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  • Was bin ich , Wer bin ich ?

    Diskussion · 24 Beiträge · 5 Gefällt mir · 492 Aufrufe
    Qasem aus Karlsdorf-Neuthard

    Ich bin nicht mein Körper, nicht mein Geist, nicht meine Emotion.

    Alles, was kommen und gehen kann, alles was ich verlieren kann, ohne aufzuhören zu existieren, kann nicht mein eigentliches Selbst sein.

     

    Doch wenn ich all das nicht bin –

    was ist dann das „Ich“, das bleibt?


     

    17.02.26, 17:35

Beiträge

  • 17.02.26, 19:42

     

    Michel:

    Ich sage, Du bist ich und Ich bin du. 

    Letztlich sind wir alle eins, haben aber alle eine andere Geschichten🙏 

    Möchtest Du wirklich "eins sein", mit all den Lurchen, die Empathie nur als Angriffspunkt und Zeichen von "weakness" sehen?
    Von elementarer Seite aus gesehen, mag das unvermeidbar sein (Blumen wachsen irgendwann aus meinem Bauch), aber von moralischer Seite verlange ich eine existierende Abgrenzung.
    Selbst wenn ich moralisch zu verkommen wäre, um irgendwie besser da zu stehen als die Lurche, so würde ich das wenigstens denen, mit reinem/federleichtem Herzen gönnen.
    Echte Empathie ist ein Geschenk, das mit Auflagen kommt. Eine Psychose/Irrglauben macht die Dinge leichter, oder eben die materielle Ausbeutung derer.
    Es ist ein Pfad gespickt mit Fallen, vergleichbar mit einem Igel, der gespickt ist mit Kondomen, nachdem er durch das Buschwerk des Swingerklubs gekrabbelt ist.
     

  • 17.02.26, 19:33 - Zuletzt bearbeitet 17.02.26, 19:34.

    Sein = das gesamte Erleben
    Ich = die Instanz, die daraus eine zusammenhängende Geschichte macht, daher ist es diese, die bleibt. 

     

    Ich sage, Du bist ich und Ich bin du. 

    Letztlich sind wir alle eins, haben aber alle eine andere Geschichte 🙏 

  • 17.02.26, 18:24

    Im Endeffekt sind wir alle ein unbedeutendes Nichts. Aber das möchten die wenigsten akzeptieren. Wir haben dennoch alle Einfluss aufeinander. Ob wir einen positiven oder negativen Einfluss haben, hängt von der Betrachtungsweise ab. 

     

    Man darf das Leben gerne auch sehr nüchtern betrachten. Wie hättest du dein bisheriges Leben gelebt, wenn es nur um Effizienz gegangen wäre? Dann hättest du vieles, was Zeit, Geld und Nerven gekostet hat, nicht gemacht. Viele Verzweigungen, Einbahnstraßen und Sackgassen wären dir erspart geblieben. Aber wärst du jetzt noch genau derselbe?! Genau diese Ineffizienz zu leben, prägt unser Sein. 

     

    Ich würde sagen, wir sind das, was wir tun, was wir denken und was wir glauben zu sein. 

  • 17.02.26, 18:11

     

    Qasem:

    "was ist dann das „Ich“, das bleibt"

    In einem geschlossenem System kann keine Energie verloren gehen, sie kann aber ggf. umgewandelt werden.
    Wenn Deine Erinnerungen gelöscht werden, existiert kein "Ich" mehr, zumindest nicht in der Form, wie Du Dich jetzt wahrnimmst.

    Die wahre Herausforderung ist es, m.A.n. Sinneskrisen zu meistern auf eine Art und Weise, dass dadurch in der Zukunft keine neue Sinneskrise entsteht.

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