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  • Glücklich Single, übergangsweise oder auf Dauer?

    Diskussion · 41 Beiträge · 8 Gefällt mir · 1.187 Aufrufe
    Nino aus Düsseldorf

    Auslöser dieses Threads ist die Diskussion "Wann fühlt sich Liebe in einer Partnerschaft wirklich frei an?"

     

    Ich nehme wahr, wie stark hier der Wunsch nach echter Verbindung ist – und gleichzeitig nach einem Gefühl von innerer Freiheit. Viele Gedanken kreisen um Nähe, Vertrauen, Entwicklung und auch um die Frage, wie wir als Menschen mit unseren natürlichen Impulsen umgehen.


    Wenn ich eure Beiträge auf mich wirken lasse, höre ich verschiedene Ebenen:
    👉 Da ist die Idee, dass hinter Liebe auch eine sehr ursprüngliche Kraft (Fortpflanzungstrieb) steht – etwas, das uns antreibt, verbindet und in Bewegung bringt.
    👉 Gleichzeitig spüre ich, wie wichtig euch Vertrauen, Sicherheit und emotionale Tiefe sind.
    👉 Und ich erlebe, wie sehr Verletzungen Einfluss darauf haben, wie wir heute Beziehung gestalten.
     

    In mir entsteht dabei ein Gefühl von Wertschätzung für diese Offenheit. Es zeigt, wie bewusst viele von euch auf das Thema schauen.
     

    Gleichzeitig berührt mich eine Frage besonders:
    1. Wenn wir Menschen nur unseren Impulsen (Fortpflanzungstrieb) folgen, entsteht oft Dynamik, Intensität und auch Reiz.
    2. Wenn wir diese Impulse (Fortpflanzungstrieb) bewusst halten und lenken, entsteht eher Verbindung, Ruhe und Tiefe.
     

    Beides wirkt auf mich wie zwei mögliche Wege mit derselben Energie.
    Und genau hier wird es für mich spannend:
    👉 Was passiert, wenn wir beginnen, diese Kraft bewusst zu gestalten?
    👉 Was verändert sich, wenn Verbindung wichtiger wird als reiner Reiz?
     

    Für mich öffnet sich dadurch ein neuer Blickwinkel:
    Vielleicht liegt der Schlüssel für erfüllte Beziehungen weniger darin, den „richtigen“ Partner zu finden – sondern darin, wie wir grundsätzlich mit Beziehung umgehen.
     

    Und genau daraus entsteht bei mir ein neuer Impuls für uns:
    Wie fühlt es sich an, glücklich mit sich selbst zu sein – unabhängig von Partnerschaft?
    Welche Qualität haben unsere Beziehungen jenseits von Romantik?

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    Die Grafik bringt es für mich sehr klar auf den Punkt :
    1. Beziehung zu dir selbst
    → Selbstakzeptanz, Achtsamkeit, inneres Gleichgewicht
    2. Beziehung zu anderen
    → Gemeinschaft, Unterstützung, echte Begegnung
    3. Beziehung zum größeren Ganzen
    → Sinn, Vertrauen, Verbindung zum Leben
     

    In mir entsteht dabei ein ruhiger Gedanke:
    Wenn diese drei Ebenen in Balance sind, entsteht eine Form von innerer Stabilität –
    und daraus heraus kann Beziehung entstehen, die sich leicht anfühlt.
     

    Was ich dabei besonders spannend finde:
    Vielleicht verändert sich unsere Sicht auf Partnerschaft, wenn wir zuerst lernen,
    mit uns selbst und unserem Leben in Verbindung zu sein.


    Dann wird Beziehung weniger ein „Bedürfnis“ und mehr eine bewusste Entscheidung.
    Und genau dort entsteht für mich eine neue Qualität von Freiheit.
     

    Ich bin neugierig auf euch:
    👉 Wie erlebt ihr euer Single-Sein aktuell – eher als Raum oder als Übergang?
    👉 Welche Erfahrungen habt ihr mit diesen drei Beziehungsebenen gemacht?
    👉 Wo entsteht für euch aktuell am meisten Lebendigkeit?
    Ich freue mich auf eure Perspektiven 🌿

    14.04.26, 15:27 - Zuletzt bearbeitet 14.04.26, 15:40.

Beiträge

  • 14.04.26, 15:32 - Zuletzt bearbeitet 14.04.26, 15:34.

    Erläuterung der Grafik:

     

    Weil wir Menschen soziale Wesen sind, ist es wichtig zu untermauern wie wichtig soziale Beziehungen für uns sind.
    Die s.g. Grant-Langzeitstudie läuft seit 1938, wird von Havard durchgeführt und hat sich zur Aufgabe gemacht die Frage zu klären, was macht uns gesund und glücklich? Welche positiven Auswirkungen hat die Liebe auf unsere emotionale Stabilität und die Gesundheit? 

    Im Kern zusammengefasst: Menschen, die sich lange Zeit sehr einsam fühlten und keine stabilen zwischenmenschlichen Beziehungen führten, fühlten sich nicht nur unglücklich, ihre Gesundheit wurde im Alter merklich schlechter, ihre Gehirnfunktionen nahmen eher ab und sie starben früher, als die, die ihre Beziehungen als gut stabil einschätzten.
    Soziale Einsamkeit nicht nur unter älteren-, sondern heutzutage auch vermehrt unter jüngeren Menschen, obwohl man sich natürlich tagtäglich mit irgendwelchen Social Media Portalen ablenken kann. Aber wir brauchen gute Beziehungen zu unseren Mitmenschen.
    ➡️Gesundheit ist also die Qualität unserer Beziehungen. Was ganz entscheidend ist für unsere Lebensqualität und das Lebensglück.
    1. Die Beziehung zu dir selbst. Da geht's um die Aspekte Gewissen, Geist, Seele, Psyche und Körper. Also inwieweit du mit dir selbst im Reinen bist.
    Kannst du dich mit all diesen Eigenschaften akzeptieren, die andere vielleicht als negativ empfinden? Da fängt die Selbstliebe an. Wir haben Ecken und Kanten. Das macht uns 
    zu was Besonderen. Aber, wenn ich Dinge habe, die ich selber oder im Zusammenleben mit anderen Menschen als störend empfinde, dann ist es doch sinnvoll, man geht die Dinge ganz tief in der Wurzel an und löst eine Schicht nach der anderen ab.
    ➡️Was willst du auf jeden Fall erlebt haben, bevor du stirbst?
     2. Beziehung zu anderen Menschen, aber auch anderen Lebewesen. Das sind in erster Linie natürlich die unmittelbaren Menschen in unserer Umgebung, also sprich die Familie, die eigenen Kinder, die Eltern, die Lebenspartnerin, der Lebenspartner, aber auch Freunde, Bekannte, Mitmenschen, aber auch Tiere und andere Geschöpfe.
    3. Beziehung zu Gott, dem Schöpfer, der Natur, dem großen Kosmos und man könnte auch sagen alles, was ist. Letztendlich die Frage nach dem Sinn. Die Frage wie wir in ein großes Gefüge namens Kosmos gleich Ordnung eingebunden sind. Dass wir Teil einer Ordnung sind und dieser tiefe Glaube schafft natürlich auch Urvertrauen in's Leben. 
    Viele Menschen, die atheistisch denken, also sprich gottlos und geistlos, versuchen sich die Welt rein materialistisch zu erklären und haben meistens das Problem, dass sie dann stärker Angst vor dem physischen Tod haben, weil sie sich mit ihrem Verständnis nicht erklären können, was danach kommt. Das macht ihnen Angst. Dabei weiß man natürlich von entsprechenden Nahtod-Erfahrungen, dass das Leben dann nicht zu Ende geht. Im Gegenteil. Es verlagert sich nur auf eine andere Daseinsebene.
     

    Liebe wird oft mit diesem Gefühl von verliebt sein/ romantische Liebe falsch verstanden und "wenn du mich lieben würdest, würdest du das nicht machen". Aber Liebe ist das Erkennen des Göttlichen/ tieferen Mechanismus dahinter. Zu erkennen, dass alles einem höheren Plan dient. Auch, wenn man es nicht sieht. 

    Der Mensch denkt, Gott lenkt.

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