Hallo,
mich würde es interessieren, welche Erfahrungen Ihr mit Zensur und Meinungsfreiheit im Netz gemacht habt und wie Ihr damit umgeht.
Hallo,
mich würde es interessieren, welche Erfahrungen Ihr mit Zensur und Meinungsfreiheit im Netz gemacht habt und wie Ihr damit umgeht.
Reini:
Meiner Erfahrung nach ist es im Internet ganz okay. Was mir Sorgen macht ist, dass Leute in Diskussionsforen Melden als Waffe einsetzen können und vielleicht damit durchkommen können. Ich wurde selbst einmal Opfer davon.
Und in der Wissenschaft sieht die Lage nicht so schön aus. Wie ein Team von Forschern rund um Cory Clark, Musa Al Gharbi und anderen dokumentiert haben, zensieren Wissenschaftler oft selbst und rechtfertigen diese Zensur mit moralischen Bedenken. Ich las schon von Vorschlägen Humangenetik zu verbieten, weil das Feld zu Diskriminierung führen könnte, oder dass es sexistisch sei, Eizellen als nährstoffreich zu bezeichnen. Viele üben auch Selbstzensur aus Angst.
Diese Zensurbereitschaft innerhalb von Institutionen gibt mir mehr zu denken. Internetforen werden nicht so ernst genommen, die Fachliteratur dagegen schon.
Das Meldewesen ist für mich tatsächlich auch eine aktive Einschränkung der Meinungsfreiheit durch Einschüchterung. Mit solchen Einschüchterungsversuchen habe ich in der Realität auch schon meine Erfahrungen machen müssen.
Schwarzgelber Mutbürger:
Bert:
X verfolgt ja eigentlich eine eher libertäre Grundidee. Natürlich leider auch auch in Richtung dem gefährlichen Transhumanismus usw.. Alle Anderen Anbieter sind da wohl mehr in Richtung Regenbogen-Wokness unterwegs, in der man vorgibt gegen alles tolerant zu sein. Bei der geringsten Kritik an diesem Weltbild hat die ansonsten so hoch gehaltene Toleranz dann aber schlagartig, aggressiv-radikal ein abruptes und unerbittliches Ende. X verlassen ja, dann auch hauptsächlich die, welche keine echte Meinungsvielfalt aushalten, die sich gegen alles abschotten, was als nicht in ihre Blase passend definiert wird, die alles außerhalb ihres Weltbildes verächtlich machen, diffamieren und eliminieren.
Regenbogen- Wokeness? Von hören sagen, weis ich, dass jeder der auf X nicht mindestens auf
Linie von Musk ist dort, ziemlich derben Hass erfährt, der mit Kritik nun wirklich nichts mehr zu
tun hat, sein Chatbot Grok hat sexualisierte Deepfakes von realen Persönlichkeiten erstellt, etc.,
so dass dort eher das "Recht des Stärkeren" vorherrscht als Meinungsvielfalt,
tatsächlich gibt es sicher auch auf anderen Plattformen "Meinungskrieger*innen" und "Trolle",
aber dort kann man sich dann auch, via Plattform oder rechtlich dagegen wehren,
ich bin nicht auf X, kann also auch nur aus zweiter Hand einschätzen.
Mehrfach den Ansatz zu einem Post gemacht, aber die Grenze des Erlaubten ist nicht durch mich bereits überschritten!
☝️"Leitlinienkonform" 😅 : Selbst denken und handeln 😃❗️
Bert:
Schwarzgelber Mutbürger:
Wenn man sich zum Beispiel X anschaut, verfolgt Musk dort seine eigene politische Agenda
ohne offenzulegen wie seine Algorithmen funktionieren, dass Ergebnis ist aber dass viele
sich von dort zurückgezogen haben und somit gar nicht mehr alle Meinung vertreten sind,
in gewisser Weise ist es zwar sicher so, dass Regierungen versuchen, das Grundgesetz auch
im Netz durchzusetzen, damit verfolgen sie aber eben nur das unsere Werte auch dort An-
wendung finden, eine wirkliche politische Agenda sehe ich da nicht....X verfolgt ja eigentlich eine eher libertäre Grundidee. Natürlich leider auch auch in Richtung dem gefährlichen Transhumanismus usw.. Alle Anderen Anbieter sind da wohl mehr in Richtung Regenbogen-Wokness unterwegs, in der man vorgibt gegen alles tolerant zu sein. Bei der geringsten Kritik an diesem Weltbild hat die ansonsten so hoch gehaltene Toleranz dann aber schlagartig, aggressiv-radikal ein abruptes und unerbittliches Ende. X verlassen ja, dann auch hauptsächlich die, welche keine echte Meinungsvielfalt aushalten, die sich gegen alles abschotten, was als nicht in ihre Blase passend definiert wird, die alles außerhalb ihres Weltbildes verächtlich machen, diffamieren und eliminieren.
Regenbogen- Wokeness? Von hören sagen, weis ich, dass jeder der auf X nicht mindestens auf
Linie von Musk ist dort, ziemlich derben Hass erfährt, der mit Kritik nun wirklich nichts mehr zu
tun hat, sein Chatbot Grok hat sexualisierte Deepfakes von realen Persönlichkeiten erstellt, etc.,
so dass dort eher das "Recht des Stärkeren" vorherrscht als Meinungsvielfalt,
tatsächlich gibt es sicher auch auf anderen Plattformen "Meinungskrieger*innen" und "Trolle",
aber dort kann man sich dann auch, via Plattform oder rechtlich dagegen wehren,
Schwarzgelber Mutbürger:
Wenn man sich zum Beispiel X anschaut, verfolgt Musk dort seine eigene politische Agenda
ohne offenzulegen wie seine Algorithmen funktionieren, dass Ergebnis ist aber dass viele
sich von dort zurückgezogen haben und somit gar nicht mehr alle Meinung vertreten sind,
in gewisser Weise ist es zwar sicher so, dass Regierungen versuchen, das Grundgesetz auch
im Netz durchzusetzen, damit verfolgen sie aber eben nur das unsere Werte auch dort An-
wendung finden, eine wirkliche politische Agenda sehe ich da nicht....
X verfolgt ja eigentlich eine eher libertäre Grundidee. Natürlich leider auch auch in Richtung dem gefährlichen Transhumanismus usw.. Alle Anderen Anbieter sind da wohl mehr in Richtung Regenbogen-Wokness unterwegs, in der man vorgibt gegen alles tolerant zu sein. Bei der geringsten Kritik an diesem Weltbild hat die ansonsten so hoch gehaltene Toleranz dann aber schlagartig, aggressiv-radikal ein abruptes und unerbittliches Ende. X verlassen ja, dann auch hauptsächlich die, welche keine echte Meinungsvielfalt aushalten, die sich gegen alles abschotten, was als nicht in ihre Blase passend definiert wird, die alles außerhalb ihres Weltbildes verächtlich machen, diffamieren und eliminieren.
Daniel:
Sehr gute Frage. Da die meisten keine Informatiker sind und das Zustandekommen gefühlter Algorithmen-Schemata im Hintergrund nicht sicher beurteilen können, wären klare Haltungen hierzu oft auf reiner Spekulation aufgebaut.
Aus dem halbwissenden Bauch heraus fürchte ich allerdings stark, dass die privaten Betreiber von tiktok, x, etc... viel zu viel Einfluss auf das Denken des Konsumierenden und damit auf die politische Gesellschaft ausüben könnten. Leider arbeitet die KI derzeit schneller als der rationale Abwägungsprozess des denkenden Menschen für eine dringend notwendigen Regulierung.
Kurz gesagt: lieber KI / SKI transparent und unmissbräuchlich verstaatlichen, als eine Privatisierung der Politik und deren (noch) neutral-objektiven Organe...
Wie souverän sind die Staaten denn eigentlich noch im sog. "Westen"?
Wenn ich mir die üblichen Protagonisten so ansehe.
Beherrschen hier bei uns nicht längst die Multimilliardäre (mit Ihren teilweise völlig kruden und gefährlichen Vorstellungen) das Geschehen, die Staaten und die Meinungen der Menschen?
Wenn man sich zum Beispiel X anschaut, verfolgt Musk dort seine eigene politische Agenda
ohne offenzulegen wie seine Algorithmen funktionieren, dass Ergebnis ist aber dass viele
sich von dort zurückgezogen haben und somit gar nicht mehr alle Meinung vertreten sind,
in gewisser Weise ist es zwar sicher so, dass Regierungen versuchen, das Grundgesetz auch
im Netz durchzusetzen, damit verfolgen sie aber eben nur das unsere Werte auch dort An-
wendung finden, eine wirkliche politische Agenda sehe ich da nicht....
Vielen Dank für Eure Einschätzung!
Wie beurteilt Ihr den Gedanken die Plattformbetreiber verfolgen eine eigene politische Agenda, welche sie sich durch gesetzliche Regelungen absichern lassen um einerseits kontroverse Diskurse auf legitime Weise verhindern zu können und gleichzeitig Konkurrenzplattformen mit einem breiterem Meinungsspektrum keinen Raum zu bieten?
Nach Pinocchio-Gate sage ich im Netz überhaupt nichts mehr. Den Stress tue ich mir nicht an.
Meiner Erfahrung nach ist es im Internet ganz okay. Was mir Sorgen macht ist, dass Leute in Diskussionsforen Melden als Waffe einsetzen können und vielleicht damit durchkommen können. Ich wurde selbst einmal Opfer davon.
Und in der Wissenschaft sieht die Lage nicht so schön aus. Wie ein Team von Forschern rund um Cory Clark, Musa Al Gharbi und anderen dokumentiert haben, zensieren Wissenschaftler oft selbst und rechtfertigen diese Zensur mit moralischen Bedenken. Ich las schon von Vorschlägen Humangenetik zu verbieten, weil das Feld zu Diskriminierung führen könnte, oder dass es sexistisch sei, Eizellen als nährstoffreich zu bezeichnen. Viele üben auch Selbstzensur aus Angst.
Diese Zensurbereitschaft innerhalb von Institutionen gibt mir mehr zu denken. Internetforen werden nicht so ernst genommen, die Fachliteratur dagegen schon.
Meinungsfreiheit ist wichtig, bedeutet aber nicht sich ohne Gegenrede äußern zu können und wird im Internet häufig vom virtuellen Hausrecht des Plattformbetreibers begrenzt (daher wäre eine klarere Regelung für Größe Plattformen wichtig). Damit habe ich schon negative Erfahrungen in Foren gemacht und konnte Entscheidungen nicht immer nachvollziehen.
Wenn nach wissenschaftlichen Maßstäben erlangte Fakten gleichwertig zu unbelegten Meinungen betrachtet werden, wird es zum Problem.
Ebenfalls problematisch finde ich, wenn (z.B. Google Maps) mit fadenscheinigen rechtlichen Einwänden gegen Äußerungen vorgegangen. Dagegen könnte man sich wehren, das ist aber mit unangemessen hohem Aufwand verbunden.
Auf der Plattform ist man offenbar tolerant bei der Meinungsfreiheit und den Profilbilden aber es gibt Richtlinien und es gelten die Gesetze. Bedrohungen oder Nötigungen können strafrechtlich verfolgt werden, da bleibt keiner mehr anonym.
Meinungsfreiheit hat rechtliche Grenzen und das Internet ist kein rechtsfreier Raum,
von daher sollte sich jede/r schon überlegen sich so zu äußern, dass er/sie nicht ge-
gen Gesetze verstößt!
Ich finde jeder sollte seine Meinung äußern dürfen, ohne Repressalien befürchten zu müssen.