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  • Die aktuelle Energieversorgungskrise

    Diskussion · 59 Beiträge · 1 Gefällt mir · 775 Aufrufe
    Paul aus Klagenfurt

    Denkt ihr, dass die europäischen Staaten spätestens jetzt in der Lage sind zu erkennen, dass die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen eine aus mehreren Gründen unintelligente Einbahnstraße ist?

     

    Dass wir spätestens jetzt auf die längst überfällige Forcierung des ÖPNV pochen sollten?

     

    Können wir - ich meine die 99% - gerade erkennen, dass wir uns mit dem Ausbau des Individualverkehrs in jedem Fall, unabhängig von der jeweiligen Betriebsart, selbst keinen Gefallen machen ?

     

     Wenn jetzt die diversen Börsenindizes rasant steigen, ist dieses Phänomen für die Mehrheit von uns zu unserem Vor- oder Nachteil? 😅

     

     

    23.03.26, 23:00

Beiträge

  • 25.03.26, 11:40

     

    Stefan:

    Die "Energiekrise" ist absichtlich herbeigeführt, so wurde schon vor mehr als hundert Jahren z.B. die Windenergie als absurd definiert.

    [...]
    Einfach Geldmacherei, da kein Windrad in seiner Lebenszeit die Energie einspielt, die für Herstellung/Bau und Wartung nötig ist.
     

    Ist das jetzt deine Überzeugung? Oder ein Argument, das du ablehnst? Falls du das als Fakt ansiehst würden mich Quellen interessieren, denn mein Kenntnisstand ist da sehr anders.

  • 25.03.26, 11:06

    Ich wäre sehr für einen kostengünstigen Massentransit, allerdings würde das weniger Geld in korrumpierte Taschen spülen, so fällt das flach.
    Es geht global nur um Profit, nicht um das, was gut für die "Gesellschaft" wäre.
    Gier ist weit verbreitet und die lässt sich eben besser durch Individualverkehr befriedigen.
    Die "Energiekrise" ist absichtlich herbeigeführt, so wurde schon vor mehr als hundert Jahren z.B. die Windenergie als absurd definiert. Einzig VAWT oder Helix würde in Frage kommen, allerdings sollten die in fliessenden Gewässern platziert werden, um berechenbaren/konstanten Output zu gewährleisten. Es scheiterte nur daran, dass damals noch keine Fundamenttechnologie vorlag, die die Dauervibrationen händeln konnte.
    Einfach Geldmacherei, da kein Windrad in seiner Lebenszeit die Energie einspielt, die für Herstellung/Bau und Wartung nötig ist.
    Pro 30k Einwohner entstehen zusätzlich Rechenzentren, wobei das "wofür" ungeklärt scheint. Der Energie- und Kühlbedarf dafür frisst jegliche Sparmassnahmen auf.
    Alles eine große Lüge, aber eine profitable an der sich jeder bereichert, vom Lizenzgeber, bis hin zum Handwerker, wenn sich ihm nur die Chance dazu bietet.
    Am Ende würde ein "gutes" System eh nur wieder durch Krieg zerstört werden, da man am Wiederaufbau einfach zu gut verdienen kann..
    Creation through destruction. Medieval coated in plastic. Menschlicher Opportunismus unterbindet echten Fortschritt.
     

  • 25.03.26, 08:27

    https://youtu.be/Vjp-nrZIVMs

     

    Kann das Video nur empfehlen zu der Diskussion, welche sich hier gebildet hat. 

  • 24.03.26, 19:25

     

    Paul:

     

    Jörg:

    @Paul...Soooo viel -wahrscheinlich KI generierter -Text für: "Argumente, links zu wählen"

    Hält sich aber hier wahrscheinlich nicht lange genug, um darüber sinnvoll und fundiert zu diskutieren, solche Themen sind offenbar nicht erwünscht.

     

     

    Tut mir leid, dass mein "KI-generierter Text" deinem Weltbild widerspricht. 

     

    Edit: Die Meinungsfreiheit - nicht Verhetzung und Diskriminierung - sind ein wesentlicher Pfeiler demokratischer Werte. Dass dir daran nicht gelegen ist, weist dich mit deinem Kommentar übrigens aus.

    was du alles rausliest aus meinem Kommentar....Mein gesamtes Weltbild, fehlende demokratische Werte... Respekt!

  • 24.03.26, 19:16 - Zuletzt bearbeitet 24.03.26, 19:22.

     

    Jörg:

    @Paul...Soooo viel -wahrscheinlich KI generierter -Text für: "Argumente, links zu wählen"

    Hält sich aber hier wahrscheinlich nicht lange genug, um darüber sinnvoll und fundiert zu diskutieren, solche Themen sind offenbar nicht erwünscht.

     

     

    Tut mir leid, dass mein "KI-generierter Text" deinem Weltbild widerspricht. 

     

    Edit: Die Meinungsfreiheit - nicht Verhetzung und Diskriminierung - sind ein wesentlicher Pfeiler demokratischer Werte. Dass dir daran nicht gelegen ist, weist dich mit deinem Kommentar übrigens aus.

  • 24.03.26, 19:01

    @Paul...Soooo viel -wahrscheinlich KI generierter -Text für: "Argumente, links zu wählen"

    Hält sich aber hier wahrscheinlich nicht lange genug, um darüber sinnvoll und fundiert zu diskutieren, solche Themen sind offenbar nicht erwünscht.

     

     

  • 24.03.26, 18:46 - Zuletzt bearbeitet 24.03.26, 18:55.

    @ Lea H.

    Fortsetzung ...

     

    Die bürgerlichen "Mitte-Parteien" verstanden es sich unter der Zuhilfenahme unterschiedlichster Marketing-Konzepte als Parteien mit scheinbar unterschiedlichen Inhalten auszugeben. Die davon einfachste Variante, sich als Interessensvertreter: innen der Lohnabhängigen auszugeben, lag aus historischen Gründen auf der Hand. Andere besetzten wiederum ihr Image mit dem Feld der Ökologie, dem christlich-katholischen Konservatismus, den freiheitlichen und den liberalen Idealen. In der Betrachtung bleibt es dabei jedem seiner eigenen Phantasie überlassen, inwiefern sich "freiheitliche" oder "liberale" Inhalte überhaupt zu unterscheiden scheinen. Denn auf freiheitlichen und (wirtschafts)liberalen Perspektiven sind nun einmal die Ideen von Rechtslibertären (Musk, Thiel und Co.) - ganz im Geiste Ayn Rands - gewachsen.

    Den nach wie vor existierenden Arbeiter :innen, das ist die große Masse der Lohnabhängigen, wird frei nach W. Lippmann - in einer "Liberalen "Demokratie" - außer Arbeit und Konsum - keinerlei weitere Bedeutung beigemessen.

    Die sogenannten "Democrats" in den USA wussten es sich mit der Wall Street und den Investoren des Silicon Valley gutzustellen. Die große Masse der Lohnabhängigen glaubte man hier wie dort im Griff zu haben. Einer Hybris geschuldet, wollten die dekadenten "Democrats" vor nicht all zu langer Zeit auf die charismatischen Mitglieder vom Schlage eines Bernie Sanders oder einer Alexandria Ocasio-Cortez nicht hören, obwohl diese auf eine nicht unbeträchtliche Unterstützung verweisen konnten und möglicherweise den Neubeginn für eine gerechtere USA hätten setzen können. Man montierte sie parteiintern ab, "weil sie zu  links wären" und daher schlecht für die elitäre Profit- und Börsen-Ökonomie.
    (Apropos! In Irland gibt's gute Wirtschaftsdaten, aber die Menschen leben vielfach unter prekären Verhältnissen. Was ihnen bleibt sind schlecht bezahlte Jobs. Damit dürfen sie nach dem gerne verwendeten Stereotyp "integriert" 😕 glücklich werden.)

    Dass sich dieser Spagat zwischen einer vermeintlichen Demokratie und der faktischen Deregulierung der Privatwirtschaft niemals ausgehen kann, lässt sich einigermaßen gut an den jüngsten Ereignissen in den USA ablesen, wo ein misogyner, verurteilter Immobilienmakler, der versprochen hatte sich von den "Democrats" zu unterscheiden, die Bevölkerung - wenn nicht die ganze Welt - in den Ruin treibt.

    Und auch in Europa steht das selbe bevor. Seitdem sich der Seeheimer-Kreis in der SPD etabliert konnte, verläuft die Demokratie Deutschland tendenziell abwärts. (👉Rheinland-Pfalz) In Österreich begann der Prozess bereits mit Vranitzky und hört seitdem nicht mehr auf. Sie sind mitunter die Hauptverantwortlichen der nächsten präsumptiven Regierungskoalition, die - ich kann nur hoffen - trotzdem nicht zustande kommen wird. 

     

     

  • 24.03.26, 18:45 - Zuletzt bearbeitet 24.03.26, 18:49.

    @Lea H.

     

    Ich sehe die Angelegenheit ein wenig grundsätzlicher. 
    Zum einen: Dass Rechtsaußen-Parteien in den letzten Jahren aufsteigen konnten, liegt nicht daran, dass sie ein größeres Verständnis sozialer und/oder ökologischer Zusammenhänge bzw. bessere ökonomische Kenntnisse aufzuweisen hätten. Sie verstehen Politik nicht als Interessenausgleich, sondern - in einer anti-egalitären Denk-Tradition
    an der Seite von Investoren und Unternehmer :innen - als Hebel zur Durchsetzung ihrer eigenen Herrschaftsinteressen.

    Die Wurzeln dieses Aufschwungs liegen also nicht in ihren eigenen Leistungen, sonder darin, dass die gängigen Regierungsparteien vergangenener Jahrzehnte erfolgreich insinuierten, dass nur sie die Garanten für die Beibehaltung und den Ausbau einer Demokratie wären, obwohl sie dieser selbst bereits nach und nach den Rücken zukehrten.

    Zum anderen:
    Mit Hilfe einer gefälligen medialen Berichterstattung wurde das vereinfachende Narrativ des "Hufeisen-Models" zementiert und relativ lange, geschickt und erfolgreich angewendet. Unter seiner Zuhilfenahme labelte man demokratische Forderungen bisher als "linksextrem" und schmiss sie bei jeder Gelegenheit mit den Anliegen von Rechtsextremen in ein und sen selben Topf. Auf diese irreführende Weise betätigten sich die "Mitte-Parteien" über Jahrzehnte hinweg als die besten Wahlhelfer für die "Rechtsextremen" -  beispielsweise die "Alternative Für Amerika"😉 bzw. in anderen Ländern für die entsprechenden Schwesterparteien.
    Gleichzeitig richtete man den eigenen Focus politischen Handelns auf die Interessen von Investoren und Konzernen, also jener "Wirtschaft", die von nun an nicht mehr als integraler Teil einer Gesellschaft (innerhalb einer " Liberalen Demokratie") fungieren brauchte. Genau das entspräche nämlich den Resultaten wissenschaftlicher Forschung, dass nämlich die Ökonomie als Bestandeil der Sozialwissenschaften anzusehen ist. Die Wirtschaftswissenschaften wurden dem Spekulanten- (Börsen, Investoren) sowie dem Unternehmertum zuliebe einfach segregiert. Im Zusammenhang des Begriffs der "Demokratie" hatte das Epitheton "liberal" gevift jenen Zweck, die Semantik des Begriffs "Demokratie" zu entschärfen und von seiner genuinen Bedeutung -  der Partizipation und der Gleichwertigkeit von Menschen - abzulenken, sie zu konterkarieren und zu verschieben. Orbans Konzept der "Illiberale Demokratie" ist daher nichts anderes, als ein spiegelbildlicher Gag - gewissermaßen Vorführung - des Konzepts einer sogenannten "Liberalen Demokratie".   ... Fortsetzung ...

  • 24.03.26, 17:31

    Ich wohne auf dem Land. Also fahre ich Auto. Elektrisch mit Strom vom Dach von März bis Oktober. Heize zumindest teilweise mit Holz. Aber energieautark geht es dann doch nicht. Schon deswegen, weil unsere Politik sich gegen heimische Energieträger entschieden und die KKW abgeschaltet hat. Also wird der Strom mit Erdgas erzeugt, wenn der Wind nicht so weht. Das ist ökologisch sinnvoll, aber strategisch und ökonomisch ziemlich schlecht...

  • 24.03.26, 17:06 - Zuletzt bearbeitet 24.03.26, 17:10.

     

    Torsten (Swordsman):

     

    Bastian:

    Wir befinden uns in einer reaktionären Verschiebung nach rechts. Eine krude Mischung [...]

    Definitiv... das erfolgreiche funktionieren linker Konzepte zeigen eindrucksvoll solidarische Systeme wie sie in der DDR, der UdSSR oder zb dem GEW vorgelebt wurden.  Hierorts mögen leuchtende Beispiele Berlin oder Bremen sein,  die sich zb durch gesellschaftliches Miteinander,  geringe Arbeitslosenzahlen, minimale Kriminalität etc geradezu auszeichnen. 

     

    Nicht zu vergessen Areale wie Leipzig - Connewitz, in Hamburg die Schanze oder in Berlin Wedding &Co, die gerade an konflikhaften Tagen wie Silvester oder dem 1.Mai Oasen friedlichen Miteinanders sind.  

     

    Ironie off. 

    Schade, dass du mit einer Art Stohmann-Argument kommst und dich hinter Ironie versteckst, statt einen ernsthaften Beitrag zum Thema beizusteuern.

    Also ist deine Meinung weiter so wie bisher und Rücksichtnahme ist was für Schwächlinge?

  •  

    Torsten (Swordsman):

     

    Bastian:

    Wir befinden uns in einer reaktionären Verschiebung nach rechts. Eine krude Mischung aus Authoritarismus und "Ich lasse mir doch nichts verbieten" Gedankengut zielt auf individuelle Verantwortung und Nostalgischer Verklärung der "das haben wir schon immer so gemacht und das war doch gut" Einstellung. Solange linke Meinungen wie Solidarität und Rücksichtnahme (Wokeness) nicht Mainstream werden, bleibt es beim Klassenkampf und der Umverteiltung von unten nach oben. Was hat "oben" denn von günstigem, gut laufenden ÖPNV und Förderung von Erneuerbaren? Die haben das doch schon in ihren Immobilien umgesetzt mit den letzten Förderungen und jetzt ist die Leitlinie wieder Wirtschaftswachstum (ohne an den Bestand zu gehen) und Sicherheit. Also Wehrpflicht und günstige Arbeitskräfte (aber bitte nur mit passender Herkunft...). Und wenn Abkehr von fossilen, dann vielleicht Atomkraft (wird nicht passieren) oder Zukunftstechnologie X (die im Ausland schon vor 10 Jahren als nicht sinnvoll verworfen wurde) und deshalb muss man jetzt ja nichts ändern.

     

    Sorry für den Rant... Aber nein, wir bewegen uns noch deutlich in die falsche Richtung dafür. Zeit die linke Gegenbewegung wieder zum Mainstream zu machen.

    Definitiv... das erfolgreiche funktionieren linker Konzepte zeigen eindrucksvoll solidarische Systeme wie sie in der DDR, der UdSSR oder zb dem GEW vorgelebt wurden.  Hierorts mögen leuchtende Beispiele Berlin oder Bremen sein,  die sich zb durch gesellschaftliches Miteinander,  geringe Arbeitslosenzahlen, minimale Kriminalität etc geradezu auszeichnen. 

     

    Nicht zu vergessen Areale wie Dresden- Connewitz, in Hamburg die Schanze oder in Berlin Wedding &Co, die gerade an konflikhaften Tagen wie Silvester oder dem 1.Mai Oasen friedlichen Miteinanders sind.  

     

    Ironie off. 

    Du beschreibst autoritäre Staaten, die ihre "linken Konzepte" von oben herab predigten, 
    sich die Oberen dieser Staaten selbst für etwas besseres hielten und Sonderprivilegien 
    gönnten, 

    es mag sein, dass man in besagten Stadtteilen, übrigens Leipzig- Connewitz^^, an bestimm-
    ten Tagen, den revolutionären Geist, besonders zur Schau trägt, aber generell meinen lin-
    ke Konzepte eben, dass die Menschen und nicht der Profit im Vordergrund steht, warum 
    beispielsweise sollen sogenannte Balkonkraftwerke, wo jeder Bürger*in die das möchte partizipieren kann, ausgebremst werden und setzt Frau Reiche lieber auf Gaskraftwerke? 
     

  • 24.03.26, 15:24 - Zuletzt bearbeitet 24.03.26, 16:24.

     

    Bastian:

    Wir befinden uns in einer reaktionären Verschiebung nach rechts. Eine krude Mischung aus Authoritarismus und "Ich lasse mir doch nichts verbieten" Gedankengut zielt auf individuelle Verantwortung und Nostalgischer Verklärung der "das haben wir schon immer so gemacht und das war doch gut" Einstellung. Solange linke Meinungen wie Solidarität und Rücksichtnahme (Wokeness) nicht Mainstream werden, bleibt es beim Klassenkampf und der Umverteiltung von unten nach oben. Was hat "oben" denn von günstigem, gut laufenden ÖPNV und Förderung von Erneuerbaren? Die haben das doch schon in ihren Immobilien umgesetzt mit den letzten Förderungen und jetzt ist die Leitlinie wieder Wirtschaftswachstum (ohne an den Bestand zu gehen) und Sicherheit. Also Wehrpflicht und günstige Arbeitskräfte (aber bitte nur mit passender Herkunft...). Und wenn Abkehr von fossilen, dann vielleicht Atomkraft (wird nicht passieren) oder Zukunftstechnologie X (die im Ausland schon vor 10 Jahren als nicht sinnvoll verworfen wurde) und deshalb muss man jetzt ja nichts ändern.

     

    Sorry für den Rant... Aber nein, wir bewegen uns noch deutlich in die falsche Richtung dafür. Zeit die linke Gegenbewegung wieder zum Mainstream zu machen.

    Definitiv... das erfolgreiche funktionieren linker Konzepte zeigen eindrucksvoll solidarische Systeme wie sie in der DDR, der UdSSR oder zb dem GEW vorgelebt wurden.  Hierorts mögen leuchtende Beispiele Berlin oder Bremen sein,  die sich zb durch gesellschaftliches Miteinander,  geringe Arbeitslosenzahlen, minimale Kriminalität etc geradezu auszeichnen. 

     

    Nicht zu vergessen Areale wie Leipzig - Connewitz, in Hamburg die Schanze oder in Berlin Wedding &Co, die gerade an konflikhaften Tagen wie Silvester oder dem 1.Mai Oasen friedlichen Miteinanders sind.  

     

    Ironie off. 

  • 24.03.26, 13:56

    Denkt ihr, dass die europäischen Staaten spätestens jetzt in der Lage sind zu erkennen, dass die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen eine aus mehreren Gründen unintelligente Einbahnstraße ist?

    Ich verstehe ehrlich gesagt Deine Argumentation nicht. 

    In wie weit machen wir uns abhängig von fossilen Brennstoffen? Meinst Du das neue Heizungsgesetzes der Regierung gegenüber des alten Heizungsgesetzes? 

    Wenn dies damit gemeint ist... zukünftig - das ist ein offenes Geheimnis - wird Gas/Öl deutlich teurer. Jeder Hausbesitzer kann jetzt überlegen bleibt er bei teuren Gas oder investiert er in Solar/Wärmepumpe und senkt seine Nebenkosten nachhaltig deutlich. 

    Bei dem alten Gesetz waren 65% erneuerbare Energien bei Gasheizungen vorgeschrieben, bei dem neuen Gesetz wird es eine "Biotreppe" geben, also die Forderungen langsam angehoben. 

     

    Dass wir spätestens jetzt auf die längst überfällige Forcierung des ÖPNV pochen sollten?

    Ausbau des ÖPNV bedeutet aber auch deutlich höhere Kosten, die man nicht durch ein 63 Euro D-Ticket auffangen kann. Die e-Busse sind deutlich Wartungsintensiver und deutlich teurer als Diesel-Busse, die deutlich langlebiger fahren. 

     

    Können wir - ich meine die 99% - gerade erkennen, dass wir uns mit dem Ausbau des Individualverkehrs in jedem Fall, unabhängig von der jeweiligen Betriebsart, selbst keinen Gefallen machen ?

    Ich denke hier ist der Ausbau der Infrastruktur (Straßen/Autobahnen) gemeint. 
    Nun ja, die meisten - wie Du - sehen nur die vielen PKW... ich sehe in den letzten Jahren aber vor allem durch steigende Online-Einkäufe auch einen rasant ansteigenden LKW Verkehr auf den Straßen. Der Ausbau der Infrastrukturs ist daher zwingend notwendig. 

     

     Wenn jetzt die diversen Börsenindizes rasant steigen, ist dieses Phänomen für die Mehrheit von uns zu unserem Vor- oder Nachteil?

    Was hat das bitte mit den anderen Diskussionspunkten zu tun? 
    Ganz nebenbei fallen gerade die Indizies drastisch, wenn du nicht gerade Rohstofffonds nimmst. 

  • 24.03.26, 11:29

     

    Lea H.:

    Hm, auch wenn es sehr wünschenswert wäre, hat die Wahl in Rheinland-Pfalz ja wohl eher gezeigt, dass das nicht der Fall ist. Eigentlich hätte die AfD, die so eng mit Donald Trumps Kreisen verbunden ist, dass im letzten Bundestagswahlkampf ja schon ganz offen eine große Propaganda-Veranstaltung von Elon Musk mit Alice Weidl auf X stattgefunden hat, abgestraft werden müssen. Wenn schon nicht wegen Klimapolitik, dann doch deshalb, weil Trump uns  diese aktuelle Situation mit den hohen Ölpreisen eingebrockt hat.
    Stattdessen wählen ausgerechnet Arbeiter nicht mehr die SPD und wandern zu Amerika f. Deutschland, die so offensichtlich nicht ihre Interessen vertritt. Ich kenne sogar eritreische Geflüchtete, die die AfD gut finden obwohl sie die ersten wären, die die AfD rausschmeißen oder schlimmeres mit ihnen tun würde. 
    Ich glaube unser Fehler ist, dass wir immer noch von Kants Grundannahme ausgehen, dass der Mensch vernünftig sei. Meine Erkenntnis der letzten Jahre ist eher, dass Menschen nur das glauben, was sie glauben wollen und glauben können. 
    Wenn Fernsehmoderatoren SPD Politiker fragen welche Inhalte sie jetzt ändern wollen nach dieser Wahlniederlage und was sie von der AfD lernen können, dann frag ich mich nur was eigentlich noch passieren muss, dass die Leute begreifen, dass es hier längst nicht mehr um Inhalte geht. Wir glauben noch an Kant während Tech Giganten aus USA und China längst die Erkenntnisse der Psychologie in Technologie und Machtinstrumente verwandelt haben. Schon vor Jahren eindrucksvoll von Aussteigern der Giganten Meta, Google und Co dokumentiert und vorhergesagt in "Das Dilemma mit den sozialen Medien" auf Netflix und heute zu sehen in etlichen Dokus im guten alten öffentlich rechtlichen Fernsehen. 
    Da geht es dann auch nicht darum, dass wir alle Amerika f. Deutschland wählen, es reicht wenn viele dahin manipuliert werden und einige zur Linkspartei. Dann kriegt man früher oder später auch schon keine demokratische Regierung mehr zu Stande. (Ein hypothetisches Wahlergebnis: 40 % AfD, 20 % CDU, 15 % Grüne, 20 % Linkspartei, Rest: andere - ich kann mir nicht vorstellen, dass die CDU mit der Linkspartei koalieren würde und wenn würde es wohl kaum funktionieren)

     

    Die Frage für mich ist eher ob es doch noch ein Umdenken gibt. Ob wir es schaffen uns von diesen Manipulationsmaschinen zu lösen. Ich hab schon seit über drei Jahren kein Social Media mehr und mir fehlt nichts. Gestern hat Bernhard Hoecker bei "Wer weiß denn sowas" gesagt, dass er kein Facebook und kein Instagram mehr hat. Die Frage ist vielleicht auch ob wir Europäer es schaffen alternative soziale Medien aufzubauen. Solche, die nicht auf undurchsichtigen Algorithmen und KI, sondern auf demokratischen Regeln basieren. Interessant wäre auch welchen Zweck diese Medien haben sollen. Unterhaltung, Information, Kontaktbörse - was und in welchem Umfang, welcher Art brauchen wir wirklich. Ich bin so ein Fan von GE, weil es echte Kontakte schafft. Weil mich nicht interessiert was jemand gestern gegessen hat, sondern weil ich echte Begegnungen suche. Und vielleicht sind es diese, die uns am Ende doch noch unsere Demokratie retten.

    💡☝️😃❗️👏👏👏                                         

  • 24.03.26, 11:18 - Zuletzt bearbeitet 24.03.26, 11:19.

    Hm, auch wenn es sehr wünschenswert wäre, hat die Wahl in Rheinland-Pfalz ja wohl eher gezeigt, dass das nicht der Fall ist. Eigentlich hätte die AfD, die so eng mit Donald Trumps Kreisen verbunden ist, dass im letzten Bundestagswahlkampf ja schon ganz offen eine große Propaganda-Veranstaltung von Elon Musk mit Alice Weidl auf X stattgefunden hat, abgestraft werden müssen. Wenn schon nicht wegen Klimapolitik, dann doch deshalb, weil Trump uns  diese aktuelle Situation mit den hohen Ölpreisen eingebrockt hat.
    Stattdessen wählen ausgerechnet Arbeiter nicht mehr die SPD und wandern zu Amerika f. Deutschland, die so offensichtlich nicht ihre Interessen vertritt. Ich kenne sogar eritreische Geflüchtete, die die AfD gut finden obwohl sie die ersten wären, die die AfD rausschmeißen oder schlimmeres mit ihnen tun würde. 
    Ich glaube unser Fehler ist, dass wir immer noch von Kants Grundannahme ausgehen, dass der Mensch vernünftig sei. Meine Erkenntnis der letzten Jahre ist eher, dass Menschen nur das glauben, was sie glauben wollen und glauben können. 
    Wenn Fernsehmoderatoren SPD Politiker fragen welche Inhalte sie jetzt ändern wollen nach dieser Wahlniederlage und was sie von der AfD lernen können, dann frag ich mich nur was eigentlich noch passieren muss, dass die Leute begreifen, dass es hier längst nicht mehr um Inhalte geht. Wir glauben noch an Kant während Tech Giganten aus USA und China längst die Erkenntnisse der Psychologie in Technologie und Machtinstrumente verwandelt haben. Schon vor Jahren eindrucksvoll von Aussteigern der Giganten Meta, Google und Co dokumentiert und vorhergesagt in "Das Dilemma mit den sozialen Medien" auf Netflix und heute zu sehen in etlichen Dokus im guten alten öffentlich rechtlichen Fernsehen. 
    Da geht es dann auch nicht darum, dass wir alle Amerika f. Deutschland wählen, es reicht wenn viele dahin manipuliert werden und einige zur Linkspartei. Dann kriegt man früher oder später auch schon keine demokratische Regierung mehr zu Stande. (Ein hypothetisches Wahlergebnis: 40 % AfD, 20 % CDU, 15 % Grüne, 20 % Linkspartei, Rest: andere - ich kann mir nicht vorstellen, dass die CDU mit der Linkspartei koalieren würde und wenn würde es wohl kaum funktionieren)

     

    Die Frage für mich ist eher ob es doch noch ein Umdenken gibt. Ob wir es schaffen uns von diesen Manipulationsmaschinen zu lösen. Ich hab schon seit über drei Jahren kein Social Media mehr und mir fehlt nichts. Gestern hat Bernhard Hoecker bei "Wer weiß denn sowas" gesagt, dass er kein Facebook und kein Instagram mehr hat. Die Frage ist vielleicht auch ob wir Europäer es schaffen alternative soziale Medien aufzubauen. Solche, die nicht auf undurchsichtigen Algorithmen und KI, sondern auf demokratischen Regeln basieren. Interessant wäre auch welchen Zweck diese Medien haben sollen. Unterhaltung, Information, Kontaktbörse - was und in welchem Umfang, welcher Art brauchen wir wirklich. Ich bin so ein Fan von GE, weil es echte Kontakte schafft. Weil mich nicht interessiert was jemand gestern gegessen hat, sondern weil ich echte Begegnungen suche. Und vielleicht sind es diese, die uns am Ende doch noch unsere Demokratie retten.

  • 24.03.26, 08:13
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Gianluca wieder gelöscht.
  • 24.03.26, 07:19 - Zuletzt bearbeitet 24.03.26, 07:21.

    Wir befinden uns in einer reaktionären Verschiebung nach rechts. Eine krude Mischung aus Authoritarismus und "Ich lasse mir doch nichts verbieten" Gedankengut zielt auf individuelle Verantwortung und Nostalgischer Verklärung der "das haben wir schon immer so gemacht und das war doch gut" Einstellung. Solange linke Meinungen wie Solidarität und Rücksichtnahme (Wokeness) nicht Mainstream werden, bleibt es beim Klassenkampf und der Umverteiltung von unten nach oben. Was hat "oben" denn von günstigem, gut laufenden ÖPNV und Förderung von Erneuerbaren? Die haben das doch schon in ihren Immobilien umgesetzt mit den letzten Förderungen und jetzt ist die Leitlinie wieder Wirtschaftswachstum (ohne an den Bestand zu gehen) und Sicherheit. Also Wehrpflicht und günstige Arbeitskräfte (aber bitte nur mit passender Herkunft...). Und wenn Abkehr von fossilen, dann vielleicht Atomkraft (wird nicht passieren) oder Zukunftstechnologie X (die im Ausland schon vor 10 Jahren als nicht sinnvoll verworfen wurde) und deshalb muss man jetzt ja nichts ändern.

     

    Sorry für den Rant... Aber nein, wir bewegen uns noch deutlich in die falsche Richtung dafür. Zeit die linke Gegenbewegung wieder zum Mainstream zu machen.

  • 24.03.26, 00:19 - Zuletzt bearbeitet 24.03.26, 00:29.

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    Ironie an, ach Quatsch, der nächste heiße Scheiß ist mit E- Fuels, Wasserstoff und Mini- AKW 
    doch schon in der Pipeline, so kann man so schön technologieoffen, von den Technologien 
    ablenken die real verfügbar sind... Ironie off,

     

    Vielleicht ist es so, dass es bei den anstehenden Entscheidungen wieder darum geht, welche Lobby sich am stärksten durchsetzen können wird? 

    Und stell dir vor, wir werden in der Werbung nicht mehr mit den neuesten Automobilen konfrontiert, sondern mit anderen Inhalten.



    ein gewisses Maß an Individualverkehr ist ja schon berechtigt, solange der Antrieb fossilfrei
    ist, aber es wäre auch schön, wenn Autos nicht so oft einfach nur rumstehen würden, also
    über Sharingmodelle ihre real Nutzungsdauer erhöht würde...

    Ja, das wäre schön und man könnte bei vorhandenem Willen dies auch durchsetzen.

    Ich fürchte der fehlt. Schon allein über das nicht vorhandene Bewusstsein, dass Zugang und nicht Besitz eine viel schönere Form der Freiheit repräsentiert. Mobilität im Sinne aller also neu zu denken.

     

    Jeremy Rifkin sagte dazu einmal: 

     

    "Freiheit ist die Fähigkeit sein Leben zu optimieren und das optimale Leben realisiert man, indem man durch die Vielfalt seiner Erfahrungen und die Reichweite hierarchieloser Beziehungen, in all den Gemeinschaften in denen man im Laufe seines Lebens verbunden ist.
    Freiheit misst sich mehr am Zugang zu anderen in Netzwerken als am Besitz von Eigentum. Je tiefer und inklusiver die Beziehungen, desto mehr Freiheit genießt man."



    an der Börse kann nur der Vorteile haben, der Aktien hat, wohl dem, der rechtzeitig vorm
    Platz der Blase, seine Anteilsscheine verkauft hat😉

    Zum Gemeinsinn 😛 von Börsen fällt mir sowieso nix ein.

  • Ironie an, ach Quatsch, der nächste heiße Scheiß ist mit E- Fuels, Wasserstoff und Mini- AKW 
    doch schon in der Pipeline, so kann man so schön technologieoffen, von den Technologien 
    ablenken die real verfügbar sind... Ironie off, 

    ein gewisses Maß an Individualverkehr ist ja schon berechtigt, solange der Antrieb fossilfrei
    ist, aber es wäre auch schön, wenn Autos nicht so oft einfach nur rumstehen würden, also
    über Sharingmodelle ihre real Nutzungsdauer erhöht würde...

    an der Börse kann nur der Vorteile haben, der Aktien hat, wohl dem, der rechtzeitig vorm
    Platz der Blase, seine Anteilsscheine verkauft hat😉

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