Um mitzumachen, melde dich bitte an.
  • Geht es den Menschen heute zu gut ?

    Diskussion · 29 Beiträge · 490 Aufrufe

    Und sie wissen sich diesen Wohlstand    nicht mehr zu schätzen !  I Es  ist alles selbstverständlich geworden und Anforderung an den Staat sind Anforderungen an die Gesellschaft !  Ist die Gesellschaft wirklich verpflichtet , für alles verantwortlich gemacht zu werden !  

    Aber  als Gesellschaft sind wir uns fremd und wir kennen uns nicht !   Wir grüßen uns auch nicht demnach frage ich mich schon , warum bin ich für dich verpflichtet..🙋‍♂️

     

    14.05.26, 00:59 - Zuletzt bearbeitet 14.05.26, 01:03.

Beiträge

  •  

    Waldgeist:

     

    Peter:

    Beschreibst du die "Zustände" so, dass die Politik es nicht mehr ausreichend schafft, die wesentlichen sozialen, wirtschaftlichen und regionalen Probleme und Aufgaben zu bewältigen, weil sie überfordert ist?

    Und wenn von oben nichts weitergeht, bleibt nur die Alternative, dass sich das Volk selbst hilft und die Probleme und Aufgaben selbst lösen muß...müsste?

     

    Sind die staatlichen Systeme im Kippen und die Politik kann die notwendige Verantwortung, für ein Mindestmass an Stabilität nicht mehr ausreichend übernehmen?

    Das wäre in Wahrheit eine Bankrotterklärung, oder?

    Wird die Verantwortung bewusst und offen immer mehr der Gesellschaft übergeben bzw. überlassen oder ist das ein unausgesprochener, schleichender Prozess, weil Politik ihr Unvermögen nie zugeben könnte? 

     

    Wenn es solche Tendenzen gibt, wäre es ja vorprogrammiert, dass auch Gesellschaft, in ihrer momentanen Konstellation ins "Burn out" schlittert.

    Und "alles" noch kritischer wird?

     

    Wie ernst ist die Lage einzuschätzen.

     

    Das Problem wäre ja vielschichtig und nicht leicht durchschaubar.


    Ich glaube, man sollte aufpassen, nicht jede gesellschaftliche oder wirtschaftliche Schwierigkeit sofort als Zeichen eines bevorstehenden Systemkollapses zu interpretieren. Probleme gibt es ohne Zweifel – steigende Kosten, überlastete Systeme und Unsicherheit nehmen viele Menschen wahr. Trotzdem funktioniert der Staat im Alltag nach wie vor , äPensionen werden bezahlt, Spitäler arbeiten, Schulen funktionieren, Infrastruktur existiert und die meisten Menschen führen weiterhin ein normales Leben.


     

    Dass Gesellschaft mehr Eigenverantwortung übernehmen muss, bedeutet nicht automatisch eine Bankrotterklärung der Politik. Ein Staat kann nicht jede zwischenmenschliche oder soziale Aufgabe vollständig übernehmen. Vielleicht hat man sich in den letzten Jahrzehnten auch daran gewöhnt, dass für jedes Problem sofort nach dem Staat gerufen wird. 
     

    was aber sicher notwendig wäre , nachdem der Staat ja ein Ausgaben und kein Einnahmen  Problem hat, die ganzen  Förderungen an dubiose Vereine zu durchforsten !  Kunstförderungen , wie bei der Biennale in Venedig ( Frau im Urinbecken) Oder eine Filmförderung für einen Politiker zur Selbstinszenierung , ist der Bevölkerung gegenüber ein Hohn !  Aber ich möchte jetzt nicht zu politisch werden und derzeit funktioniert unser System noch einigermaßen .  Die Frage ist eben nur wie lange noch …🙋‍♂️


     

     


     

    Ich kenne weder die Situation in Österreich, noch die genannten Kunstförderungsprojekte, 
    aber Du unterstellst ja schon, dass die Staatshaushalte nur ein Ausgaben und kein Ein-
    nahmenproblem haben, hier in Deutschland beträgt 2026 dass Defizit 127,3Mrd € und die 
    Kunst wird mit 2,2Mrd € sowie Demokratieprojekte mit ca. 540Millionen € gefördert, was
    wenn man diese streicht wohl nicht die Lücke schließt? Die Frage ist doch eher, welche 
    Aufgaben der Staat erfüllen soll und wie er die Kosten zur Finanzierung einnimmt, so dass
    die Bürger*innen das Gefühl haben, dass es gerecht zugeht...

  • Ich kenne mich bei vielen Themen und Bereichen zu wenig gut konkret aus. 

    Kann einfach vom Bürger "heutzutage" nicht mehr erwartet werden oder darf er sich nicht mehr nur darauf verlassen, dass Politik die Bewältigung aller Aufgaben organisiert und bewältigt...wie es vielleicht in den 70ern noch möglich war?

    Ist es an der Zeit, dass "die Bürger" insgesamt mehr Verantwortung und Einsatz für das "Gelingen von Staat" übernehmen "müssen"?

     

    In Bereichen, wo das gut möglich wäre?

     

    Sind das "Bereiche", wie zum einen, in vierlei Hinsicht sparsamer zu leben und/oder auch in bestimmtem Mass Geld auszugeben. Da kenne ich mich immer noch nicht aus, was zielführend ist.

     

    Sind es aber auch Aufgaben, wie mehr soziale Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung. Mehr freiwillige Mithilfe mobilisieren und Bündelung gemeinsamer Kräfte, in Ehrenamt und sozialen Feldern, usw.?

     

    Ist mit "Sparen" auch gemeint, mehr Verzicht auf Überflüssiges und ein "Zurückfahren" der Ansprüche, "ewig" alles haben zu können?

    Wieder zu "lernen", mit weniger=dem Wesentlichen, auszukommen, hauszuhalten und trotzdem zufrieden zu sein?

     

    Wo ist "Gesellschaft da konkret gefordert und in die Mitverantwortung zu nehmen bzw. ein EigenBewusstein auszubilden, "mehr" zum Gelingen "des "Ganzen beizutragen?

    Wo geht was?

  • Gestern, 21:56

     

    Peter:

    Beschreibst du die "Zustände" so, dass die Politik es nicht mehr ausreichend schafft, die wesentlichen sozialen, wirtschaftlichen und regionalen Probleme und Aufgaben zu bewältigen, weil sie überfordert ist?

    Und wenn von oben nichts weitergeht, bleibt nur die Alternative, dass sich das Volk selbst hilft und die Probleme und Aufgaben selbst lösen muß...müsste?

     

    Sind die staatlichen Systeme im Kippen und die Politik kann die notwendige Verantwortung, für ein Mindestmass an Stabilität nicht mehr ausreichend übernehmen?

    Das wäre in Wahrheit eine Bankrotterklärung, oder?

    Wird die Verantwortung bewusst und offen immer mehr der Gesellschaft übergeben bzw. überlassen oder ist das ein unausgesprochener, schleichender Prozess, weil Politik ihr Unvermögen nie zugeben könnte? 

     

    Wenn es solche Tendenzen gibt, wäre es ja vorprogrammiert, dass auch Gesellschaft, in ihrer momentanen Konstellation ins "Burn out" schlittert.

    Und "alles" noch kritischer wird?

     

    Wie ernst ist die Lage einzuschätzen.

     

    Das Problem wäre ja vielschichtig und nicht leicht durchschaubar.


    Ich glaube, man sollte aufpassen, nicht jede gesellschaftliche oder wirtschaftliche Schwierigkeit sofort als Zeichen eines bevorstehenden Systemkollapses zu interpretieren. Probleme gibt es ohne Zweifel – steigende Kosten, überlastete Systeme und Unsicherheit nehmen viele Menschen wahr. Trotzdem funktioniert der Staat im Alltag nach wie vor , äPensionen werden bezahlt, Spitäler arbeiten, Schulen funktionieren, Infrastruktur existiert und die meisten Menschen führen weiterhin ein normales Leben.


     

    Dass Gesellschaft mehr Eigenverantwortung übernehmen muss, bedeutet nicht automatisch eine Bankrotterklärung der Politik. Ein Staat kann nicht jede zwischenmenschliche oder soziale Aufgabe vollständig übernehmen. Vielleicht hat man sich in den letzten Jahrzehnten auch daran gewöhnt, dass für jedes Problem sofort nach dem Staat gerufen wird. 
     

    was aber sicher notwendig wäre , nachdem der Staat ja ein Ausgaben und kein Einnahmen  Problem hat, die ganzen  Förderungen an dubiose Vereine zu durchforsten !  Kunstförderungen , wie bei der Biennale in Venedig ( Frau im Urinbecken) Oder eine Filmförderung für einen Politiker zur Selbstinszenierung , ist der Bevölkerung gegenüber ein Hohn !  Aber ich möchte jetzt nicht zu politisch werden und derzeit funktioniert unser System noch einigermaßen .  Die Frage ist eben nur wie lange noch …🙋‍♂️


     

     


     

  • Beschreibst du die "Zustände" so, dass die Politik es nicht mehr ausreichend schafft, die wesentlichen sozialen, wirtschaftlichen und regionalen Probleme und Aufgaben zu bewältigen, weil sie überfordert ist?

    Und wenn von oben nichts weitergeht, bleibt nur die Alternative, dass sich das Volk selbst hilft und die Probleme und Aufgaben selbst lösen muß...müsste?

     

    Sind die staatlichen Systeme im Kippen und die Politik kann die notwendige Verantwortung, für ein Mindestmass an Stabilität nicht mehr ausreichend übernehmen?

    Das wäre in Wahrheit eine Bankrotterklärung, oder?

    Wird die Verantwortung bewusst und offen immer mehr der Gesellschaft übergeben bzw. überlassen oder ist das ein unausgesprochener, schleichender Prozess, weil Politik ihr Unvermögen nie zugeben könnte? 

     

    Wenn es solche Tendenzen gibt, wäre es ja vorprogrammiert, dass auch Gesellschaft, in ihrer momentanen Konstellation ins "Burn out" schlittert.

    Und "alles" noch kritischer wird?

     

    Wie ernst ist die Lage einzuschätzen.

     

    Das Problem wäre ja vielschichtig und nicht leicht durchschaubar.

  • Gestern, 21:03

     

    Karin:

    Der Pick des Wohlstandes ist vorbei, die Fixkosten klettern in die Höhe, immer mehr workingpoor und verschuldete Familien. So sieht es bei uns aus, das Gesundheitswesen ist überlastet und die Gemeiden teilweise in roten Zahlen, Arbeitslosenzahlen so hoch wie noch nie.

     

     Trotzdem wird noch vieler Orts freundlich gegrüsst, in Dörfer oder Orte wo die Anzahl Menschen eine Ruhepause zwischen den Grüezi zulassen.

     
    Auch in Österreich steigen die Preise durch die hohe Inflation deutlich, und von politischer Seite hört man ständig, dass sich viele Menschen das Leben kaum mehr leisten können.

    Ich war heute mit einer Freundin in einem großen Speiselokal essen. Obwohl wir erst gegen 14 Uhr dort waren, hatten wir Mühe, überhaupt einen Platz für zwei Personen zu bekommen, weil das Lokal komplett voll war. Auffällig war auch, dass dort überwiegend ältere Menschen saßen, obwohl gleichzeitig oft betont wird, dass gerade Pensionisten besonders unter der Inflation leiden.

     

    Dasselbe höre ich auch immer wieder von Kellnerinnen in Heurigenlokalen: Trotz gestiegener Preise sind die Lokale oft bis zur Sperrstunde voll. In Wien ist es an Sonntagen teilweise sogar schwierig, überhaupt noch ein geöffnetes Lokal zu finden, in dem man essen kann und die verbliebenen Lokale sind trotzdem gestopft voll ! 
    Entweder mangelt es an  Personal, oder sie haben es einfach nicht notwendig am Sonntag zu öffnen ! 

     

    Beim Thema „Working Poor“ sollte man außerdem unterscheiden, ob jemand zu wenig Stunden arbeitet oder ob die Bezahlung tatsächlich zu niedrig ist. In Österreich gibt es Kollektivverträge und gesetzliche Mindeststandards, auf die sich Arbeitnehmer berufen können.
     

    Und was das Grüßen betrifft: In einem Dorf mag das noch selbstverständlich sein. In einer Stadt mit zwei Millionen Einwohnern , wäre es allerdings eher schwierig, jeden Menschen zu grüßen, der einem begegnet. 
    Deshalb  habe ich es auch mit dem grüßen nur symbolisch gemeint! 
     

    Anbei  ein Foto mit Rechnung , wie teuer es ist wenn man mit drei Kindern essen geht …( das aber bitte nicht zu ernst nehmen)  😉

    IMG_3140.jpeg


     

  •  

    Waldgeist:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Schau mal auf deinen Lohnzettel oder deine Rechnungen durch, für alles was Du beschreibst, 
    was manche als selbstverständlich ansehen, bezahlt man auch Geld, die Frage die ich mir ge-
    rade stelle ist, welche Forderungen an den Staat hälst Du denn für übertrieben? 

     

    Natürlich führen "wir" ein privilegiertes Leben, aber hast Du dich im Umkehrschluss auch mal 
    gefragt, wie diese Privilegien zustande kamen, angefangen bei Kolonialisierung bis hin zu 
    ganz modernen Rohstoffraub, der den Exportländern keine eigene wirtschaftliche Entwicklung 
    ermöglicht? Rohstoffraub: Kampagne zur Rohstoffinitiative der EU - Attac Deutschland - www.attac.de


    Natürlich kann man jede Diskussion auf Kolonialismus und globale Ungleichheit ausweiten aber dann wechselt man das Thema, statt die Frage zu beantworten.

    Die ursprüngliche Frage war, was im eigenen System überzogen oder diskutierbar ist nicht eine Weltgeschichtsstunde.

    Der heutige Wohlstand basiert auch auf Generationen von Arbeit, Aufbauleistung und gesellschaftlicher Stabilität, nicht nur auf einem einseitigen Ausbeutungsnarrativ.

    Wenn man nur noch historische Schuld betont, werden konkrete Probleme und Lösungen im Heute kaum mehr sachlich diskutierbar.

    Ausserdem  bist du ja Profiteur von diesen System und hast noch  nicht wesentliches dazu beigetragen !   
     


     

    Ich habe nicht nur Kolonialismus sondern auch derzeitige Raubbau angesprochen und gar 
    nicht in Abrede gestellt, dass hierzulande viele Menschen für den Wohlstand gearbeitet 
    haben, aber man sollte historische Schuld schon beachten und Du schießt doch hier pau-
    schal gegen Menschen denen es aus deiner Sicht zu gut geht zudem hast Du meine Frage,
    welche Forderungen an den Staat hälst Du denn für übertrieben?, nicht beantwortet....

    ...aber über 20 Jahre Arbeit ist für dich ja auch nicht wesentlich^^ ... und da wären wir 
    dann wieder bei der Frage, wer denn den meisten Wohlstand in der DACH-
    Region besitzt und wie viel Anteil sie am gesellschaftlichen Zusammenleben leisten: 
    Bericht zur sozialen Ungleichheit 2026 | Oxfam Deutschland

  • 16.05.26, 21:42

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Waldgeist:

     

    Nane , Bin ganz deiner Meinung. Und dass wir gesellschaftlich miteinander verbunden sind, findet man schon im Matthäus Evangelium „wir sind alle Brüder und Schwestern“. 😉

     

    Wohlstand kann natürlich Zufriedenheit und Glück nicht ersetzen, aber er trägt wesentlich zu Lebensqualität und Sicherheit bei.
     

    Trotzdem glaube ich, dass vieles zu selbstverständlich geworden ist: sauberes Wasser, das aus der Leitung kommt, ein Klick auf den Schalter und es wird Licht ,  gefüllte Supermärkte, individuelle Mobilität, medizinische Versorgung oder die Sicherheit, dass im Notfall tatsächlich Hilfe kommt , selbst  habe das erst kürzlich selbst erlebt.

    Auch sozial sind wir in vielen Bereichen abgesichert. Dieser Standard ist für viele schon so normal geworden, dass man den Unterschied oft erst erkennt, wenn man Länder sieht, in denen Armut oder fehlende Versorgung noch zum Alltag gehören.

    Natürlich will der Mensch immer mehr Wohlstand. Aber vielleicht würde es uns manchmal guttun, sich öfter bewusst zu machen, was wir bereits haben und es auch mehr zu schätzen wissen ! 🙋‍♂️
     


     


     

    Schau mal auf deinen Lohnzettel oder deine Rechnungen durch, für alles was Du beschreibst, 
    was manche als selbstverständlich ansehen, bezahlt man auch Geld, die Frage die ich mir ge-
    rade stelle ist, welche Forderungen an den Staat hälst Du denn für übertrieben? 

     

    Stefan:

     

     

    Es gibt natürlich immer Extrem-Situationen, dennoch wird, unterm Strich, fast jeder irgendwie "aufgefangen", wenn es nötig ist und man es will. Fast alle Menschen können einfach  "leben", ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen. Historisch und auch international betrachtet ist das schon ein Privileg.

     

    Darüber hinaus finde ich den Beitrag von Alberto wichtig: Wohlstand ist definitiv nicht mit Wohlbefinden und Glück gleichzusetzen - auch dieses Bewusstsein ist, in unsereren industriell-kapitalistisch geprägten Ländern, teilweise abhanden gekommen. Das ist jedoch eher eine andere Diskussion 😉

    Natürlich führen "wir" ein privilegiertes Leben, aber hast Du dich im Umkehrschluss auch mal 
    gefragt, wie diese Privilegien zustande kamen, angefangen bei Kolonialisierung bis hin zu 
    ganz modernen Rohstoffraub, der den Exportländern keine eigene wirtschaftliche Entwicklung 
    ermöglicht? Rohstoffraub: Kampagne zur Rohstoffinitiative der EU - Attac Deutschland - www.attac.de


    Natürlich kann man jede Diskussion auf Kolonialismus und globale Ungleichheit ausweiten aber dann wechselt man das Thema, statt die Frage zu beantworten.

    Die ursprüngliche Frage war, was im eigenen System überzogen oder diskutierbar ist nicht eine Weltgeschichtsstunde.

    Der heutige Wohlstand basiert auch auf Generationen von Arbeit, Aufbauleistung und gesellschaftlicher Stabilität, nicht nur auf einem einseitigen Ausbeutungsnarrativ.

    Wenn man nur noch historische Schuld betont, werden konkrete Probleme und Lösungen im Heute kaum mehr sachlich diskutierbar.

    Ausserdem  bist du ja Profiteur von diesen System und hast noch  nicht wesentliches dazu beigetragen !   
     


     

  •  

    Stefan:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Schau mal auf deinen Lohnzettel oder deine Rechnungen durch, für alles was Du beschreibst, 
    was manche als selbstverständlich ansehen, bezahlt man auch Geld, die Frage die ich mir ge-
    rade stelle ist, welche Forderungen an den Staat hälst Du denn für übertrieben? 

     

    Natürlich führen "wir" ein privilegiertes Leben, aber hast Du dich im Umkehrschluss auch mal 
    gefragt, wie diese Privilegien zustande kamen, angefangen bei Kolonialisierung bis hin zu 
    ganz modernen Rohstoffraub, der den Exportländern keine eigene wirtschaftliche Entwicklung 
    ermöglicht? Rohstoffraub: Kampagne zur Rohstoffinitiative der EU - Attac Deutschland - www.attac.de

     

    Ich bin mir nicht sicher, was du damit sagen willst 😉

    Dass die Grundlage, auf der Wohlstand vieler Industrienationen beruht, moralisch gesehen mindestens zweifelhaft ist, steht wohl außer Frage. 

    Im Grunde unterstreicht es doch noch die Aussage, dass viele Menschen gar nicht wissen wie gut es Ihnen geht und was für ein Glück sie hatten, in einem Land geboren worden zu sein, welches zu den Ausbeutern und nicht den Ausgebeuteten zählt 🤔

    Ich sehe dieses Privileg durchaus als Verantwortung, gesellschaftliche Veränderungen anzustre-ben und damit eben Forderungen an den Staat zu stellen, die Dinge so zu regeln, dass auch 
    ärmere Länder sich wirtschaftlich entwickeln können, als einzelner kann man durchaus auf 
    sein Konsumverhalten achten, sich beschränken und Bio- oder Fairtradeprodukte kaufen, 
    aber einfach nur gegen die Menschen zu schießen und pauschal zu sagen, es geht ihnen zu gut, 
    finde ich überzogen, weil niemand weis welche Kämpfe sie tatsächlich täglich für ihren Wohl-
    stand leisten...

    ... und da wären wir dann wieder bei der Frage, wer denn den meisten Wohlstand in der DACH-
    Region besitzt und wie viel Anteil sie am gesellschaftlichen Zusammenleben leisten: 
    Bericht zur sozialen Ungleichheit 2026 | Oxfam Deutschland

  • 16.05.26, 21:15

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Waldgeist:

     

    Nane , Bin ganz deiner Meinung. Und dass wir gesellschaftlich miteinander verbunden sind, findet man schon im Matthäus Evangelium „wir sind alle Brüder und Schwestern“. 😉

     

    Wohlstand kann natürlich Zufriedenheit und Glück nicht ersetzen, aber er trägt wesentlich zu Lebensqualität und Sicherheit bei.
     

    Trotzdem glaube ich, dass vieles zu selbstverständlich geworden ist: sauberes Wasser, das aus der Leitung kommt, ein Klick auf den Schalter und es wird Licht ,  gefüllte Supermärkte, individuelle Mobilität, medizinische Versorgung oder die Sicherheit, dass im Notfall tatsächlich Hilfe kommt , selbst  habe das erst kürzlich selbst erlebt.

    Auch sozial sind wir in vielen Bereichen abgesichert. Dieser Standard ist für viele schon so normal geworden, dass man den Unterschied oft erst erkennt, wenn man Länder sieht, in denen Armut oder fehlende Versorgung noch zum Alltag gehören.

    Natürlich will der Mensch immer mehr Wohlstand. Aber vielleicht würde es uns manchmal guttun, sich öfter bewusst zu machen, was wir bereits haben und es auch mehr zu schätzen wissen ! 🙋‍♂️
     


     


     

    Schau mal auf deinen Lohnzettel oder deine Rechnungen durch, für alles was Du beschreibst, 
    was manche als selbstverständlich ansehen, bezahlt man auch Geld, die Frage die ich mir ge-
    rade stelle ist, welche Forderungen an den Staat hälst Du denn für übertrieben? 

     

    Stefan:

     

     

    Es gibt natürlich immer Extrem-Situationen, dennoch wird, unterm Strich, fast jeder irgendwie "aufgefangen", wenn es nötig ist und man es will. Fast alle Menschen können einfach  "leben", ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen. Historisch und auch international betrachtet ist das schon ein Privileg.

     

    Darüber hinaus finde ich den Beitrag von Alberto wichtig: Wohlstand ist definitiv nicht mit Wohlbefinden und Glück gleichzusetzen - auch dieses Bewusstsein ist, in unsereren industriell-kapitalistisch geprägten Ländern, teilweise abhanden gekommen. Das ist jedoch eher eine andere Diskussion 😉

    Natürlich führen "wir" ein privilegiertes Leben, aber hast Du dich im Umkehrschluss auch mal 
    gefragt, wie diese Privilegien zustande kamen, angefangen bei Kolonialisierung bis hin zu 
    ganz modernen Rohstoffraub, der den Exportländern keine eigene wirtschaftliche Entwicklung 
    ermöglicht? Rohstoffraub: Kampagne zur Rohstoffinitiative der EU - Attac Deutschland - www.attac.de

     

    Ich bin mir nicht sicher, was du damit sagen willst 😉

    Dass die Grundlage, auf der Wohlstand vieler Industrienationen beruht, moralisch gesehen mindestens zweifelhaft ist, steht wohl außer Frage. 

    Im Grunde unterstreicht es doch noch die Aussage, dass viele Menschen gar nicht wissen wie gut es Ihnen geht und was für ein Glück sie hatten, in einem Land geboren worden zu sein, welches zu den Ausbeutern und nicht den Ausgebeuteten zählt 🤔

  •  

    Waldgeist:

     

    Nane:

    Ich glaube nicht, dass es den Menschen „zu gut“ geht - eher, dass vieles selbstverständlich geworden ist. Früher war man oft dankbarer für kleine Dinge, heute wird vieles sofort erwartet. Gleichzeitig darf man aber nicht vergessen, dass auch viele Menschen trotz Wohlstand unter Druck, Einsamkeit oder Sorgen leiden.


    Und ja, eine Gesellschaft funktioniert nur, wenn man nicht nur fordert, sondern auch selbst etwas beiträgt. Ein freundliches Grüßen, Respekt oder Rücksicht kosten nichts, machen aber oft einen großen Unterschied. 🙂


    Trotzdem sind wir als Gesellschaft irgendwo miteinander verbunden - auch wenn wir uns nicht persönlich kennen. Denn jeder kann einmal in eine Situation kommen, in der er froh ist, dass andere nicht einfach wegschauen.

    Nane , Bin ganz deiner Meinung. Und dass wir gesellschaftlich miteinander verbunden sind, findet man schon im Matthäus Evangelium „wir sind alle Brüder und Schwestern“. 😉

     

    Wohlstand kann natürlich Zufriedenheit und Glück nicht ersetzen, aber er trägt wesentlich zu Lebensqualität und Sicherheit bei.
     

    Trotzdem glaube ich, dass vieles zu selbstverständlich geworden ist: sauberes Wasser, das aus der Leitung kommt, ein Klick auf den Schalter und es wird Licht ,  gefüllte Supermärkte, individuelle Mobilität, medizinische Versorgung oder die Sicherheit, dass im Notfall tatsächlich Hilfe kommt , selbst  habe das erst kürzlich selbst erlebt.

    Auch sozial sind wir in vielen Bereichen abgesichert. Dieser Standard ist für viele schon so normal geworden, dass man den Unterschied oft erst erkennt, wenn man Länder sieht, in denen Armut oder fehlende Versorgung noch zum Alltag gehören.

    Natürlich will der Mensch immer mehr Wohlstand. Aber vielleicht würde es uns manchmal guttun, sich öfter bewusst zu machen, was wir bereits haben und es auch mehr zu schätzen wissen ! 🙋‍♂️
     


     


     

    Schau mal auf deinen Lohnzettel oder deine Rechnungen durch, für alles was Du beschreibst, 
    was manche als selbstverständlich ansehen, bezahlt man auch Geld, die Frage die ich mir ge-
    rade stelle ist, welche Forderungen an den Staat hälst Du denn für übertrieben? 

     

    Stefan:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Ich denke dieser Vergleich mit anderen Ecken der Erde, denen es wohl schlechter geht, schärft
    zwar die Sinne für den Wohlstand indem wir leben, hilft einen aber nicht beim Lösen der Alltags-
    probleme die man eventuell hat, denn wenn man seine Miete nicht zahlt, landet man auch rela-
    tiv schnell auf der Strasse oder wenn man gesundheitliche Probleme hat, muss man oft eine 
    Odyssee durchlaufen, damit einen geholfen wird und dass trotz der enormen Ausgaben für das
    Gesundheitswesen....

     

    Es gibt natürlich immer Extrem-Situationen, dennoch wird, unterm Strich, fast jeder irgendwie "aufgefangen", wenn es nötig ist und man es will. Fast alle Menschen können einfach  "leben", ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen. Historisch und auch international betrachtet ist das schon ein Privileg.

     

    Darüber hinaus finde ich den Beitrag von Alberto wichtig: Wohlstand ist definitiv nicht mit Wohlbefinden und Glück gleichzusetzen - auch dieses Bewusstsein ist, in unsereren industriell-kapitalistisch geprägten Ländern, teilweise abhanden gekommen. Das ist jedoch eher eine andere Diskussion 😉

    Natürlich führen "wir" ein privilegiertes Leben, aber hast Du dich im Umkehrschluss auch mal 
    gefragt, wie diese Privilegien zustande kamen, angefangen bei Kolonialisierung bis hin zu 
    ganz modernen Rohstoffraub, der den Exportländern keine eigene wirtschaftliche Entwicklung 
    ermöglicht? Rohstoffraub: Kampagne zur Rohstoffinitiative der EU - Attac Deutschland - www.attac.de

  • 16.05.26, 20:00

     

    Nane:

    Ich glaube nicht, dass es den Menschen „zu gut“ geht - eher, dass vieles selbstverständlich geworden ist. Früher war man oft dankbarer für kleine Dinge, heute wird vieles sofort erwartet. Gleichzeitig darf man aber nicht vergessen, dass auch viele Menschen trotz Wohlstand unter Druck, Einsamkeit oder Sorgen leiden.


    Und ja, eine Gesellschaft funktioniert nur, wenn man nicht nur fordert, sondern auch selbst etwas beiträgt. Ein freundliches Grüßen, Respekt oder Rücksicht kosten nichts, machen aber oft einen großen Unterschied. 🙂


    Trotzdem sind wir als Gesellschaft irgendwo miteinander verbunden - auch wenn wir uns nicht persönlich kennen. Denn jeder kann einmal in eine Situation kommen, in der er froh ist, dass andere nicht einfach wegschauen.

    Nane , Bin ganz deiner Meinung. Und dass wir gesellschaftlich miteinander verbunden sind, findet man schon im Matthäus Evangelium „wir sind alle Brüder und Schwestern“. 😉

     

    Wohlstand kann natürlich Zufriedenheit und Glück nicht ersetzen, aber er trägt wesentlich zu Lebensqualität und Sicherheit bei.
     

    Trotzdem glaube ich, dass vieles zu selbstverständlich geworden ist: sauberes Wasser, das aus der Leitung kommt, ein Klick auf den Schalter und es wird Licht ,  gefüllte Supermärkte, individuelle Mobilität, medizinische Versorgung oder die Sicherheit, dass im Notfall tatsächlich Hilfe kommt , selbst  habe das erst kürzlich selbst erlebt.

    Auch sozial sind wir in vielen Bereichen abgesichert. Dieser Standard ist für viele schon so normal geworden, dass man den Unterschied oft erst erkennt, wenn man Länder sieht, in denen Armut oder fehlende Versorgung noch zum Alltag gehören.

    Natürlich will der Mensch immer mehr Wohlstand. Aber vielleicht würde es uns manchmal guttun, sich öfter bewusst zu machen, was wir bereits haben und es auch mehr zu schätzen wissen ! 🙋‍♂️
     


     


     

  • 16.05.26, 17:43

    Ich glaube nicht, dass es den Menschen „zu gut“ geht - eher, dass vieles selbstverständlich geworden ist. Früher war man oft dankbarer für kleine Dinge, heute wird vieles sofort erwartet. Gleichzeitig darf man aber nicht vergessen, dass auch viele Menschen trotz Wohlstand unter Druck, Einsamkeit oder Sorgen leiden.


    Und ja, eine Gesellschaft funktioniert nur, wenn man nicht nur fordert, sondern auch selbst etwas beiträgt. Ein freundliches Grüßen, Respekt oder Rücksicht kosten nichts, machen aber oft einen großen Unterschied. 🙂


    Trotzdem sind wir als Gesellschaft irgendwo miteinander verbunden - auch wenn wir uns nicht persönlich kennen. Denn jeder kann einmal in eine Situation kommen, in der er froh ist, dass andere nicht einfach wegschauen.

  • 16.05.26, 16:49

    Der Pick des Wohlstandes ist vorbei, die Fixkosten klettern in die Höhe, immer mehr workingpoor und verschuldete Familien. So sieht es bei uns aus, das Gesundheitswesen ist überlastet und die Gemeiden teilweise in roten Zahlen, Arbeitslosenzahlen so hoch wie noch nie.

     

     Trotzdem wird noch vieler Orts freundlich gegrüsst, in Dörfer oder Orte wo die Anzahl Menschen eine Ruhepause zwischen den Grüezi zulassen.

  • 16.05.26, 16:14 - Zuletzt bearbeitet 16.05.26, 16:14.

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Stefan:

    Rein psychologisch gesehn kann es Menschen tatsächlich "zu gut" gehen, auch wenn das irgendwie merkwürdig klingt. An vielen Stellen, vor allem in der westlichen Hemisphäre, ist das jedoch gut zu beobachten. Unzufriedenheit  trotz Überfluss, die "Qual" der Wahl, fehlender Antrieb um gegen Wiederstände anzugehen... 

     

    Viel wichtiger finde ich persönlich die Frage: "Wissen die Menschen (hier) eigentlich, wie gut es Ihnen grundsätzlich geht?" 

    Und dafür fehlt, meiner Erfahrung und Beobachtung nach, vielen einfach die andere Perspektive. 

    Auch mir ist es tatsächlich erst durch diverse Reisen in andere Ecken dieser Welt so richtig bewusst geworden - und meine Lebenseinstellung hat sich definitiv verändert.

    Ich denke dieser Vergleich mit anderen Ecken der Erde, denen es wohl schlechter geht, schärft
    zwar die Sinne für den Wohlstand indem wir leben, hilft einen aber nicht beim Lösen der Alltags-
    probleme die man eventuell hat, denn wenn man seine Miete nicht zahlt, landet man auch rela-
    tiv schnell auf der Strasse oder wenn man gesundheitliche Probleme hat, muss man oft eine 
    Odyssee durchlaufen, damit einen geholfen wird und dass trotz der enormen Ausgaben für das
    Gesundheitswesen....

     

    Es gibt natürlich immer Extrem-Situationen, dennoch wird, unterm Strich, fast jeder irgendwie "aufgefangen", wenn es nötig ist und man es will. Fast alle Menschen können einfach  "leben", ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen. Historisch und auch international betrachtet ist das schon ein Privileg.

     

    Darüber hinaus finde ich den Beitrag von Alberto wichtig: Wohlstand ist definitiv nicht mit Wohlbefinden und Glück gleichzusetzen - auch dieses Bewusstsein ist, in unsereren industriell-kapitalistisch geprägten Ländern, teilweise abhanden gekommen. Das ist jedoch eher eine andere Diskussion 😉

  •  

    Waldgeist:

     

    Stefan:

    Rein psychologisch gesehn kann es Menschen tatsächlich "zu gut" gehen, auch wenn das irgendwie merkwürdig klingt. An vielen Stellen, vor allem in der westlichen Hemisphäre, ist das jedoch gut zu beobachten. Unzufriedenheit  trotz Überfluss, die "Qual" der Wahl, fehlender Antrieb um gegen Wiederstände anzugehen... 

     

    Viel wichtiger finde ich persönlich die Frage: "Wissen die Menschen (hier) eigentlich, wie gut es Ihnen grundsätzlich geht?" 

    Und dafür fehlt, meiner Erfahrung und Beobachtung nach, vielen einfach die andere Perspektive. 

    Auch mir ist es tatsächlich erst durch diverse Reisen in andere Ecken dieser Welt so richtig bewusst geworden - und meine Lebenseinstellung hat sich definitiv verändert.


    Das stimmt und der Weitblick über die Grenzen verändert vielleicht unsere Perspektive ! 

    Der 2014 aus Syrien nach Österreich geflüchtete Kabarettist und Autor Omar Khir Alanam beschreibt in seinem Buch „Danke! Wie Österreich meine Heimat wurde“, wie erstaunt sein Vater in Syrien über unser Sozialsystem reagiert. Für ihn ist es kaum nachvollziehbar, dass Menschen auch ohne Arbeit finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten.

    Omar schildert außerdem, dass manche seiner syrischen Freunde zunächst gar nicht glauben konnten, dass der Staat tatsächlich Geld überweist, ohne eine direkte Gegenleistung zu verlangen. Teilweise entstanden dabei auch völlig absurde Vorstellungen darüber, warum Europa Flüchtlinge aufnimmt. Sie waren überzeugt davon , dass man sie nach Österreich geholt hat , um unsere Frauen glücklich zu machen ! ( kein Scherz und man kann es in diesem Buch nachlesen) 
     

    Genau das zeigt eigentlich, wie selbstverständlich unser Wohlstand und unser Sozialsystem für viele von uns geworden sind. Für Menschen aus anderen Teilen der Welt wirkt so etwas fast wie eine Utopie. Man vergisst oft, auf welchem Niveau Sicherheit und soziale Absicherung in Europa überhaupt stattfinden ! 🙋‍♂️


     

    Du verkennst, dass unsere europäischen Sozialsysteme nicht geschenkt, sondern erkämpft wurden und schau mal in die USA wo es ohne diese Sozialsysteme trotz hohen Wohlstands
    auch viel mehr Not und Elend gibt...

  • 16.05.26, 15:43

    @Waldgeist

    (materieller) Wohlstand ≠ Wohlbefinden

     

    Das wird bei Wohlstandsargumenten bzw. debatten meist außen vor gelassen. Ein (relativ) hoher (materieller) Wohlstand einer Gesellschaft sagt wenig über ihr Wohlbefinden aus, denn dieses ist primär von ihrer Beziehungsfähigkeit abhängig, welche in unserer Gesellschaft (Deutschland) wenig vorhanden ist. Daraus resultiert auch die sehr angespannte gegenwärtige Lage und das ein großer Anteil an Menschen (unbewusst) Kompensationstrategien nachgeht, psychische und oder physische Leiden hat. 

     

    So kann es sein, dass in Gegenden / Ländern mit geringen Wohlstand glücklichere Menschen leben als hier. 

     

    Deine genannte Begrüßung findet auf der Beziehungsebene statt und ist weniger wohlstandsabhängig. Statt Pflicht bevorzuge ich das Wort Verantwortung - über uns selbst und unser Wirken im Außen und damit auch die Konsequenzen.

  • 16.05.26, 15:41

     

    Stefan:

    Rein psychologisch gesehn kann es Menschen tatsächlich "zu gut" gehen, auch wenn das irgendwie merkwürdig klingt. An vielen Stellen, vor allem in der westlichen Hemisphäre, ist das jedoch gut zu beobachten. Unzufriedenheit  trotz Überfluss, die "Qual" der Wahl, fehlender Antrieb um gegen Wiederstände anzugehen... 

     

    Viel wichtiger finde ich persönlich die Frage: "Wissen die Menschen (hier) eigentlich, wie gut es Ihnen grundsätzlich geht?" 

    Und dafür fehlt, meiner Erfahrung und Beobachtung nach, vielen einfach die andere Perspektive. 

    Auch mir ist es tatsächlich erst durch diverse Reisen in andere Ecken dieser Welt so richtig bewusst geworden - und meine Lebenseinstellung hat sich definitiv verändert.


    Das stimmt und der Weitblick über die Grenzen verändert vielleicht unsere Perspektive ! 

    Der 2014 aus Syrien nach Österreich geflüchtete Kabarettist und Autor Omar Khir Alanam beschreibt in seinem Buch „Danke! Wie Österreich meine Heimat wurde“, wie erstaunt sein Vater in Syrien über unser Sozialsystem reagiert. Für ihn ist es kaum nachvollziehbar, dass Menschen auch ohne Arbeit finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten.

    Omar schildert außerdem, dass manche seiner syrischen Freunde zunächst gar nicht glauben konnten, dass der Staat tatsächlich Geld überweist, ohne eine direkte Gegenleistung zu verlangen. Teilweise entstanden dabei auch völlig absurde Vorstellungen darüber, warum Europa Flüchtlinge aufnimmt. Sie waren überzeugt davon , dass man sie nach Österreich geholt hat , um unsere Frauen glücklich zu machen ! ( kein Scherz und man kann es in diesem Buch nachlesen) 
     

    Genau das zeigt eigentlich, wie selbstverständlich unser Wohlstand und unser Sozialsystem für viele von uns geworden sind. Für Menschen aus anderen Teilen der Welt wirkt so etwas fast wie eine Utopie. Man vergisst oft, auf welchem Niveau Sicherheit und soziale Absicherung in Europa überhaupt stattfinden ! 🙋‍♂️


     

  •  

    Maresa:

    Diese versorgende "Hängematte-Mentalität", sowie dieses sich gegen alles und jedes versichern zu wollen, blockiert das vom Reden ins MACHEN kommen und führt zu Trägheit.

     

    Die Buhmänner:frauen der Nation - ➡️  die Boomer-Generation - hat i.d.R. mehr als 40 Jahre geklotzt und war DEN ihr geebneten Weg weitergegangen und hat ihn "kultiviert"; jetzt KÖNNTE man ihn verschönern, Blümchen pflanzen und GIEßEN - Konjunktiv 🙄!

     

     

    Ohne die Lebensleistung der Boomer gering schätzen zu wollen, aber es gibt auch einige 
    Boomer die mit ihrer Generation hadern, weil sie gesellschaftliche Probleme zu lange ha-
    ben laufen lassen und sich nicht mal auf den Weg zur Lösung gemacht haben, Beispiel
    Klimawandel...

  •  

    Stefan:

    Rein psychologisch gesehn kann es Menschen tatsächlich "zu gut" gehen, auch wenn das irgendwie merkwürdig klingt. An vielen Stellen, vor allem in der westlichen Hemisphäre, ist das jedoch gut zu beobachten. Unzufriedenheit  trotz Überfluss, die "Qual" der Wahl, fehlender Antrieb um gegen Wiederstände anzugehen... 

     

    Viel wichtiger finde ich persönlich die Frage: "Wissen die Menschen (hier) eigentlich, wie gut es Ihnen grundsätzlich geht?" 

    Und dafür fehlt, meiner Erfahrung und Beobachtung nach, vielen einfach die andere Perspektive. 

    Auch mir ist es tatsächlich erst durch diverse Reisen in andere Ecken dieser Welt so richtig bewusst geworden - und meine Lebenseinstellung hat sich definitiv verändert.

    Ich denke dieser Vergleich mit anderen Ecken der Erde, denen es wohl schlechter geht, schärft
    zwar die Sinne für den Wohlstand indem wir leben, hilft einen aber nicht beim Lösen der Alltags-
    probleme die man eventuell hat, denn wenn man seine Miete nicht zahlt, landet man auch rela-
    tiv schnell auf der Strasse oder wenn man gesundheitliche Probleme hat, muss man oft eine 
    Odyssee durchlaufen, damit einen geholfen wird und dass trotz der enormen Ausgaben für das
    Gesundheitswesen....

  • 16.05.26, 15:24 - Zuletzt bearbeitet 16.05.26, 15:27.

    Bine ,  nachdem ich bei dir blockiert bin kann ich nur auf diese Weise Antworten und nicht direkt auf deinen Beitrag ! 
    Welcher  Thread trägt  bei dir positiv zu einer Stimmung bei in einer Diskussion und warum hat Wohlstand keine Relevanz und ist keine Realität ? 
    Wenn Wohlstand weder Relevanz noch Realität besitzen  , dann liege ich mit diesem Thema   genau richtig, demnach ist er zu sehr zur Selbstverständlich  geworden und man weiß ihn sich nicht mehr zu schätzen . 
    Sorry  dass es dir die Stimmung verdirbt , aber du musst meine Beiträge künftig nicht mehr lesen . 
    Und  ich habe auch dich nicht persönlich kritisiert,  sondern nur generell die Frage gestellt,  ob der Wohlstand heute schon zu selbstverständlich ist . Respektive der Staat für alles verantwortlich gemacht werden kann ! 


     

     

Interesse geweckt? Jetzt kostenlos registrieren!

Du bist nur einen Klick entfernt. Die Registrierung dauert nur 1 Minute.