... dass man Menschen bewusst in Notlagen bringt? Dass man Menschen bewusst versklavt, ausgrenzt ... kurz gesagt - unter einem offiziellen Bekenntnis zu den Menschenrechten (EMRK) entwürdigt? Dies in einem der wohlhabendsten Länder Welt, in dem das oberste Perzentil zwischen 40 und 50 Prozent und das oberste Dezil über 70 bis 80 Prozent des Gesamtvermögens verfügt. Ist das fair? Ist es gerecht? Ist es vorausschauend? Ist es "demokratisch"? Wie hängt diese "soziale Praxis" mit dem Wirtschaftssystem zusammen? In welchem Kontext sind die Menschenrechte von 1948 bzw. 1966 entstanden? Gibt es gesellschaftliche Klassen die aus den Ereignissen des 20. Jahrhunderts tatsächlich keine Lehren gezogen haben? Was ist mit "struktureller Gewalt" gemeint und was passiert, wenn man sie leichtfertig billigt? Was sagt es über uns als Menschen und Gesellschaft aus, wenn wir diese künstlich geschaffenen Verhältnisse tolerieren und uns abwenden. Wenn die einen sich um Genuss, Zerstreuung, Kunst und Kultur kümmern, währen andere untergehen und in allen Bereichen marginalisiert werden? Wenn die einen im Überfluss leben, die meisten in passiver Konformität, aber andere um ihre psychische und physische Unversehrtheit gebracht werden, obwohl es Wege gäbe, sich wie auch Betroffenen, die Würde zu wahren. Was bedeutet die Missachtung von Würde? Und um wessen Würde dreht es sich? Wann endet Frieden? Mit einem offiziellen Kriegseintritt oder bereits zuvor? Was passiert, wenn wir die Liebe aufkündigen? Und vor allem: was tritt an ihrer Stelle zutage? Ist das Recht auf Frieden nicht das grundlegendste Prinzip einer Demokratie? Aus meiner Sicht bedeutet die Erhaltung des Friedens für alle, ebenso den Zugang zu Ressourcen für alle. Ist Frieden nicht auch ein Synonym für Gerechtigkeit?
Wie seht ihr das? Welchen Zugang habt denn ihr zu den Begriffen Liebe, Frieden und Gerechtigkeit? Ist die Armut und Ausgrenzung der einen mit dem Privilegienerhalt der anderen in einer Demokratie gerecht und akzeptabel?
https://orf.at/stories/3429152/