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  • Der grosse Widerspruch der Liebe

    Diskussion · 178 Beiträge · 6 Gefällt mir · 2.637 Aufrufe
    Tony aus Langnau im Emmental

     

    Mit diesem Thread komme ich an ein vorläufiges Ende meiner Trilogie über die Liebe.

     

    Der geneigte Leser weiss, dass meine Threads eine längere Aufmerksamkeitsspanne als 30 Sekunden benötigen. Darum lese nur weiter, wenn du Freude am Denken und Lesen hast.

     

    Im ersten Thread der ‚Zwei Arten von Liebenden‘ haben wir darüber nachgedacht, was es braucht, um in einer Beziehung das Gleichgewicht zu halten.

     

    Im zweiten Thread ‚Die Liebes - DNA deines Lebens‘ versuchte ich das grundsätzliche Liebesverständnis eines jeden Menschen von einer donativen und einer possessiven Liebe aufzuzeigen.

     

    Dieser Thread hier erachte ich als bedeutend einfacher, weil er sich nicht mit der Tiefe unserer Seelen und ihrer Beschaffenheit beschäftigt, sondern mehr in der Anwendung der Liebe im täglichen Leben einer Partnerschaft oder auch anderswo.

     

    Ich glaube die reine Liebe ist eine freiwillige Antwort meines Herzens. Sie kann nicht erzwungen werden. Und trotzdem neigen wir dazu, die Liebe in ein Korsett zu stecken, damit ich ihr sicher sein kann. Das grösste Regelwerk der Liebe ist sicher das der Ehe. Es reicht von der Gesetzgebung, über die Religion und damit der Kultur, bis in die tiefsten Ecken unseres Herzens hinein.

     

    Zwei Menschen finden und verlieben sich. Ich glaube die Grundlage des Verliebtseins ist genau diese Freiwilligkeit, die wir als Paar automatisch institutionalisieren, sei es durch unsere Gewohnheiten und Erwartungen, oder sogar durch das Gesetz vor dem Traualtar.

     

    So stecken wir die Liebe immer tiefer in Zwänge, die ihr die Freiwilligkeit rauben und daraus eine Pflicht machen.

     

    Ich erachte das als der grosse Widerspruch der Liebe, ja, er erstickt sie regelrecht, im wahrsten Sinne des Wortes. Wer kann ihm entrinnen oder in einer Partnerschaft sogar auflösen?

     

    Deswegen die Ehe zu verteufeln, scheint mir sicher zu kurz gegriffen.

     

    Ich bin gespannt, was deine Meinung dazu ist.

    02.04.26, 17:41

Beiträge

  •  

    Elena:

     

    Peter:

     

    Ich bleib dabei. Nicht nur weil ich provozieren möchte. 

    Sondern weil ich davon überzeugt bin.

    Verliebtheit, Sexualtrieb, Sexualität gehören zur Liebe dazu.

    Sind von ihrer Qualität unterschiedlich, sind aber ebenbürtiger Bereich der Liebe.

     

    Aber das interessante ist ja, dass für das unterschiedlich ist.

    Und da nicht einig.

     

    Wie es wirklich ist, kann ein einzelner gar nicht erfassen, das bleibt immer subjektiv.

    Und: Es wäre erforderlich sich eingehender auszutauschen.

    Was verstehst du unter Liebe? Was ich?

    Was stimmt für uns? Was nicht?

    Welche Erfshrungen hast du gemacht?

    Welche ich?

    Usw.

    Es ist Frage was du alles unter Sex verstehst. Das Geschlechtsverkehr an sich ist natürlich und gehört zu unseren Überlebensinstinkten. Tiere machen das auch, da sie ihren Trieben folgen und niemand denkt, sie wären verliebt.

    Die menschliche Liebe hingegen ist facettenreich, kann prima ohne Sex bestehen und sogar sich noch stärker entwickeln, der Sex kann eine Ausdrucksmöglichkeit der Liebe sein, kommt natürlich aufs „wie“ an.

    Ja, Sex...Sexualtrieb...als Ausdrucksform der Liebe.

    Völlig gleichberechtigt...wage ich mal zu sagen.

    Für das Verliebtsein gilt ähnliches.

    "Passiert" mehr in einer einleitenden Phase der Liebe, ist aber gleichberechtigtes und ebenso bedeutendes "Element" der Liebe.

    Für mich nicht an den Rand zu schieben oder als unwichtiger zu sehen.

    Sondern gehört dazu.

     

    "Leider" verliert sich die Verliebtheit ...

    Und oft "leider" auch die sexuelle Anziehungsenergie in der Beziehung.

     

    Für mich werden diese Bereiche deshalb nicht unwichtiger.

    Natürlich werden dann andere Qualitäten in der Beziehung er/lebbarer, wenn die Beziehung..."tiefer gehen kann".

     

     

  • 07.04.26, 11:50

     

    Peter:

     

    Karin:

    Nö, Verliebtheit und der anfängliche Sexualtrieb haben mit Liebe gar nix zu tun sondern ist nur eine chemische Reaktion im Zusammenhang mit Pheromonen/Hormonen

     

    Liebe kommt erst, wenn dieser Hormoncoktail abflaut und damit die Freundschaft und das Vertrauen. Wenn nicht ist es dem Untergang geweiht da es nur Schauspiel ist.

     

    Ich gebe Elena komplett recht und wer nicht, hat die wahre Liebe noch nie gespürt.

     

    Ich bleib dabei. Nicht nur weil ich provozieren möchte. 

    Sondern weil ich davon überzeugt bin.

    Verliebtheit, Sexualtrieb, Sexualität gehören zur Liebe dazu.

    Sind von ihrer Qualität unterschiedlich, sind aber ebenbürtiger Bereich der Liebe.

     

    Aber das interessante ist ja, dass für das unterschiedlich ist.

    Und da nicht einig.

     

    Wie es wirklich ist, kann ein einzelner gar nicht erfassen, das bleibt immer subjektiv.

    Und: Es wäre erforderlich sich eingehender auszutauschen.

    Was verstehst du unter Liebe? Was ich?

    Was stimmt für uns? Was nicht?

    Welche Erfshrungen hast du gemacht?

    Welche ich?

    Usw.

    Es ist Frage was du alles unter Sex verstehst. Das Geschlechtsverkehr an sich ist natürlich und gehört zu unseren Überlebensinstinkten. Tiere machen das auch, da sie ihren Trieben folgen und niemand denkt, sie wären verliebt.

    Die menschliche Liebe hingegen ist facettenreich, kann prima ohne Sex bestehen und sogar sich noch stärker entwickeln, der Sex kann eine Ausdrucksmöglichkeit der Liebe sein, kommt natürlich aufs „wie“ an.

  • 07.04.26, 10:40 - Zuletzt bearbeitet 07.04.26, 10:41.

     

    MoH:

     

    Mandi:

    "Liebe ist ein starkes Gefühl von tiefer Zuneigung, Verbundenheit und Fürsorge für einen anderen Menschen."

    …und damit das Gegenteil von frei!

    Aber ganz persönlich sehe ich darin zumindest nicht die reine Unfreiheit (= Gegenteil von frei). Kommt drauf an, was man aus diesem Gefühl macht. Unser Großhirn haben wir ja auch noch, übergestülpt über dem Gefühlshirn.

  •  

    MoH:

    …und damit das Gegenteil von frei!

    Aber was ist die Wahrheit? Es ist Mehrheitsmeinung des Netzes, sozusagen. Das muss nicht wahr sein.

     

    Aber vermutlich gibt es hier nicht nur eine Wahrheit. Liebe ist keine Physik. Außer man reduziert sie rein auf Triebe, dann ist sie reine Biologie.

  • 07.04.26, 10:34

     

    Mandi:

     

    Peter:

    Was verstehst du unter Liebe? Was ich?

    Da fängt es schon mal an.

     

    Deshalb habe ich ganz unbefangen den Computer befragt:

     

    "Was ist Liebe? Kurz."

     

    Antwort:

    "Liebe ist ein starkes Gefühl von tiefer Zuneigung, Verbundenheit und Fürsorge für einen anderen Menschen."

     

    Der gesamte Inhalt des Netzes vom Computer in einen einzelnen Satz abdestilliert.

     

    "stark"

    "tief"

     

    Tja...

    …und damit das Gegenteil von frei!

  •  

    Peter:

    Was verstehst du unter Liebe? Was ich?

    Da fängt es schon mal an.

     

    Deshalb habe ich ganz unbefangen den Computer befragt:

     

    "Was ist Liebe? Kurz."

     

    Antwort:

    "Liebe ist ein starkes Gefühl von tiefer Zuneigung, Verbundenheit und Fürsorge für einen anderen Menschen."

     

    Der gesamte Inhalt des Netzes vom Computer in einen einzelnen Satz abdestilliert.

     

    "stark"

    "tief"

     

    Tja...

  •  

    Karin:

    Nö, Verliebtheit und der anfängliche Sexualtrieb haben mit Liebe gar nix zu tun sondern ist nur eine chemische Reaktion im Zusammenhang mit Pheromonen/Hormonen

     

    Liebe kommt erst, wenn dieser Hormoncoktail abflaut und damit die Freundschaft und das Vertrauen. Wenn nicht ist es dem Untergang geweiht da es nur Schauspiel ist.

     

    Ich gebe Elena komplett recht und wer nicht, hat die wahre Liebe noch nie gespürt.

    Peter:

     

    Verliebtheit und Sexualtrieb sind eine "reine" Form sich zu lieben.

    Eine reine Form von Liebe.

    Verliebtheit und Sexualtrieb ist etwas sehr, sehr Liebevolles. Ich möchte gar nicht sagen, dass sie zur Liebe dazugehören, sondern ich sage, sie sind Ausdruck von Liebe.

    Sind...können eingebettet sein...in dieser freien...grossen Liebe...(die eh kaum erreicht wird aber von uns ersehnt wird, von der zumindest wissen)

    Liebe ohne Verliebtsein und Sexualtrieb ist kaum möglich und ganz.

     

    Ich bleib dabei. Nicht nur weil ich provozieren möchte. 

    Sondern weil ich davon überzeugt bin.

    Verliebtheit, Sexualtrieb, Sexualität gehören zur Liebe dazu.

    Sind von ihrer Qualität unterschiedlich, sind aber ebenbürtiger Bereich der Liebe.

     

    Aber das interessante ist ja, dass für das unterschiedlich ist.

    Und da nicht einig.

     

    Wie es wirklich ist, kann ein einzelner gar nicht erfassen, das bleibt immer subjektiv.

    Und: Es wäre erforderlich sich eingehender auszutauschen.

    Was verstehst du unter Liebe? Was ich?

    Was stimmt für uns? Was nicht?

    Welche Erfshrungen hast du gemacht?

    Welche ich?

    Usw.

  • 07.04.26, 09:27

     

    Tony:

     

    Elena:

     

    Die Verliebtheit oder Sexualtrieb hat eben mit der Liebe gar nichts zu tun. Die Beziehungen auf freundschaftlicher Basis enthalten viel mehr Potenzial. 

    So ein Pech, wenn der Mann mit dem du im Bett liegst auch noch dein Freund ist. Schlimmer kann es nicht mehr werden.

    Mache dir keine Sorgen. Ein Mann, der Sex mit Liebe gleichsetzt und sich nichts anderes vorstellen kann, interessiert mich nicht. Sex ist kein Eintrittsticket für körperliche Intimität und nicht die einzige Möglichkeit die menschliche Seele zu berühren. Mir tun die Menschen leid, welche sich nur in diesem Rahmen berühren lassen. Sie sind auf Einsamkeit programmiert. Der Mensch ist so viel mehr als das. 

  •  

    MoH:

    Das mag eine äußerst unreife und verklärte Sicht darauf sein, aber ich kann mich nicht als ein frei schwebender Luftballon vorstellen. 🎈 

    Jeder hat sein ganz eigenes Wohlfühlmaß von Bindung und Freiheit.

    Die Pole Nähebedürfnis - Distanzbedürfnis spielen hier rein.

     

    Tony:

    Einen Menschen zu lieben, ohne ihn besitzen zu wollen wäre also im Moment meine Formel, um den Widerspruch aufzulösen. Und wenn ich ihn mit seinem Leib, Seele und Geist nicht besitze, ist er auch frei mich zu lieben, ja, diese kann erst jetzt richtig fliessen. Damit haben wir das Problem mit dem Freiheitsentzug auch gelöst.

    Genau meine Meinung.

    "Was du liebst, lasse frei.

    Kehrt es zu dir zurück, ist es "dein".

    Kehrt es nicht zu dir zurück, war es nie "dein"".

     

    Absichtlich mit "dein" den Aspekt "meine Menschen" von MoH reingebracht.

     

    Es geht immer ums persönlich gesunde Ausmaß. Und nachdem das verschieden ist, kann es schon mal im Gebälk krachen.

  • 07.04.26, 08:13

    Heute muss ich einen komplett konträren Gedankengang einbringen und mit euch teilen.

     

    Betrachte ich Liebe abseits von einer Partnerschaft, dann hat sie ganz viel mit Besitzdenken zu tun: meine Kinder, meine Eltern, meine Geschwister, meine Familie, meine Freunde,… MEINE!

    Nicht selten benehmen wir uns in Notsituationen mit unseren An-GEHÖRIGEN als wären sie Teil unseres Selbst. Wir fühlen ihren Schmerz, ihre Freude und fiebern mit. Wir wollen unsere Lieblingsmenschen in all ihrer Gesundheit, ihrer Pracht und ihrem Glück sehen.

    Ein krankes Kind „MUSS“ wieder gesund werden, an etwas anderes kann eine liebende Mutter gar nicht denken. Daran ist nichts Selbst-LOSES, da geht es um mein eigenes Fleisch und Blut, das ist überlebenswichtig. Das Kind muss irgendwann das Nest verlassen und in sein eigenes Leben gehen, die Verbindung/die Liebe bleibt.

    In meiner eigenen Sippe finde ich HALT, denn ich werde GEHALTEN und ich HALTE dich fest, damit du nicht auseinander fällst.

    In meinen Augen braucht Liebe ganz viel von diesem Zu-GEHÖRIGKEITs-Gefühl, sie nährt sich daraus.

    Einen geliebten Menschen zu verlieren macht uns regelrecht krank, wir spüren körperliche Schmerzen und haben messbare Krankheitssymptome. Der Teil in mir, der zu dieser geliebten Person GEHÖRT hat, wurde für immer entfernt. Es nennt sich TRENNUNGs-Schmerz.

     

    In einem Liebesakt verbindet man sich körperlich, emotional, seelisch miteinander. Man wird für eine kurze Zeit auch physisch ein Ganzes. Sex ver-bindet.
     

    Eine Ehe bedeutet für mich, jemand in meine Familie/Sippe aufzu-NEHMEN mit all den Verpflichtungen die diese mit sich bringt. Die Freiheit liegt in MIR, in meiner Entscheidung es genauso haben zu wollen und das Leben mit meinem Partner zu gestalten. - Ich bin FREI zu wählen.

     

    Das mag eine äußerst unreife und verklärte Sicht darauf sein, aber ich kann mich nicht als ein frei schwebender Luftballon vorstellen. 🎈 

  • 07.04.26, 08:04

    Und noch ein grosser Irrtum, tiefe Liebe kann auch ohne jeglichen Sexualtrieb gelebt werden:

    Eltern-Kind und umgekehrt, Omas, Opas-Enkel,

    zu einem Haustier und was Haustiere geben können. Tiefe Freundschaften sind oft auch durch Liebe verbunden. 
    Es gibt so viele Formen der Liebe ohne jeglichen Sexualtrieb

    Peter:

     

    Tony:

     

    So ein Pech, wenn der Mann mit dem du im Bett liegst auch noch dein Freund ist. Schlimmer kann es nicht mehr werden.

    Verliebtheit und Sexualtrieb sind eine "reine" Form sich zu lieben.

    Eine reine Form von Liebe.

    Verliebtheit und Sexualtrieb ist etwas sehr, sehr Liebevolles. Ich möchte gar nicht sagen, dass sie zur Liebe dazugehören, sondern ich sage, sie sind Ausdruck von Liebe.

    Sind...können eingebettet sein...in dieser freien...grossen Liebe...(die eh kaum erreicht wird aber von uns ersehnt wird, von der zumindest wissen)

    Liebe ohne Verliebtsein und Sexualtrieb ist kaum möglich und ganz.

     

  • 07.04.26, 07:58

    Nö, Verliebtheit und der anfängliche Sexualtrieb haben mit Liebe gar nix zu tun sondern ist nur eine chemische Reaktion im Zusammenhang mit Pheromonen/Hormonen

     

    Liebe kommt erst, wenn dieser Hormoncoktail abflaut und damit die Freundschaft und das Vertrauen. Wenn nicht ist es dem Untergang geweiht da es nur Schauspiel ist.

     

    Ich gebe Elena komplett recht und wer nicht, hat die wahre Liebe noch nie gespürt.

    Peter:

     

    Tony:

     

    So ein Pech, wenn der Mann mit dem du im Bett liegst auch noch dein Freund ist. Schlimmer kann es nicht mehr werden.

    Verliebtheit und Sexualtrieb sind eine "reine" Form sich zu lieben.

    Eine reine Form von Liebe.

    Verliebtheit und Sexualtrieb ist etwas sehr, sehr Liebevolles. Ich möchte gar nicht sagen, dass sie zur Liebe dazugehören, sondern ich sage, sie sind Ausdruck von Liebe.

    Sind...können eingebettet sein...in dieser freien...grossen Liebe...(die eh kaum erreicht wird aber von uns ersehnt wird, von der zumindest wissen)

    Liebe ohne Verliebtsein und Sexualtrieb ist kaum möglich und ganz.

     

  •  

    Tony:

     

    Elena:

     

    Die Verliebtheit oder Sexualtrieb hat eben mit der Liebe gar nichts zu tun. Die Beziehungen auf freundschaftlicher Basis enthalten viel mehr Potenzial. 

    So ein Pech, wenn der Mann mit dem du im Bett liegst auch noch dein Freund ist. Schlimmer kann es nicht mehr werden.

    Verliebtheit und Sexualtrieb sind eine "reine" Form sich zu lieben.

    Eine reine Form von Liebe.

    Verliebtheit und Sexualtrieb ist etwas sehr, sehr Liebevolles. Ich möchte gar nicht sagen, dass sie zur Liebe dazugehören, sondern ich sage, sie sind Ausdruck von Liebe.

    Sind...können eingebettet sein...in dieser freien...grossen Liebe...(die eh kaum erreicht wird aber von uns ersehnt wird, von der zumindest wissen)

    Liebe ohne Verliebtsein und Sexualtrieb ist kaum möglich und ganz.

  •  

    Elena:

     

    Mandi:

     

    Es gibt ja den Ausspruch: "Verliebt wie am ersten Tag".

     

    Einerseits ist das zumindest biologisch nicht möglich, diser Hormoncocktail würde uns auf dauer bald umbringen.

     

    Andererseits kann ich mir aber Verliebtheitswellen, immer wieder mit dem selben Menschen, vorstellen. Die bringen einen nicht um, sondern beleben - einen selber und die Beziehung.

    Die Verliebtheit oder Sexualtrieb hat eben mit der Liebe gar nichts zu tun. Die Beziehungen auf freundschaftlicher Basis enthalten viel mehr Potenzial. 

    So ein Pech, wenn der Mann mit dem du im Bett liegst auch noch dein Freund ist. Schlimmer kann es nicht mehr werden.

  •  

     

    An Tony: Ich weiss nicht nach was Du suchst. Irgendwie bist Du trotz uns immer noch auf derselben Schleife, dass alles ein Widerspruch per se sei.

    Du beschreibst das Gefühl, kurz vor dem Durchbruch zu stehen. Den gönne ich Dir.

     

    Habe ich das richtig aufgefasst: Wenn Du nicht Dich an eine Partnerschaft binden würdest, wärst Du immer wieder neu verliebt in andere Frauen? Somit pernament verliebt? Und das ist nur ohne Partnerschaft möglich und darum ist jene eine Einschränkung?

     

    Es gibt berühmte Künstler, die verliebten sich immer wieder mal. Und trotzdem war eine Ehefrau da, die das akzeptieren konnte. Auch gibt es Paare, die lassen sich gegenseitig sehr viele Freiheiten.

     

    Vielleicht liegt der Hase mit der Suche ja ganz woanders begraben. Vielleicht lautet das Hauptthema unbewusste Bindungsangst?

     

    Liebe Nanda

     

    Es ist immer schön etwas von dir zu hören. Deine Bodenständigkeit tut uns allen gut. Geistige Höhenflüge sind gut und recht, nur muss man auch wieder sicher landen können. Das mit der Bindungsangst ist ein interessanter Hinweis, dem ich nachgehen werde. Überhaupt staune ich über die komplexe Kommunikation in diesem Thread und die Ernsthaftigkeit mit der wir unsere Glaubens- und Gedankengebilde verstehen wollen und auch kommentieren.

     

    Ich glaube ich habe tatsächlich einen weiteren interessanten Aspekt gefunden. Eigentlich ist er in meiner These 'Wenn ich die Liebe in meiner Partnerschaft nicht festhalten würde, ...' schon enthalten.

     

    Möglicherweise handelt es sich um die Habsucht. Diese kann man uns auch nicht verübeln, denn endlich habe ich den Partner meines Lebens gefunden und darum will ich alles von ihm besitzen: seinen Körper, seine Seele, sein Leben und eben auch seine Liebe.
     

    Ich glaube wir dürfen überhaupt nichts von einem anderen Menschen besitzen und die Liebe reagiert auf diesen Übergriff am empfindlichsten. Sie ist wie ein wilder scheuer Vogel, der sofort davonfliegt, wenn man ihn fangen will und wenn man ihn in einen Käfig sperrt, hört er auf zu singen und zu essen und fällt schon bald von seinem Stängeli. Wenn man ihn aber ehrt und achtet, wird er immer zutraulicher und pickt schon bald die Körner aus meiner offenen Hand. Wenn ich sein Zutrauen gewonnen habe, kommt er ganz sicher wieder, denn er will genährt werden. So ist es auch mit der Liebe.

     

    Es heisst: Alle Männer wollen immer nur eins und das ist schmutzig. Das ist eine Lüge. Ich glaube die meisten Männer wollen ein friedliches, harmonisches und einfaches Zusammenleben mit der Frau ihres Lebens und wollen mit ihr alt werden. Sie wollen nicht immer wieder in ihrer Beziehungsarbeit bei Null anfangen. Darum: nein, du hast mich falsch verstanden.

     

    Mir kommt da die Liedzeile von Bob Dylan in den Sinn:

     

    I gave her my heart, but she wanted my soul.

     

    Diese Besitzansprüche sind bei Frauen und Männer gleichermassen vorhanden, sie sind für die Liebe absolut tödlich und sie reizen zu Neid und Eifersucht. Die Besitzansprüche an den Körper meines Partners kann man noch nachvollziehen. Bei der Seele wird es pathogen und bei der Liebe geradezu absurd. Aber dennoch versuchen wir es mit der Verzweiflung eines Ertrinkenden.
     

    Einen Menschen zu lieben, ohne ihn besitzen zu wollen wäre also im Moment meine Formel, um den Widerspruch aufzulösen. Und wenn ich ihn mit seinem Leib, Seele und Geist nicht besitze, ist er auch frei mich zu lieben, ja, diese kann erst jetzt richtig fliessen. Damit haben wir das Problem mit dem Freiheitsentzug auch gelöst.
     

    Et voilà.

  • 06.04.26, 22:27

     

    Nanda:

    Nun Nino, ich habe gelernt, dass wirklich alles, alles hat immer zeitgleich zwei Seiten. Auch Affirmationen, Frequenzen usw.. Aber das führt vom Thema weg. 😉.

    Oder vielleicht nur eine, wenn du dein Bewusstsein noch einen Schritt erweiterst.

  • 06.04.26, 22:16

    Nun Nino, ich habe gelernt, dass wirklich alles, alles hat immer zeitgleich zwei Seiten. Auch Affirmationen, Frequenzen usw.. Aber das führt vom Thema weg. 😉.

  • 06.04.26, 22:09

     

    Nanda:

    Nun ja. Komme wieder ich, wieder mal mit Skepsis "hindefüre". Das was Nino beschreibt, Karezza- musste ich tatsächlich googeln- um zu verstehen, was man genau darunter versteht. 

     

    Ich denke da an Langzeitfolgen. Kann man das denn auch wieder lösen? Was, wenn die Person nicht so edel ist, wie sie scheint? Einfach nur an den spirituellen Aspekt gedacht. 

     

    Irgendwo hat man ja so eine gegenseitige energetische Abhängigkeit geschaffen, wenn ich das richtig auffasse-? 

    Kundalini Yoga, binaurale Beats in Kombination mit Affirmationen, Fasten ...

  • 06.04.26, 19:18

    Nun ja. Komme wieder ich, wieder mal mit Skepsis "hindefüre". Das was Nino beschreibt, Karezza- musste ich tatsächlich googeln- um zu verstehen, was man genau darunter versteht. 

     

    Ich denke da an Langzeitfolgen. Kann man das denn auch wieder lösen? Was, wenn die Person nicht so edel ist, wie sie scheint? Einfach nur an den spirituellen Aspekt gedacht. 

     

    Irgendwo hat man ja so eine gegenseitige energetische Abhängigkeit geschaffen, wenn ich das richtig auffasse-? 

     

    An Tony: Ich weiss nicht nach was Du suchst. Irgendwie bist Du trotz uns immer noch auf derselben Schleife, dass alles ein Widerspruch per se sei.

    Du beschreibst das Gefühl, kurz vor dem Durchbruch zu stehen. Den gönne ich Dir.

     

    Habe ich das richtig aufgefasst: Wenn Du nicht Dich an eine Partnerschaft binden würdest, wärst Du immer wieder neu verliebt in andere Frauen? Somit pernament verliebt? Und das ist nur ohne Partnerschaft möglich und darum ist jene eine Einschränkung?

     

    Es gibt berühmte Künstler, die verliebten sich immer wieder mal. Und trotzdem war eine Ehefrau da, die das akzeptieren konnte. Auch gibt es Paare, die lassen sich gegenseitig sehr viele Freiheiten.

     

    Vielleicht liegt der Hase mit der Suche ja ganz woanders begraben. Vielleicht lautet das Hauptthema unbewusste Bindungsangst?

     

  • 06.04.26, 09:34

     

    Mandi:

     

    Tony:

    Wenn ich die Liebe in meiner Partnerschaft nicht festhalten würde, dann wäre es möglich, dass ich permanent verliebt sein kann.

    Es gibt ja den Ausspruch: "Verliebt wie am ersten Tag".

     

    Einerseits ist das zumindest biologisch nicht möglich, diser Hormoncocktail würde uns auf dauer bald umbringen.

     

    Andererseits kann ich mir aber Verliebtheitswellen, immer wieder mit dem selben Menschen, vorstellen. Die bringen einen nicht um, sondern beleben - einen selber und die Beziehung.

    Die Verliebtheit oder Sexualtrieb hat eben mit der Liebe gar nichts zu tun. Die Beziehungen auf freundschaftlicher Basis enthalten viel mehr Potenzial. 

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