind 👍🏼
Bis Eggberge Bergstation habe ich inkl. Pausen ca. 8 Stunden gebraucht…
Technisch nicht sehr anspruchsvoll, aber gute Kondition sollte man mitbringen (knapp ca. 1800 hm)
Cima del Lago (2.126m) | Julische Alpen | Italien
Eine Traumtour auf den Cima del Lago (2.126m) - einem wundervollen Aussichtsberg im Grenzgebiet zwischen Italien (Friaul-Julisch Venetien) und Slowenien im westlichen Teil der Julischen Alpen. Der Berg thront majestätisch über dem tiefblauen Lago di Predil (Raibler See). Vom Gipfel hat man einen phänomenalen Rundblick auf die wilden Zacken der Julischen Alpen (wie den nahegelegenen Wischberg/Jôf Fuart) und bis zu den ferneren Hohen Tauern.
Hey Ric, Traumtor für Italien würde auch passen, wenn die Squadra Azzurra dabei wären.... 😉😃
Ich würde morgen gerne eine kleine Wanderung unternehmen, wer hat List sich anzuschließen?
Geplant sind ca 20 km rund um den Dörnberg
Los soll es zwischen 8-9 Uhr morgens gehen
Der frühe Wurm hat einen Vogel…oder so ähnlich 🤣
Heute Megatour aber super schön u ewig lang….
Hexenturm bei Admont im Gesäuse
Am 19.06.2026 gings hoch zum Admonter Haus auf 1.725m. Es ist ein schöner Wanderweg und bei gemütlichem Tempo braucht man 2h 45 min. Zuvor kommt man auch an der Grabneralm vorbei, die einen tollen Ausblick bietet 😁.
Am Nachmittag gings in praller Sonner weiter zum Mittagskogel auf 2.041m, dementsprechend heiß und anstrengend wars 🥵. Der Wanderpfad führt gleich zu Beginn stetig bergauf und ist leicht zu bewältigen, auch wenn es eine exponierte Stelle gibt, welche mit einem Stahlseil versichert ist. Nach ca. 1h steht man am Gipfel und in weiteren 10 Minuten wird der benachbarte Natterriegel mit 2.065m erreicht. Die Aussicht ist echt toll und rundherum bekannte Berge.
Am Abend genossen wir den Sonnenuntergang auf der Admonter Warte, 1.804m. Diese ist gleich neben der Hütte und ist in gute 10 min. erreichbar. Der Pfad rauf ist eher steil und für die ca. letzten 10 Meter ist leichte kraxlerei angesagt.
An diesem Tag legten wir 1.250 Höhenmeter im Aufstieg zurück.
Am nächsten Tag gings dann zum Hexenturm auf 2.172m. Zuerst wieder rauf zum Mittagskogel, weiter zum Natterriegel und dann Abstieg bis zur Gabelung Normalweg/Klettersteigweg. Der Hexensteig ist ein schöner Alpiner Klettersteig, der mal rauf und runter geht. Die einzige B/C-Stelle ist ebenfalls nicht schwer zu meistern. Nach dem Klettersteig wird ein Grat horizontal überquert, bis es dann wieder bergauf geht. Das letzte Stück bis zum Gipfel ist dann wieder felsig und meist versichert. Trittsicher und schwindelfrei sollte man auf jeden Fall sein.
Ausgehend vom Admonter Haus haben wir 2h 20 min. bis zum Hexenturm gebraucht.
Den Abstieg nahmen wir über den Normalweg, welche nicht zu unterschätzen ist. Es gibt hier eine steile schuttige Passage, wo man nicht ausrutschen sollte. Zuerst geht man hinunter zum Roßkar und dann wieder über die Felswand (versichert) hinauf bis zur Gabelung Normalweg/Klettersteigweg. Der Retourweg zum Admonter Haus dauerte 1h 30min. und nach einer Stärkung gings dann zurück ins Tal.
An diesem Tag legten wir ca. 750 Höhenmeter bergauf und 1.600 Höhenmeter im Abstieg zurück.
Es war wieder eine traumhafte Tour.
Ja das ist eine super Tour..