Ich verstehe das "Keine Toleranz, für die Intoleranten?" nicht.
Ist das nicht intolerant? Wer definiert, was richtige Toleranz ist und was nicht?
Entweder man ist tolerant, oder eben nicht, da gibt es m.A.n. keine wirksamen Klauseln, die Sonderregelungen ermöglichen.
Wie seht ihr das?
Beiträge
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Stefan:
undefined
Es gibt ja auch guten und schlechten Hass...
Das ist neusprech...ist midern
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Stefan:
Maresa:
Ginge das auch mit anderen?
Ich frage für einen "Freund"!
Ich bin quasi im Ruhestand lebender Hexenmeister/Exorzist/Heiler.
Das funktioniert am besten, wenn leichtfertig "gewünscht" wird.Wie geht "leichtfertig"?
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Maresa:
Stefan:
Ok, damit hast Du alle Deine "Wünsche", für die nächsten 13 Jahre verbraucht.
Ginge das auch mit anderen?
Ich frage für einen "Freund"!
Ich bin quasi im Ruhestand lebender Hexenmeister/Exorzist/Heiler.
Das funktioniert am besten, wenn leichtfertig "gewünscht" wird. -
Stefan:
Coke:
was ist mit "keine intoleranz, gegenüber den toleranten" erkläre mir das bitte nicht.
Ok, damit hast Du alle Deine "Wünsche", für die nächsten 13 Jahre verbraucht.
Ginge das auch mit anderen?
Ich frage für einen "Freund"!
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Coke:
was ist mit "keine intoleranz, gegenüber den toleranten" erkläre mir das bitte nicht.
Ok, damit hast Du alle Deine "Wünsche", für die nächsten 13 Jahre verbraucht.
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was ist mit "keine intoleranz, gegenüber den toleranten" erkläre mir das bitte nicht.
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Stefan:
Stefan:
Das ist schön geschrieben, danke dafür.
Ist Dir bewusst, wo heutige "Bildung" ihren Ursprung hat, dass Rockefeller Arbeiter wollte und keine Denker? "I don't want a nation of thinkers, I want a nation of workers"
Was sagt das über "Bildung" aus, der Du einen Vorteil zuschreibst, die ich als Illusion wahrnehme?
"Pessimismus" Wenn Du darüber nachdenkst, kommst Du bestimmt darauf, warum Du das so wahrnimmst.
Ich bin bemüht, niemandem zu nahe zu treten, meine Absicht ist eher das individuelle Nachdenken anzuregen, um dann Resultate zum Abgleichen/Erweitern zu erhalten.
Ich weiss nur, dass ich nichts weiss. <3Ich denke schon, dass ich verstehe was du meinst.
Davon ab, ist für mich persönlich auch nicht die Vorstellung einer idealen - komplett toleranten Welt/Gesellschaft - die Maxime, sondern immer das Streben nach dem Bestmöglichen. Ersteres werden wir nie erreichen, zweiteres dürfen wir, als Gesellschaft (Menschheit) in Gänze, niemals aufgeben - das müsste das Ziel sein.
Bestehende Ungerechtigkeiten nicht akzeptieren und als gegeben hinnehmen, seine eigenen Standpunkte regelmäßig reflektieren, sich selbst darum bemühen, neue Entwicklungen zu verstehen aber, wenn nötig, auch zu hinterfragen.
Ich selbst lebe und bewege mich in einem Umfeld, in dem ich viel Toleranz erfahre, gebe und generell registriere - auch wenn noch lange nicht alles perfekt ist. Aber es ist ist eine Entwicklung, die ich gerne verfolge und mir für alle Menschen wünsche.
(ich weiß, das klingt nun sehr idealistisch 😅)
Danke für Deine Zeit und Worte, Namensvetter. <3
"idealistisch" zu sein, ist doch m.A.n. nicht schlecht zu werten, so lange der Idealismus, nicht von Hoffnung dominiert wird.
Ist doch schön, wenn Du Dein Umfeld so wahrnimmst, ich persönlich tue mich relativ schwer damit und das nicht grundlos, wenn auch die menschlichen Abgründe die sich mir auftun, bodenlos erscheinen können.
Ich bereue nicht, hinter die Fassade zu blicken, auch nicht hinter die Eigene, aber das hat seinen Preis, ist aber nicht wertfrei, zumindest was meine eigene Definition dessen betrifft.
Ist eine Entscheidung, die jeder für sich treffen muss.
Irgendwie hat sich bei mir das Feinstoffliche ausgeprägt und das hat zu guten "Lesefähigkeiten" geführt, bei denen ich inzwischen, lieber viele "Bücher" ungelesen ablege.
Menschen sind in großem Maße "merkwürdig", wenn man an der Oberfläche kratzt und sich die Abgründe auftun, die sie praktizieren, wenn sie meinen, ungesehen zu agieren.
Ich werde als sehr offen und freundlich wahrgenommen, das ist aber nicht, wie ich mich selber sehe. Eher zurückhaltend, fast menschenscheu und Freundlichkeit nicht aufgesetzt, aber eher zu Analysezwecken eingesetzt.
Ich bin schon aus dem Grund relativ tolerant, um Extreme zu beobachten, die meine relativ neutrale Position festigen.
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Stefan:
Stefan:
Ach, das finde ich persönlich zu "extrem" formuliert und klingt vielleicht ein Stück weit zu desillusioniert? Pessimistisch? Aber ich toleriere deine Meinung dazu 😁
Ich gehe mal davon aus, das wir generell über den heute gebräuchlichen Begriff von Toleranz sprechen, auch wenn dieser historisch tatsächlich eine andere Bedeutung hatte.
Viele Arten von Intoleranz hängen stark mit Angst und Unwissenheit gegenüber dem "Neuen/Unbekannten" zusammen. Das wird und wurde schon immer zur Manipulation von Menschen genutzt. Und so traurig es auch ist, ich denke, das wird sich so schnell nicht ändern.
Das heißt aber doch nicht, dass wir durch Aufklärung und z.B. dem weitläufigen Zugang zu Bildung, diese Angst nicht nach und nach verringern können. Das passiert natürlich nicht immer sofort und flächendeckend, ist ein stetiger Prozess. Trotzdem empfinde ich persönlich, zumindest weiß meine Wahrnehmung betrifft und Dinge, die ich zumindest mit historischen Zuständen vergleichen kann, dass es in vielen Bereichen einen positiven Trend gibt.
Diesen "paradiesischen" Zustand wird es nie geben, da bin ich mir ziemlich sicher. Es lohnt sich aber trotzdem, darauf hinzuarbeiten im Rahmen seiner Möglichkeiten 🙂
Das ist schön geschrieben, danke dafür.
Ist Dir bewusst, wo heutige "Bildung" ihren Ursprung hat, dass Rockefeller Arbeiter wollte und keine Denker? "I don't want a nation of thinkers, I want a nation of workers"
Was sagt das über "Bildung" aus, der Du einen Vorteil zuschreibst, die ich als Illusion wahrnehme?
"Pessimismus" Wenn Du darüber nachdenkst, kommst Du bestimmt darauf, warum Du das so wahrnimmst.
Ich bin bemüht, niemandem zu nahe zu treten, meine Absicht ist eher das individuelle Nachdenken anzuregen, um dann Resultate zum Abgleichen/Erweitern zu erhalten.
Ich weiss nur, dass ich nichts weiss. <3Ich denke schon, dass ich verstehe was du meinst.
Davon ab, ist für mich persönlich auch nicht die Vorstellung einer idealen - komplett toleranten Welt/Gesellschaft - die Maxime, sondern immer das Streben nach dem Bestmöglichen. Ersteres werden wir nie erreichen, zweiteres dürfen wir, als Gesellschaft (Menschheit) in Gänze, niemals aufgeben - das müsste das Ziel sein.
Bestehende Ungerechtigkeiten nicht akzeptieren und als gegeben hinnehmen, seine eigenen Standpunkte regelmäßig reflektieren, sich selbst darum bemühen, neue Entwicklungen zu verstehen aber, wenn nötig, auch zu hinterfragen.
Ich selbst lebe und bewege mich in einem Umfeld, in dem ich viel Toleranz erfahre, gebe und generell registriere - auch wenn noch lange nicht alles perfekt ist. Aber es ist eine Entwicklung, die ich gerne verfolge und mir für alle Menschen wünsche.
(ich weiß, das klingt nun sehr idealistisch 😅)
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Stefan:
Elena:
Da hast du recht. Man manipuliert damit sehr viel und doch was verletzt worden ist, kann man nicht „schönreden“. Ich finde den Begriff trotzdem wichtig als Orientierung für die bessere Welt in Zukunft.
Alles was ich sehen kann ist Mittelalter, mit Plastik überzogen. So lange Menschen mit "Wünschen, Hoffnung, oder Glauben" geködert werden, wird sich m.A.n. nichts in Richtung paradiesischer Zustände ändern, toleranz ist da nur ein neuer Baustein, der die Leine kürzer macht.
Kannst Du global gesehen, einen Positivtrend ausmachen und wenn ja, wie begründest Du Deine Ansicht?Globalisierung zum Beispiel. Früher oder später lernt man die Interessen anderer zu tolerieren und zu kooperieren. Wir befinden uns aber momentan in der hässlichsten Phase, wo man die Auswirkungen unserer Intoleranz kennen lernt. :)
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Stefan:
Uli:
Was für eine herzallerliebste Zeremonie!
Interessant, oder nicht?
Wenn sich Dir die Möglichkeit bietet, spreche einen Pfarrer/Imam darauf an, die Reaktionen die Du erhalten wirst, sind m.A.n. sehr "anregend", wenn es um das Nachdenken geht. <3
Oder einen der politischen Unterzeichner.
Weder von der einen noch von der anderen Sorte finde ich einen in meinem Umfeld.
Die Reaktionen kann ich mir auch so vorstellen, breit gefächert und oft von einem 'ja aber' begleitet.
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Uli:
Stefan:
Danke dass Du meinen Worten Zeit und Raum schenkst, auch ausserhalb von GE.
Ich hätte noch ein Thema für Dich. Ist Dir bewusst, dass nur noch eine Religion existiert und jeder, der einer Religion angehört, ein globales System unterstützt, was komplett undurchsichtig ist?
Der Papst hat auch unterschrieben. Mit "Frieden" hat das nichts zu tun, nur mit Domination von wenigen, über viele. <3
Was für eine herzallerliebste Zeremonie!
Interessant, oder nicht?
Wenn sich Dir die Möglichkeit bietet, spreche einen Pfarrer/Imam darauf an, die Reaktionen die Du erhalten wirst, sind m.A.n. sehr "anregend", wenn es um das Nachdenken geht. <3
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Stefan:
Uli:
...Ich philosophiere heute über Verwandtschaft und Grenze zwischen Toleranz, Akzeptanz und Ignoranz...
Ausgelöst durch die Fragen, ob 'Toleranz' eine Worthülse ist und was es im Globalen bedeutet.
Ein kleiner Ausschnitt: In manchen Bereichen steigt die Toleranz, wie Stefan aus Greifswald schreibt. Bei manchen. Im besten Fall wird nicht nur toleriert, sondern akzeptiert. Global betrachtet ignorieren wir, dass es an anderen Orten anders läuft. Oder wir akzeptieren es?
Vielleicht ist Toleranz ein philosophisches Konzept, das man selbst mit Sinn füllt, das in Ignoranz Kippen kann?
Oder abgeleitet von 'der Klügere gibt solange nach, bis er der Dumme ist': der Tolerante ist solange 'der Gute', bis er 'die Bösen' gewinnen lässt.
Ich gehe jetzt spülen, den Zustand meiner Küche kann ich nicht mehr tolerieren, akzeptieren oder ignorieren
😉🌸😱
Danke dass Du meinen Worten Zeit und Raum schenkst, auch ausserhalb von GE.
Ich hätte noch ein Thema für Dich. Ist Dir bewusst, dass nur noch eine Religion existiert und jeder, der einer Religion angehört, ein globales System unterstützt, was komplett undurchsichtig ist?
Der Papst hat auch unterschrieben. Mit "Frieden" hat das nichts zu tun, nur mit Domination von wenigen, über viele. <3
Was für eine herzallerliebste Zeremonie!
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Stefan:
Stefan:
Jedesmal, wenn das System vorgibt Minderheiten zu beschützen, dann bleiben die am Ende, nur auf der Strecke, bzw. werden fallengelassen, wenn die Flagge sich im Wind dreht und eine neue Minderheit, als "schützenswert" auserkoren wird.
Man macht aus Minderheiten Mehrheiten, die neue Minderheiten durch ihre Existenz entstehen lassen.
Das ist ein immerwährender Loop, relativ frei von Logik.
Nein, ich kann daraus keinen positiven Trend, für die Betroffenen ableiten.
Das ist wie mit den Parteien. Neue Parteien werden aus frustrierten Mitgliedern alter Parteien gegründet, um neue frustrierte Mitglieder für neue Parteien zu erstellen, die neue Parteien gründen, um neue frustrierte Mitglieder, für neue Parteien zu erstellen.
Das ist ein altes gültiges, globales Konzept und es endet nie in Freiheit, bzw "Toleranz" des Individuums.
Manche Dinge sind schon mindestens seit 3000BC in Kraft und werden nur gelegentlich aufpoliert, um Fortschritt zu signalisieren, der eigentlich Stillstand ist.
Wiki Toleranz = "In der Antike bezeichnete der Begriff der Toleranz (lat. tolerantia) ursprünglich eine individuelle Tapferkeitstugend. Er bezeichnete das geduldige Ertragen von körperlichen Leiden, Schmerzen bis hin zum Ertragen des eigenen Schicksals. Das zugrundeliegende Verb tolerieren wurde im 16. Jahrhundert aus dem lateinischen tolerare („erdulden“, „ertragen“) entlehnt. Das Adjektiv tolerant in der Bedeutung „duldsam, nachsichtig, großzügig, weitherzig“ ist seit dem 18. Jahrhundert, der Zeit der Aufklärung, belegt, ebenso die Gegenbildung intolerant, als „unduldsam, keine andere Meinung oder Weltanschauung gelten lassend als die eigene“.
Schon geschickt gemacht, wie Worthülsen, neue Bedeutungen übergestülpt werden, so im "Wandel" der Zeit, der eigentlich keiner ist.
Ach, das finde ich persönlich zu "extrem" formuliert und klingt vielleicht ein Stück weit zu desillusioniert? Pessimistisch? Aber ich toleriere deine Meinung dazu 😁
Ich gehe mal davon aus, das wir generell über den heute gebräuchlichen Begriff von Toleranz sprechen, auch wenn dieser historisch tatsächlich eine andere Bedeutung hatte.
Viele Arten von Intoleranz hängen stark mit Angst und Unwissenheit gegenüber dem "Neuen/Unbekannten" zusammen. Das wird und wurde schon immer zur Manipulation von Menschen genutzt. Und so traurig es auch ist, ich denke, das wird sich so schnell nicht ändern.
Das heißt aber doch nicht, dass wir durch Aufklärung und z.B. dem weitläufigen Zugang zu Bildung, diese Angst nicht nach und nach verringern können. Das passiert natürlich nicht immer sofort und flächendeckend, ist ein stetiger Prozess. Trotzdem empfinde ich persönlich, zumindest weiß meine Wahrnehmung betrifft und Dinge, die ich zumindest mit historischen Zuständen vergleichen kann, dass es in vielen Bereichen einen positiven Trend gibt.
Diesen "paradiesischen" Zustand wird es nie geben, da bin ich mir ziemlich sicher. Es lohnt sich aber trotzdem, darauf hinzuarbeiten im Rahmen seiner Möglichkeiten 🙂
Das ist schön geschrieben, danke dafür.
Ist Dir bewusst, wo heutige "Bildung" ihren Ursprung hat, dass Rockefeller Arbeiter wollte und keine Denker? "I don't want a nation of thinkers, I want a nation of workers"
Was sagt das über "Bildung" aus, der Du einen Vorteil zuschreibst, die ich als Illusion wahrnehme?
"Pessimismus" Wenn Du darüber nachdenkst, kommst Du bestimmt darauf, warum Du das so wahrnimmst.
Ich bin bemüht, niemandem zu nahe zu treten, meine Absicht ist eher das individuelle Nachdenken anzuregen, um dann Resultate zum Abgleichen/Erweitern zu erhalten.
Ich weiss nur, dass ich nichts weiss. <3
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Stefan:
Stefan:
Natürlich kommt das ein wenig auf die Region an, aber findest du nicht, dass, z.B. in Bezug auf verschiedene Lebens-/Beziehungsmodelle, z.B. durch Aufklärung und die LGBTQ-Bewegung, wesentlich mehr Toleranz dahingehend entstanden ist? Das fällt mir gerade so als Beispiel ein.
Jedesmal, wenn das System vorgibt Minderheiten zu beschützen, dann bleiben die am Ende, nur auf der Strecke, bzw. werden fallengelassen, wenn die Flagge sich im Wind dreht und eine neue Minderheit, als "schützenswert" auserkoren wird.
Man macht aus Minderheiten Mehrheiten, die neue Minderheiten durch ihre Existenz entstehen lassen.
Das ist ein immerwährender Loop, relativ frei von Logik.
Nein, ich kann daraus keinen positiven Trend, für die Betroffenen ableiten.
Das ist wie mit den Parteien. Neue Parteien werden aus frustrierten Mitgliedern alter Parteien gegründet, um neue frustrierte Mitglieder für neue Parteien zu erstellen, die neue Parteien gründen, um neue frustrierte Mitglieder, für neue Parteien zu erstellen.
Das ist ein altes gültiges, globales Konzept und es endet nie in Freiheit, bzw "Toleranz" des Individuums.
Manche Dinge sind schon mindestens seit 3000BC in Kraft und werden nur gelegentlich aufpoliert, um Fortschritt zu signalisieren, der eigentlich Stillstand ist.
Wiki Toleranz = "In der Antike bezeichnete der Begriff der Toleranz (lat. tolerantia) ursprünglich eine individuelle Tapferkeitstugend. Er bezeichnete das geduldige Ertragen von körperlichen Leiden, Schmerzen bis hin zum Ertragen des eigenen Schicksals. Das zugrundeliegende Verb tolerieren wurde im 16. Jahrhundert aus dem lateinischen tolerare („erdulden“, „ertragen“) entlehnt. Das Adjektiv tolerant in der Bedeutung „duldsam, nachsichtig, großzügig, weitherzig“ ist seit dem 18. Jahrhundert, der Zeit der Aufklärung, belegt, ebenso die Gegenbildung intolerant, als „unduldsam, keine andere Meinung oder Weltanschauung gelten lassend als die eigene“.
Schon geschickt gemacht, wie Worthülsen, neue Bedeutungen übergestülpt werden, so im "Wandel" der Zeit, der eigentlich keiner ist.
Ach, das finde ich persönlich zu "extrem" formuliert und klingt vielleicht ein Stück weit zu desillusioniert? Pessimistisch? Aber ich toleriere deine Meinung dazu 😁
Ich gehe mal davon aus, das wir generell über den heute gebräuchlichen Begriff von Toleranz sprechen, auch wenn dieser historisch tatsächlich eine andere Bedeutung hatte.
Viele Arten von Intoleranz hängen stark mit Angst und Unwissenheit gegenüber dem "Neuen/Unbekannten" zusammen. Das wird und wurde schon immer zur Manipulation von Menschen genutzt. Und so traurig es auch ist, ich denke, das wird sich so schnell nicht ändern.
Das heißt aber doch nicht, dass wir durch Aufklärung und z.B. dem weitläufigen Zugang zu Bildung, diese Angst nicht nach und nach verringern können. Das passiert natürlich nicht immer sofort und flächendeckend, ist ein stetiger Prozess. Trotzdem empfinde ich persönlich, zumindest weiß meine Wahrnehmung betrifft und Dinge, die ich zumindest mit historischen Zuständen vergleichen kann, dass es in vielen Bereichen einen positiven Trend gibt.
Diesen "paradiesischen" Zustand wird es nie geben, da bin ich mir ziemlich sicher. Es lohnt sich aber trotzdem, darauf hinzuarbeiten im Rahmen seiner Möglichkeiten 🙂
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Uli:
...Ich philosophiere heute über Verwandtschaft und Grenze zwischen Toleranz, Akzeptanz und Ignoranz...
Ausgelöst durch die Fragen, ob 'Toleranz' eine Worthülse ist und was es im Globalen bedeutet.
Ein kleiner Ausschnitt: In manchen Bereichen steigt die Toleranz, wie Stefan aus Greifswald schreibt. Bei manchen. Im besten Fall wird nicht nur toleriert, sondern akzeptiert. Global betrachtet ignorieren wir, dass es an anderen Orten anders läuft. Oder wir akzeptieren es?
Vielleicht ist Toleranz ein philosophisches Konzept, das man selbst mit Sinn füllt, das in Ignoranz Kippen kann?
Oder abgeleitet von 'der Klügere gibt solange nach, bis er der Dumme ist': der Tolerante ist solange 'der Gute', bis er 'die Bösen' gewinnen lässt.
Ich gehe jetzt spülen, den Zustand meiner Küche kann ich nicht mehr tolerieren, akzeptieren oder ignorieren
😉🌸😱
Danke dass Du meinen Worten Zeit und Raum schenkst, auch ausserhalb von GE.
Ich hätte noch ein Thema für Dich. Ist Dir bewusst, dass nur noch eine Religion existiert und jeder, der einer Religion angehört, ein globales System unterstützt, was komplett undurchsichtig ist?
Der Papst hat auch unterschrieben. Mit "Frieden" hat das nichts zu tun, nur mit Domination von wenigen, über viele. <3
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...Ich philosophiere heute über Verwandtschaft und Grenze zwischen Toleranz, Akzeptanz und Ignoranz...
Ausgelöst durch die Fragen, ob 'Toleranz' eine Worthülse ist und was es im Globalen bedeutet.
Ein kleiner Ausschnitt: In manchen Bereichen steigt die Toleranz, wie Stefan aus Greifswald schreibt. Bei manchen. Im besten Fall wird nicht nur toleriert, sondern akzeptiert. Global betrachtet ignorieren wir, dass es an anderen Orten anders läuft. Oder wir akzeptieren es?
Vielleicht ist Toleranz ein philosophisches Konzept, das man selbst mit Sinn füllt, das in Ignoranz Kippen kann?
Oder abgeleitet von 'der Klügere gibt solange nach, bis er der Dumme ist': der Tolerante ist solange 'der Gute', bis er 'die Bösen' gewinnen lässt.
Ich gehe jetzt spülen, den Zustand meiner Küche kann ich nicht mehr tolerieren, akzeptieren oder ignorieren
😉🌸😱
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Stefan:
Stefan:
...
Kannst Du global gesehen, einen Positivtrend ausmachen und wenn ja, wie begründest Du Deine Ansicht?Natürlich kommt das ein wenig auf die Region an, aber findest du nicht, dass, z.B. in Bezug auf verschiedene Lebens-/Beziehungsmodelle, z.B. durch Aufklärung und die LGBTQ-Bewegung, wesentlich mehr Toleranz dahingehend entstanden ist? Das fällt mir gerade so als Beispiel ein.
Jedesmal, wenn das System vorgibt Minderheiten zu beschützen, dann bleiben die am Ende, nur auf der Strecke, bzw. werden fallengelassen, wenn die Flagge sich im Wind dreht und eine neue Minderheit, als "schützenswert" auserkoren wird.
Man macht aus Minderheiten Mehrheiten, die neue Minderheiten durch ihre Existenz entstehen lassen.
Das ist ein immerwährender Loop, relativ frei von Logik.
Nein, ich kann daraus keinen positiven Trend, für die Betroffenen ableiten.
Das ist wie mit den Parteien. Neue Parteien werden aus frustrierten Mitgliedern alter Parteien gegründet, um neue frustrierte Mitglieder für neue Parteien zu erstellen, die neue Parteien gründen, um neue frustrierte Mitglieder, für neue Parteien zu erstellen.
Das ist ein altes gültiges, globales Konzept und es endet nie in Freiheit, bzw "Toleranz" des Individuums.
Manche Dinge sind schon mindestens seit 3000BC in Kraft und werden nur gelegentlich aufpoliert, um Fortschritt zu signalisieren, der eigentlich Stillstand ist.
Wiki Toleranz = "In der Antike bezeichnete der Begriff der Toleranz (lat. tolerantia) ursprünglich eine individuelle Tapferkeitstugend. Er bezeichnete das geduldige Ertragen von körperlichen Leiden, Schmerzen bis hin zum Ertragen des eigenen Schicksals. Das zugrundeliegende Verb tolerieren wurde im 16. Jahrhundert aus dem lateinischen tolerare („erdulden“, „ertragen“) entlehnt. Das Adjektiv tolerant in der Bedeutung „duldsam, nachsichtig, großzügig, weitherzig“ ist seit dem 18. Jahrhundert, der Zeit der Aufklärung, belegt, ebenso die Gegenbildung intolerant, als „unduldsam, keine andere Meinung oder Weltanschauung gelten lassend als die eigene“.
Schon geschickt gemacht, wie Worthülsen, neue Bedeutungen übergestülpt werden, so im "Wandel" der Zeit, der eigentlich keiner ist.
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Stefan:
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Kannst Du global gesehen, einen Positivtrend ausmachen und wenn ja, wie begründest Du Deine Ansicht?Natürlich kommt das ein wenig auf die Region an, aber findest du nicht, dass, z.B. in Bezug auf verschiedene Lebens-/Beziehungsmodelle, z.B. durch Aufklärung und die LGBTQ-Bewegung, wesentlich mehr Toleranz dahingehend entstanden ist? Das fällt mir gerade so als Beispiel ein.
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Elena:
Stefan:
"Die menschlichen Rechte" quasi als Regelwerk für Toleranz, stehen auf wackeligen Beinen, wie sieht es z.B. im Krieg aus, wenn Durchschnittsmenschen, zu Mördern werden und Priester Waffen segnen, die vorher Toleranz gepredigt haben?
Nach dem Krieg, muss die "Gesellschaft" ja quasi die begangenen Verbrechen tolerieren, um eine Reintegration der Mörder, zu ermöglichen.
Sieht m.A.n. nach einer gefährlichen, relativ wertfreien Worthülse aus.
Da hast du recht. Man manipuliert damit sehr viel und doch was verletzt worden ist, kann man nicht „schönreden“. Ich finde den Begriff trotzdem wichtig als Orientierung für die bessere Welt in Zukunft.
Alles was ich sehen kann ist Mittelalter, mit Plastik überzogen. So lange Menschen mit "Wünschen, Hoffnung, oder Glauben" geködert werden, wird sich m.A.n. nichts in Richtung paradiesischer Zustände ändern, toleranz ist da nur ein neuer Baustein, der die Leine kürzer macht.
Kannst Du global gesehen, einen Positivtrend ausmachen und wenn ja, wie begründest Du Deine Ansicht? -
Stefan:
Elena:
Das ist ein Segen und Fluch gleichzeitig. Es kommt auf das Objekt der Intoleranz an: geht das in Richtung Ausschluss oder Inklusion? Werden die menschlichen Rechte verletzt?
"Die menschlichen Rechte" quasi als Regelwerk für Toleranz, stehen auf wackeligen Beinen, wie sieht es z.B. im Krieg aus, wenn Durchschnittsmenschen, zu Mördern werden und Priester Waffen segnen, die vorher Toleranz gepredigt haben?
Nach dem Krieg, muss die "Gesellschaft" ja quasi die begangenen Verbrechen tolerieren, um eine Reintegration der Mörder, zu ermöglichen.
Sieht m.A.n. nach einer gefährlichen, relativ wertfreien Worthülse aus.
Da hast du recht. Man manipuliert damit sehr viel und doch was verletzt worden ist, kann man nicht „schönreden“. Ich finde den Begriff trotzdem wichtig als Orientierung für die bessere Welt in Zukunft.